Schondra
Gemeinderat

Schondra: Unsachliche Diskussion kritisiert

Trotz der Sommerferien traf sich der Schondraer Gemeinderat im Rathaus. Vieles auf der Tagesordnung war reine Routine. Aber nicht alles.
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Thema im Rat: Wer trägt die Kosten für die Straßenbeleuchtung? Foto: Armin Weigel/dpa
Thema im Rat: Wer trägt die Kosten für die Straßenbeleuchtung? Foto: Armin Weigel/dpa
Intensivere Diskussionen gab es wegen eines Schreibens des Bauservices am Landratsamt. Darin schlägt das Bauamt dem Markt vor, die Festsetzungen des Bebauungsplanes "Rhönblick II" zu ändern. Begründung: Die Gemeinde habe in der letzten Zeit so viele Ausnahmen genehmigt, dass eine Anpassung sinnvoll erscheint.

Bürgermeister Bernold Martin (CSU) lehnte eine Änderung mit Hinweis auf die hohen Kosten ab und brachte stattdessen eine völlige Aufhebung des Bebauungsplanes ins Gespräch. Während Jürgen Metz (Freie Wählergruppe Singenrain) die zu erwartenden Kosten als viel geringer einschätzte und deshalb eine Änderung für überlegenswert ansah, lehnte Roman Jörg (CSU) eine Aufhebung strikt ab. Er befürchtet einen totalen Wildwuchs bei der Bebauung und argumentiert, dass dann die Gemeinde überhaupt keine Einflussmöglichkeit mehr habe.


Unsachliche Diskussion kritisiert

Nachfragen von Seiten der Freien Wählergruppe Schönderling wegen der Aufteilung der Kosten für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung auf die einzelnen Straßen führten dann zu einer weiteren Diskussion. Bürgermeister Bernold Martin und Gemeinderat Stefan Kronewald (CSU/ Christlicher Bürgerblock) kritisierten das Verhalten der Bürger bei der entsprechenden Informationsveranstaltung. Unsachliche Angriffe und unangemessenes Benehmen machten es fraglich, ob solche Veranstaltungen überhaupt zur Information der Bürger beitragen könnten, ließen sie verlauten.

Den Bau einer Unterstellhalle durch Alexander Morber in Schönderling genehmigte der Marktgemeinderat in seiner letzten Sitzung. Da das Grundstück der freien Landschaft zuzuordnen ist, wurde von der Unteren Naturschutzbehörde die Errichtung in Holzbauweise und eine rotbraune Eindeckung vorgeschrieben; außerdem sind Ausgleichsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Pflanzung von Obstbäumen, notwendig.

Gegen den Bebauungsplan "Sondergebiet Einzelhandel" der Stadt Bad Brückenau hatte das Ratsgremium keine Einwände, da es die Belange des Marktes nicht berührt sieht.

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