Bad Brückenau
Kissinger Straße 

Wartezeiten wegen des Kanalbaus

Bis Mitte Oktober wollen die Stadtwerke im Untergrund fertig sein, dann kann es mit dem Straßenbau weitergehen. Von Volkers kommend gibt's den ersten Grünen Pfeil.
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Stadtwerke-Chef Günter Schneider und Reinhold Müller schauen sich auf der Baustelle um. Fotos: Ralf Ruppert
Stadtwerke-Chef Günter Schneider und Reinhold Müller schauen sich auf der Baustelle um. Fotos: Ralf Ruppert
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Wer von Osten nach Bad Brückenau will, muss noch eineinhalb Jahre lang ein paar Minuten mehr Zeit einplanen. "Meistens kommt man in einer Ampelphase durch, zu Stoßzeiten können es auch mal zwei sein", berichtet Reinhold Müller von den Bad Brückenauer Stadtwerken über die Wartezeiten. Eingestellt sei eine relativ lange Ampelphase, damit bei Grün möglichst viele Fahrzeuge in eine Richtung fahren können. Zudem wurde eine Neuerung an der Ampel Kissinger /Ancenis-Straße installiert: "Dort gibt es jetzt den ersten Grünen Pfeil in der Stadt", berichtet Stadtwerke-Chef Günter Schneider, und: "Die Autofahrer mussten sich erst daran gewöhnen, aber jetzt klappt's gut."


770 Meter Bundesstraße

Seit Jahren planen die Stadtwerke einen neuen Kanal für die Kissinger Straße, allerdings ließ das Staatliche Bauamt Jahr um Jahr auf sich warten. In den Pfingstferien ging es jetzt endlich los: Insgesamt 2,4 Millionen Euro sind für den Ausbau eines 770 Meter langen Abschnitts der Bundesstraße vorgesehen, alleine rund 600 000 Euro investieren die Stadtwerke in die Erneuerung von rund 450 Meter Kanal.
Der neue Kanal liegt gut vier Meter tief und beginnt in Richtung Stadt mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern. Bis zum Bauende verjüngt er sich auf 50 Zentimeter. Das würde aber noch reichen, um die Gemeinden im oberen Sinntal anzuschließen. Aber: "Es gibt noch keine Beschlüsse", stellt Schneider klar, dass der Anschluss noch offen sei. "Wir planen für alle Eventualitäten, denn wenn die Straße fertig ist, können wir sie nicht noch einmal aufmachen."
Voraussetzung für einen Anschluss sei auch, dass weiter oberhalb Regenrückhaltesysteme gebaut werden. Auch für den Kanal in der Kissinger Straße gibt es ein solches System: Der Kanal läuft weiter durch die Kissinger Straße, das Sinntor in den großen Stauraumkanal und das Rückhaltebecken in der Sinnau: Zwei Meter hohe Schächte wurden dort eingebaut.


Gehweg auf Privatgrund

Baustart für den aktuellen Abschnitt war fast in der Straßenmitte, deshalb musste der Gehweg auf Privatgrund verlegt werden. "Zum Glück haben die Anlieger mitgespielt, sonst hätten wir komplett sperren müssen", sagt Schneider. Im weiteren Verlauf wird der Kanal unter die hangseitige Fahrspur verlegt. Immer in Abschnitten von rund 50 Metern von Schacht zu Schacht. Demnächst ist der erste Abschnitt fertig und wird mit einer provisorischen Asphaltschicht befestigt.
Mitte Oktober wollen die Stadtwerke fertig sein. "Wenn's die Witterung zulässt, machen wir direkt weiter", kündigt Abteilungsleiter Matthias Wacker vom Staatlichen Bauamt an. Dann werden die Stadtwerke auch die einzelnen Hausanschlüsse erneuern. Wo nötig und in Absprache mit den Anliegern auch auf Privatgrund. Nur dann müssten die Anwohner etwas zahlen, der Hauptkanal wird über Gebühren finanziert.

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