Zeitlofs
Feuerwehr

Neues Fahrzeug für Zeitlofser Wehr

Bei ihrer Generalversammlung informiert Kommanant Matthias Hauke über das neue Fahrzeug. Außerdem wählten die Zeitlofser Kameraden einen neuen Vorstand.
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Im August vergangenen Jahres probten die Kameraden bei einer Atemschutzübung in Weißenbach den Ernstfall. Foto: Joachim Weichert
Im August vergangenen Jahres probten die Kameraden bei einer Atemschutzübung in Weißenbach den Ernstfall. Foto: Joachim Weichert
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Ich muss ganz ehrlich sagen, mir macht es im Moment sehr viel Spaß in unserer Wehr", begann Kommandant Matthias Hauke die Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Zeitlofs. Knapp 40 Mitglieder waren der Einladung gefolgt, auch Bürgermeister Wilhelm Friedrich (CSU) und Kreisbrandinspektor Marco Brust waren gekommen.

"Ich freue mich auf die Übungen, die immer sehr gut besucht sind. Wir haben wirklich eine zuverlässige und starke Truppe", sagte Hauke weiter. Er betonte, dass es manch größeren Ort im Landkreis gebe, der nur hab so gut ausgerüstet sei wie die Zeitlofser Wehr. Das wäre ohne den großen ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder und der Unterstützung der Gemeinde nicht möglich, schickte er einen großen Dank in die Runde.

Anschließend stellte Hauke das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 vor, das das über 40 Jahre alte Löschfahrzeug ersetzen soll. Dieses steht inzwischen bald mehr in der Werkstatt als im Gerätehaus. Die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs war daher unumgänglich geworden. Durch die enge Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen Gemeinde und Feuerwehr konnte das Projekt zügig voran gebracht werden. Schon in diesem Mai wird das Fahrzeug geliefert. Die Kameraden planen an Pfingsten eine zweitägige Festveranstaltung mit den "Dorf-Rockern" und den "Schlosshofmusikanten", bei der das neue Gefährt offiziell eingeweiht werden soll.

Nachwuchs für die Wehr

Nach mehreren Vorstellungen vor Ort durch verschiedener Hersteller hatte man sich für ein MAN-Fahrgestell und Aufbauten und Ausrüstung der Firma Rosenbauer entscheiden. Das HLF 20 hat einen 1600 Liter Wassertank, einen 200 Liter Schaumtank mit einer automatischen Zumischanlage, eine Ausstattung für den Schnellangriff und eine Heckhaspel, die Innen- und Geräteraum und Fahrzeugumfeldbeleuchtung ist mit energiesparender LED-Technik ausgerüstet, es besitzt einen eingebauten LED-Lichtmast und eine am Heck montierte Verkehrswarneinrichtung.

Auch bei der Zeitlofser Wehr sind der demographische Wandel, der Geburtenrückgang und die sinkenden Einwohnerzahlen deutlich zu spüren. Deshalb hat die Feuerwehr im Jahr 2011 ein Angebot für Kinder ins Leben gerufen. Etwa 40 Kinder aus Zeitlofs, Rupboden, Eckarts, Roßbach, Weißenbach und aus Detter kommen regelmäßig zu verschiedenen Aktionen, die Jugendwart Markus Ullrich und seine Mitstreiter anbieten.

So gab es einen Ersthelfer-Grundlagenkurs, die Kinder lernten, wie man Gefahren erkennen kann und einen Notruf absetzt. Sie besuchten das Atemschutzzentrum in Oberthulba, es gab eine Abenteuerwanderung in Rupboden. Das Highlight des Jahres war ein Zeltlager am Rupbodener Sportplatz. "Wir müssen den Kindern was bieten, damit der größte Teil von ihnen später mal aktiv Feuerwehrdienst leistet" sagte Hauke. "Wenn wir diese Chance verpassen, dann sehe ich für die Zukunft schwarz!" Erste Erfolge gibt es schon: Im laufenden Jahr können bereits die ersten Kinder in die Jugendfeuerwehr aufgenommen werden.

Neuer Vorstand gewählt

Da die Amtszeit des amtierenden Vorstandes abgelaufen war, musste neu gewählt werden. Vom bisherigen Vorstand wollten einige aus persönlichen Gründen nicht wieder kandidieren, also mussten neue Kandidaten gefunden werden. Hendrik Kenner, Sohn von Kreisbrandmeister Wolfgang Kenner und Notfallseelsorgerin Ilona Kenner, die beide schon seit vielen Jahren in der Feuerwehr aktiv sind, erklärte sich bereit, den Posten des 1. Vorsitzenden zu übernehmen. Zum 2. Vorsitzenden wurde Harald Hauke, der früher bereits Kommandant war, gewählt. Als 3. Vorsitzender kam Volker Schmidt dazu.

Kassenwart Alexander Spahn schloss das Jahr mit einem positiven Ergebnis ab. Holger Hereth, bisher 1. Vorstand, bedankte sich bei allen Spendern. Kreisbrandinspektor Marco Brust schloss sich an und lobte den Einsatz der Kameraden.

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