Bad Brückenau

Private Einblicke in Brückenauer Nachkriegs-Schicksale

Der Abschluss des P-Seminars des Franz-Miltenberger-Gymnasiums zum Thema "Flucht und Vertreibung nach 1945" fand als Nachmittag der Begegnung mit einer Ausstellung statt.
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Um den Befragten und anderen Interessierten das Ergebnis des P-Seminars zu präsentieren, haben die Kollegiaten des Franz-Miltenberger-Gymnasiums eine kleine Ausstellung zusammengestellt. Foto: Franz-Miltenberger-Gymnasium
Um den Befragten und anderen Interessierten das Ergebnis des P-Seminars zu präsentieren, haben die Kollegiaten des Franz-Miltenberger-Gymnasiums eine kleine Ausstellung zusammengestellt. Foto: Franz-Miltenberger-Gymnasium
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Seit September 2013 haben sich zwölf Schüler der Q12 mit dieser Zeit und deren Auswirkungen auf die Schicksale der Menschen, die ihre damalige Heimat verlassen mussten, beschäftigt. Die Gründe, die zur Wahl dieses Seminars geführt haben, sind bei den meisten Schülern ähnlich. Sie sind die Generation, die diese Zeit nur aus dem Geschichtsunterricht kennt. Sie können sich kaum noch vorstellen, wie es den Menschen damals ergangen ist. Deshalb war es der gemeinsame Wunsch, Betroffene kennenzulernen, die über ihre persönlichen Erlebnisse erzählen wollten.

Gruppen- und Einzelgespräche

Dabei hatten sich die Schüler das Ziel gesetzt, die von ihnen gesammelten Informationen von Zeitzeugen auch an andere weiterzugeben. Zu Beginn der Seminarzeit war es die Aufgabe, Zeitzeugen, die zu Befragungen bereit waren, zu finden. Über die Zeitung, durch private Kontakte und das Sudetendeutschen-Treffen in Bad Brückenau konnten sie mit einigen Flüchtlingen beziehungsweise Vertriebenen in Verbindung treten. Diese haben die Kollegiaten zu Gruppen- oder Einzelgesprächen eingeladen, in denen ihnen Fragen zur Flucht beziehungsweise Vertreibung nach 1945 gestellt wurden. Dadurch gab es viele private Einblicke in ihre Schicksale.

Nachdem die Schüler durch all diese Befragungen zahlreiche interessante Informationen gesammelt hatten, war es an der Zeit, diese zu verarbeiten und auszuwerten. Diese Aufgaben wurden in kleinen Gruppen bewältigt und zum persönlichen Themengebiet Plakate mit Diagrammen und Bildern zur Veranschaulichung erstellt. Um den Befragten und anderen Interessierten das Ergebnis des Seminars zu präsentieren, haben die Gymnasiasten mit Hilfe dieser Plakate eine kleine Ausstellung zusammengestellt und zu Kaffee und Kuchen ins Gymnasium eingeladen. Die Rückmeldungen der Besucher waren durchweg positiv, was die Initiatoren sehr gefreut hat.



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