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Bad Brückenau
Natur

Seltenes aus Feld und Flur im Sinntal und Staatsbad

Experten aus den Bereichen Botanik und Zoologie finden 440 Arten. Ornithologen freuten sich besonders über den Rotmilan, Wasseramsel, Rotrückenwürger und Steinschmätzer, Botaniker über die Sumpfschwertlilie.
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Schmetterlingsexperte Oskar Jungklaus "fängt" mit der Kamera.  Foto: Elisabeth Assmann
Schmetterlingsexperte Oskar Jungklaus "fängt" mit der Kamera. Foto: Elisabeth Assmann
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Mit einer Vielzahl von Aktionen hat die Kreisgruppe Bad Kissingen im Bund Naturschutz in Bayern (BN) beim "Tag der Artenvielfalt" auf sich aufmerksam gemacht. Zu den einzelnen Projekten gehörte auch die Erfassung von Flora und Fauna im Sinntal und im Staatsbad. Was die zwölf Experten aus den Bereichen Botanik und Zoologie an Ergebnissen zusammengetragen haben, wurde in den vergangenen Tagen ausgewertet. Das Resultat der Arbeit kann sich durchaus sehen lassen. So zählten die Naturschützer in den sieben Untersuchungsgebieten insgesamt 440 Arten, die sich wie folgt aufgliedern: Blütenpflanzen (261), Vögel (54), Schmetterlinge (50), Käfer (20), Fledermäuse (16), Libellen (8). Den Rest machten Schnecken und anderes Kleingetier aus.

Bei der Zählung der Fledermäuse, von denen sich bei der Exkursion nur ganz wenige Exemplare zeigten, bedienten sich die Experten übrigens moderner Technik. Mit Hilfe eines "bat-corders" wurden die Stimmen der Tiere aufgezeichnet und konnten dann per Computerprogramm einer bestimmten Art zugeordnet werden. So stieß man auch auf solche Raritäten wie die Mopsfledermaus, die Zweifarbfledermaus oder den Kleinen Abendsegler.

2003 eine Untersuchung

Ornithologen freuten sich besonders über das Erscheinen von Rotmilan, Wasseramsel, Rotrückenwürger und Steinschmätzer. Und die Botaniker hoben bei ihrem Resümee die großen Bestände der Sumpfschwertlilie hervor. 2003 hatte es übrigens im Rahmen der "Sinnallianz" eine Untersuchung gegeben, bei der 810 Arten festgestellt worden waren. "Damals", so erinnert sich Oswald Türbl aus dem Vorstand der BN-Kreisgruppe, "sind aber auch 60 Leute unterwegs gewesen." Mit solch einer großen Gruppe werde in Feld und Flur selbstverständlich mehr entdeckt.

Um Nachwuchs werben

Mit Aktionen wie zum "Tag der Artenvielfalt" wollen die Naturschützer natürlich auch Nachwuchs rekrutieren, um ihre Arbeit effektiv und kontinuierlich fortführen zu können. "Junge Menschen, die Interesse haben, erhalten von uns jegliche Unterstützung", macht Türbl Werbung, sich in der Kreisgruppe zu engagieren.


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