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Oberleichtersbach
Geburtstag

Pfarrer und langjähriger Dekan Gerhard Götz wird 80 Jahre alt

Begegnet man Pfarrer Gerhard Götz, mag man nicht glauben, dass er am Freitag, 11. April, seinen 80. Geburtstag feiert. Er wirkt vital, gutherzig, verschmitzt, väterlich, enorm rüstig. Seine täglichen Spaziergänge bei jeder Witterung halten ihn fit und frisch.
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Sein Alter sieht man ihm nicht an. Pfarrer Gerhard Götz wird am Freitag 80 Jahre alt. Foto: Irene Kirchner
Sein Alter sieht man ihm nicht an. Pfarrer Gerhard Götz wird am Freitag 80 Jahre alt. Foto: Irene Kirchner
Am Palmsonntag richtet die Pfarrgemeinde nach der Eucharistiefeier um 9.30 Uhr in Oberleichtersbach einen Empfang anlässlich Götz' 80. Geburtstages aus.
Pfarrer Gerhard Götz wurde am 11. April 1934 in Cloppenburg/Oldenburg geboren. Schon im zarten Alter von eineinhalb Jahren verstarb dessen Vater 31-jährig. Nach dieser Tragik zog es die Mutter, die aus dem Raum Marktheidenfeld stammte, mit ihrem Kleinkind wieder zurück in die Heimat.

Georgs-Pfadfinder prägen

Götz wurde in Marktheidenfeld eingeschult, besuchte anschließend das Kilianeum in Miltenberg. Als 20-jähriger hatte er das Abitur in der Tasche. Die Mitgliedschaft bei den Georgs-Pfadfindern war für ihn prägend. Das Bedürfnis, den Menschen in allen Lebenssituationen beizustehen, hatte er stets. Es reifte deshalb der Wunsch Priester zu werden, da er in dieser Lebensaufgabe dies am besten verwirklichen konnte. Somit schloss sich ein Theologie- und Kunststudium in Würzburg und München an.
Am 5. März 1961 wurde er von Bischof Josef Stangl im Dom zu Würzburg zum Priester geweiht. Nach Kaplanzeiten in Mömlingen, Lohr am Main, Aschaffenburg und Schweinfurt, trat er 1967 seine erste Pfarrstelle in Fladungen an. Dort gründete er eine der ersten Pfarrverbände in der Diözese Würzburg.
Er war zugleich Pfarrverweser von Brüchs und stellvertretender Dekan von Rhön-Grabfeld. Ab 1975 bekleidete er zusätzlich das Amt des Dekanatsjugendseelsorgers, bis er 1979 nach Arnstein wechselte. Von 1986 bis 1991 leitete er den Pfarrverband Werntal und war ab 1987 zugleich Pfarrer von Büchold. In der Zeit von 1980 bis 1985 war er zudem stellvertretender Dekan und danach noch zehn Jahre lang Dekan des Dekanats Karlstadt.

Viele Ämter

Parallel hatte er von 1981 bis 1985 das Amt des Präses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Landkreis Main Spessart inne. 1991 wurde er neben Arnstein auch zum Pfarrer von Gänheim und Kuratus von Binsbach ernannt und von der Pfarrei Büchold entpflichtet. Bis zu seinem wohlverdienten Ruhestand im Dezember 2004 wirkte er dort. Noch heute bestehen viele Verbindungen zu seinen früheren Wirkungskreisen.
Seinen Ruhestand wollte Pfarrer Götz in Rhön-Nähe verbringen. Deshalb wurden diverse Pfarrhäuser und Objekte in Rhöngemeinden in Augenschein genommen. Das historische Pfarrhaus in Oberleichtersbach gefiel ihm. Es wurden Kontakte zum damaligen Kirchenpfleger Roland Rienecker geknüpft. Rienecker gelang es, Götz zu überzeugen, dass Oberleichtersbach das Richtige für ihn ist. Hierfür gebührt ihm Dank. Für Oberleichtersbach war und bleibt dies ein Glücksfall. Pfarrer Götz wurde sehr herzlich aufgenommen. Die Pfarrgemeinde ist froh, dass seine Entscheidung auf sie fiel. Es war ein gutes Gefühl, wieder Licht im Pfarrhaus zu sehen. Alle wünschen sehr, dass er sich hier wohl fühlt und noch lange hier verweilen wird.

Immer noch seelsorgerisch

Seine herzliche Art und Weise, mit der er den Menschen begegnet, begeistert. Niemand möchte ihn missen. Noch heute zelebriert der Ruhestandspfarrer regelmäßig Eucharistiefeiern in der ganzen Pfarreiengemeinschaft, ist seelsorgerisch tätig und auch für weitere Belange stets ansprechbar. Er befindet sich im Unruhestand. Langeweile ist für ihn kein Thema.
In all den Jahren widmete Pfarrer Götz der Jugendarbeit seine besondere Aufmerksamkeit. Stets hatte er ein offenes Ohr für deren Anliegen. Viele Jahre organisierte und leitete er Bergfreizeiten für die Diözese Würzburg und regelmäßig hat er Reisen in die "Ewige Stadt" Rom und in weitere Länder mit biblischen Stätten wie Israel, Ägypten, Syrien, Griechenland, Jordanien, Baltikum, Frankreich, betreut. Noch heute ist der aktive Jubilar mit Freunden aus Studienzeiten auf Bergwandertouren unterwegs. Der Kilimandscharo, Watzmann, Mont Blanc, das Matterhorn und weitere zählen zu seinen Bergwanderzielen.

Interesse an ferne Länder

In der Schöpfung Gottes war der Naturliebhaber oft unterwegs. Erst am vergangenen Montag ist er mit einer Reisegruppe von einer 14-tägigen Pilgerreise ins Heilige Land, Israel, Jordanien usw., die von ihm organisiert und geleitet wurde, zurückgekehrt. Ferne Länder interessierten ihn schon immer. Gerne hätte er auch in fremdländischen Gegenden als Priester gewirkt. Doch er wollte seine Mutter, die ihn mit ihrer Liebe und Fürsorge stets begleitet hat, nicht zurücklassen.
Neben seinen Reisen widmet sich Pfarrer Götz auch gerne der Kunst mit Schwerpunkt Malerei. Obwohl ihm während seiner offiziellen Amtszeit die Zeit hierfür zu häufig fehlte, tragen viele kunstvolle Werke und Grafiken seine Handschrift. Als er mit der Bitte, ein Altarbild für die Kapelle in Unterleichtersbach zu fertigen, konfrontiert wurde, zögerte er keinen Augenblick. Dieses Kunstgemälde ziert seit 2006 den Altarraum der Kapelle.




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