Rupboden

Stolz auf den neuen Raum

544 Arbeitsstunden stecken in dem frisch sanierten Raum in der alten Schule in Rupboden.
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Sie freuen sich über das Ergebnis ihrer Arbeit und der ihrer Kollegen: (von links) Sascha Wagner (2. Kommandant), Thomas Hüfner (1. Kommandant) und Markus Reusch (Finanzen), Foto: Diana Leitsch
Sie freuen sich über das Ergebnis ihrer Arbeit und der ihrer Kollegen: (von links) Sascha Wagner (2. Kommandant), Thomas Hüfner (1. Kommandant) und Markus Reusch (Finanzen), Foto: Diana Leitsch
29 Helfer, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Rupboden und andere Dorfbewohner, brachten ihr Können und ihre Zeit ein, um eine Grundsanierung im Raum in der alten Schule vorzunehmen.
Bei einer Vorstandssitzung der Freiwilligen Feuerwehr kam das Thema zur Sprache und es wurde relativ schnell klar dass es mit "Wir streichen mal die Wände neu." "Längst nicht mehr getan ist.
Die alte Schule ist rund 100 Jahre alt und in den letzten Jahrzehnten wurden keine größeren Sanierungen vorgenommen. Der 1. Kommandant Thomas Hüfner, der auch im Gemeinderat tätig ist, stellte den Antrag bei der Gemeinde und kümmerte sich auch um eine Begehung mit dem Bürgermeister Wilhelm Friedrich, um die Notwendigkeit der Maßnahme deutlich zu machen: "Man muss schon ein wenig darum kämpfen, die entsprechende Unterstützung zu erhalten", sagte Hüfner.
Nachdem die Genehmigung auf dem Tisch lag, konnte es losgehen. Baubeginn war der 24. Januar 2012. Erst im Laufe der ersten Baumaßnahmen wurde das ganze Ausmaß der zu verrichtenden Arbeiten ersichtlich.
Geplant war zum Beispiel, dass der Grundputz und der Boden erhalten bleiben würden, doch es stellte sich dann doch anders heraus. Natürlich muss sich vorher auch umfassend informiert werden, um alle vorgeschriebenen Sicherheitsstandards zu beachten. Fast alle Arbeiten wurden von den Helfern in Eigenleistung erledigt. Vorteilhaft war, dass viele verschiedene Berufszweige bei den Engagierten vertreten waren, so konnten die Aufgaben für Elektriker, Installateure und Schreiner aus den eigenen Reihen erbracht werden und es mussten keine Firmen dafür angefordert werden.

Immense Arbeit

Erfreut berichteten Thomas Hüfner und Markus Reusch, der sich um die Finanzen bei der Feuerwehr kümmert: "Die Firmen, die uns geholfen haben, zum Beispiel beim Einbau der Küchenzeile, sind uns auch preislich entgegengekommen, um den Verein zu unterstützen."
Der Umfang der Arbeiten war immens und wird auch beim Blick auf die Liste deutlich, auf der die Arbeitsstunden der Einzelnen eingetragen wurden. So war beispielsweise Thomas Hüfner 184,5 Stunden vor Ort, Markus Reusch 67,5 Stunden, Karl Hüfner 45,5 Stunden, Sascha Wagner (2. Kommandant) 43,5 Stunden und Klaus Wagner 41,5 Stunden. Der Putz wurde entfernt und erneuert, Leitungen verlegt, die Decke teilweise renoviert, Estrich und ein neuer Bodenbelag verlegt, die Fenster gegen neue ausgetauscht und mit Rollos versehen, damit man auch bei Sonnenschein die Leinwand nutzen kann, ein Notlicht installiert, ein Durchbruch gemacht und Stahlträger eingesetzt um eine Nische zu schaffen in der jetzt eine Küchenzeile mit Kühlschrank und einer Theke Platz haben. Der Vorteil damit ist: Die Küche ist nicht mehr räumlich getrennt und das Küchenpersonal kann bei Versammlungen trotzdem alles mitverfolgen.
Durch die neuen Möbel wirkt der Raum moderner und freundlicher und durch Technik wie Beamer, Leinwand und Lautsprecheranlage ist er vielseitiger nutzbar."Es soll ein Treffpunkt für alle sein," sagt Sascha Wagner, 2. Kommandant.Weiterhin finden Versammlungen hier statt, der Gesangverein nutzt den Raum, Kindergottesdienst kann hier stattfinden, andere Veranstaltungen wie Weißwurstfrühstück finden schon statt und seit Dezember trifft sich hier sogar wöchentlich eine Krabbelgruppe. Natürlich kann der Raum auch für Familienfeiern und mehr gemietet werden

Letzte Feinheiten

Die grobe Fertigstellung erfolgte im September 2013 und nach den letzten zu erledigenden Feinheiten fand das Projekt im Dezember letzten Jahres seinen Abschluss.Knapp 40000 Euro kostete die Sanierung. Zirka 27000 Euro kamen von der Freiwilligen Feuerwehr Rupboden und 12000 Euro schoss die Gemeinde hinzu.
"Wir sind froh, dass wir durch Feste, wie die Poolparty Geld eingenommen haben, das hier dringend gebraucht wurde," erzählt Thomas Hüfner und bedankt sich auch bei allen, die die Feuerwehr durch Spenden unterstützen.
Natürlich ist er auch dankbar für den Zusammenhalt seiner Kameraden und der Dorfgemeinschaft, denn ohne so viele helfenden Hände wäre so ein Projekt gar nicht umsetzbar.





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