Oberbach

Wer hat in Oberbach den Verleger "ermordet"?

Es war ein Unternehmen mit noch vielen Unbekannten, als sich die Schauspieler des "Öwerböcher Durftheaters" entschlossen, erstmals ein Crime-Dinner zu veranstalten.
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Der Verleger ist vergiftet. Wer war der Mörder? Jeder schiebt dem anderen die Tat in die Schuhe: (sitzend, von links) Karin Bachmann und Benjamin Schneider, (stehend, von links) Karola Rüttiger, Joachim Kirchner und Monika Nowak. Foto: Evelyn Schneider
Der Verleger ist vergiftet. Wer war der Mörder? Jeder schiebt dem anderen die Tat in die Schuhe: (sitzend, von links) Karin Bachmann und Benjamin Schneider, (stehend, von links) Karola Rüttiger, Joachim Kirchner und Monika Nowak. Foto: Evelyn Schneider
"Kommen da überhaupt genügend Leute, die sich dafür interessieren ? Machen wir nur einen Abend, oder mehrere? Wie ziehen wir das ganze Unterfangen eigentlich auf? Solche und ähnliche Fragen stellten sich die sonst erfahrenen Darsteller des "Öwerböcher Durftheaters", die erstmals ein Crime-Dinner aufführten.

Mit den "normalen" Theatervorstellungen, die alle zwei Jahre im Haus des Gastes großen Anklang finden, kannte sich die Schauspieltruppe des Rhönklubs Oberbach bestens aus, doch ein Krimi-Dinner war Neuland. Umso erfreuter zeigten sich die Verantwortlichen über den Erfolg, der schließlich auf fünf Veranstaltungen an ge wachsenen Vorstellungen. Ge kocht wurde das Dinner von Rhön-Cooking Chef Thomas Ankenbrand.

Die Gäste des Crime-Dinners wurden bereits an der Tür von "Restaurantbesitzer Alfons" in Empfang genommen und zu ihren Tischen geleitet. Durch die elegante und stilvolle Dekoration hatten sich der Saal des Pfarrheimes, bzw. das Schützenhaus in ein edles Etablissement verwandelt. Unzähliges "Personal" sorgte für einen reibungslosen Ablauf des Vier-Gänge-Menüs, das von Alfons (Frank Rüttiger) in perfektem französischem Akzent versetztem Deutsch eröffnet wurde. Er führte mit, bei ihm ja schon gewohnt, perfektem schauspielerischem Können, auch durch den gesamten Abend. Zwischen jedem Gang inszenierten die Schauspieler einen Akt der kriminalistischen Handlung. Der etwas großspurige Verlagsbesitzer Sebastian (Werner Müller) hatte, zusammen mit seiner Frau Nessi (Monika Nowak) die beiden befreundeten Paare Beate und Lukas (Karola Rüttiger, und Joachim Kirchner) sowie Günther und Hanne (Benjamin Schneider und Karin Bachmann) zu einem Dinner eingeladen. Ganz harmlos ging die Unterhaltung der Gruppe zunächst mit üblichem Smalltalk los. Doch schon bald traten Unstimmigkeiten zu Tage. Beziehungsprobleme, Neid und Eifersüchteleien sorgten schon bald für einiges Streitpotenzial. Verlagsbesitzer Sebastian trug mit seinen "Weibergeschichten" erheblich zur Eskalation der Situation bei, da er eigentlich mit jeder Frau der befreundeten Ehepaare, schon eine Liason hatte, nur seine eigene Frau kam zu Hause immer zu kurz. Doch auch Günther, ein passionierter Hobbykoch, war schließlich nicht gut auf den Verleger zu sprechen. Wollte er doch unbedingt sein selbst geschriebenes Kochbuch von Sebastian verlegt haben. Dieser hatte jedoch absolut kein Interesse daran.

Im Verlauf des Dinners ging es Sebastian schließlich immer schlechter. Schließlich "starb" er auf theatralische Weise vor den Augen der "Freunde" und natürlich der Krimi-Dinner-Gäste. Bald war klar, dass er vergiftet wurde. Jeder der Freunde hatte ein Motiv, doch wer war es wirklich? Das heraus zu finden, oblag schließlich den Gästen. "Das war richtig spannend und unterhaltsam - wir haben hervorragend gegessen - das Ambiente war toll!" So waren die Reaktionen der Gäste am Ende des Abends. Das Konzept war also voll und ganz aufgegangen. Ach ja - der Mörder war übrigens natürlich ein Riedenberger.

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