Rupboden
Dorfjubiläum

Rupboden: Jubiläums-Team formiert sich

Im nächsten Jahr feiert Rupboden sein 700-jähriges Bestehen. Bei der Chronik brauchen die Organisatoren aber noch Hilfe. Wer hat alte Bilder und Dokumente?
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Diese Postkarte von 1913 zeigt oben Ortsansicht mit Brauerei und Hofgut im Vordergrund, unten von links das Gasthaus Richter, den Dorfladen und die Schule.ReprosThomas Hüfnerer. Repro: Thomas Hüfner
Diese Postkarte von 1913 zeigt oben Ortsansicht mit Brauerei und Hofgut im Vordergrund, unten von links das Gasthaus Richter, den Dorfladen und die Schule.ReprosThomas Hüfnerer. Repro: Thomas Hüfner
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Runde Geburtstage soll man feiern, dass dachten sich auch die Einwohner im beschaulichen Rupboden, denn im kommenden Jahr wird ihr Dorf stolze 700 Jahre alt. Das Organisationsteam um Thomas Hüfner hat schon lange alle Hände voll zu tun. Immerhin muss so ein Fest geplant, organisiert und auf die Beine gestellt werden. Wöchentliche Treffen gehören mittlerweile zur Routine.

"Da Rupboden eine bewegte Geschichte hat, wird neben dem Fest auch an einer Chronik in Buchform gearbeitet", sagt Chef-Organisator Hüfner. Einiges an Material haben er und sein Team schon aus der Bevölkerung erhalten, jedoch wird alles was interessant sein könnte gesucht. "Wenn also jemand im Besitz von Bildern, Schriftstücken oder Gegenständen ist, die mit Rupboden in Verbindung stehen, möge er sich unter der Telefonnummer 0160/ 4433500 oder via E-Mail: t.huefner@feuerwehr-rupboden.de melden", sagt der Organisator.


Bewegende Jahre

Zu erzählen haben die "Rupbödner" einiges. Der damalige Ortsursprung lag in einem kleinen Hof. Dort, in der Hofstraße, sind auch heute noch Zeugnisse der einige Jahrhunderte andauernden Zugehörigkeit zur Thüngenschen Cent zu sehen.

Bereits im 16. Jahrhundert stand an dieser Stelle eine Mühle, und im Jahr 1890 wurde direkt nebenan eine Brauerei errichtet. Das hatte vor allem mit der entstehenden Eisenbahnverbindung zu tun. Die Strecke brachte Rupboden ab dem Jahr 1891 den wirtschaftlichen Aufschwung.


Blick auf die Homepage

Das Sägewerk Amrhein war über Jahrzehnte der größte Arbeitgeber der Region. Auch die geplante Reichsautobahn "Strecke 46" sollte direkt am beschaulichen Rupboden vorbeiführen. Hinterlassenschaften sind auch heute noch zu sehen. Auf der Homepagekönnen Interessierte bereits einen Einblick in die Historie erhaschen. Zudem wird es im Festzelt eine Ausstellung über die Dorfgeschichte Rupbodens geben
Neben der Chronik entsteht zur Zeit auch ein Film, der pünktlich zum Fest erscheinen soll. Neben den Ausstellungen und diversen Beiträgen aus der damaligen Zeit hat die Brennerei Strebl zudem einen Jubiläums-Likör hergestellt. Dieser kann an den Festtagen käuflich erworben werden. Gleiches gilt für eine Nachbildung des damaligen Brauereikruges der "Rupbodner Brauerei".

Die Verantwortlichen leben aber keineswegs in der Vergangenheit. Um einen Wiedererkennungswert zu schaffen, wurde ein modernes Logo zum Fest entworfen. "Wir feiern ein modernes Fest, also musste auch ein modernes Logo her", sagt Hüfner. Den passenden Fest-Slogan haben die "Rupbödner" auch schon: "Wir feiern Jubiläum - feiert mit".


Das Festprogramm

Vom Samstag, 27. Mai, bis einschließlich Montag, 29. Mai 2017, wird den Gästen einiges geboten. Beim Festauftakt sorgt die "Münchner Zwietracht" für Oktoberfeststimmung. Sonntags beginnt das Jubiläumswochenende mit einem Gottesdienst und anschließenden Grußworten der Ehrengäste. Für die Schirmherrschaft konnte Hüfner die Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär (CSU) gewinnen.

Am Sonntagnachmittag sollen vor allem die Familien auf ihre Kosten kommen. Für die Unterhaltung der kleinen Besucher wird das "kunterbunte Kinderzelt" sorgen. Für Montag ist ein Heimatnachmittag geplant.
Zudem werden die "Rucksackmusikanten" aus Waldfenster sowie die "Weißenbacher Schlosshofmusikanten" für Unterhaltung beim Schlachtschüsselessen sorgen.
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