Wildflecken
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Wenn die Betreuerin imRettungswagen liegt

Der Rettungswagen kommt zu Wildfleckens Kindergartenkindern. Zwei Rotkreuzler erklären den Kids, wie man helfen kann. Am Ende dürfen sie selbst praktische Übungen machen.
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Rettungssanitäter Armin Stelzner erläuterte den Kindern die Geräte, die zur Erstversorgung von Verletzten und Kranken im Rettungswagen vorhanden sind. Als Patientin hat auf der Rettungsliege Kinderpflegerin Brigitte Winkler Platz genommen. Foto: Helmut Raab
Rettungssanitäter Armin Stelzner erläuterte den Kindern die Geräte, die zur Erstversorgung von Verletzten und Kranken im Rettungswagen vorhanden sind. Als Patientin hat auf der Rettungsliege Kinderpflegerin Brigitte Winkler Platz genommen. Foto: Helmut Raab
Die Vorstellung des Rettungswagens durch Sanitäter Armin Stelzner stellte für die Kids des Kindergartens St. Josef den Höhepunkt des Vormittags dar. Im Rahmen des Jahresthemas "gesund und fit - wir machen alle mit", erklärte Stelzner kindgerecht das Fahrzeug und die im Rettungswagen untergebrachten Notfallgeräte.
Weil man trotz aller Vorkehrungen krank werden kann, beschäftigen sich die Kinder mit dem Thema "Krank sein, Krankenhausaufenthalt und Erste Hilfe".

Dazu wurde von den Erzieherinnen das Rote Kreuz mit Rettungssanitäter Armin Stelzner und Ausbilderin Julia Greifensteiner mit ihrem Rettungswagen eingeladen. Von ihnen wurde den Kindern auf spielerische Art und Weise die Angst vor dem Krankenwagen, dem Krankenhausaufenthalt und dem Arztbesuch genommen beziehungsweise gemindert. Um die Notfallgeräte auch in der Praxis vorzuführen, hatte Kinderpflegerin Brigitte Winkler als "Unfallopfer" auf der Rettungsliege Platz genommen. Interessiert schauten die Kinder zu, wie ihr der Sanitäter den Blutdruck maß, Sauerstoff zuführte und ein Elektrokardiogramm (EKG) aufnahm. Die Rotkreuzhelfer erläuterten auch, was zu tun ist, damit der Rettungswagen zu Hilfe kommt. "Ihr müsst die Telefonnummer 112 anrufen, euren Namen und Adresse nennen sowie den Unfallort und nach Möglichkeit die Verletzungen beziehungsweise den Zustand des Kranken mitteilen", sagte Julia Greifensteiner. Auch das übten die Kinder praktisch. "Wenn ihr einen Krankenwagen, der mit Martinshorn und Blaulicht unterwegs ist, hört oder seht, dann verlasst die Straße und begebt euch auf den Gehsteig", erläuterte der Sanitäter. Die Kinder wurden von ihm auch aufgefordert, keine Tabletten ohne Rücksprache mit ihren Eltern einzunehmen. "Solltet ihr dies trotzdem tun, kann es schlimme Folgen für euch haben."

Bei kleineren Unfällen helfen


Julia Greifensteiner zeigte den Buben und Mädchen anhand einer Bildergeschichte und praktischer Beispiele, wie sie sich bei kleineren Unfällen als fachkompetente Helfer bewähren können. Wichtig war ihr, den Kindern die Sorge zu nehmen, etwas Falsches zu tun und deshalb nicht zu helfen. Damit sie diese Angst verlieren, wurden sie mit dem Aufbringen von Pflastern bei blutenden Wunden, dem Anlegen von Binden und Verbänden und das Tragen von Schutzhandschuhen vertraut gemacht. Spaß machte es den Kindern, dass sie die Möglichkeit hatten, ihre Fähigkeiten an ihren Freunden praktisch auszuprobieren. Nachdem zum Abschied das Martinshorn zur Freude aller Kinder ertönt war, bedankte sich Kindergartenleiterin Susanne Raab bei den beiden ehrenamtlichen Rotkreuzhelfern, die für die Schulung der Kinder ihre Freizeit eingebracht haben.

Im Rahmen des Gesundheitsthemas beschäftigten sich die Kids auch in den letzten Wochen mit dem Thema "Mein Körper von Kopf bis zu den Füßen". Durch Experimente und verschiedene Übungen haben die Kinder außerdem erfahren, wie wichtig Hygiene für den Körper ist, um gesund zu bleiben. Von Lilia Fischer, einer Kindergartenmama und Zahnarzthelferin aus der Zahnarztpraxis Dr. Röttenbacher, lernten die Kinder bei ihrem Besuch, wie sie ihre Zähne am besten pflegen und gesund halten können.





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