Bad Brückenau

Neue Pflegeabteilung: Der Bagger rückt am Kurstift an

Künftig werden mehr Pflegeplätze angeboten. Der Aushub und die Vorarbeiten zur Verlegung der Feuerlöschringleitung haben bereits begonnen.
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Der Bau einer neuen Pflegeabteilung am Kurstift hat kürzlich begonnen. Bereits jetzt hebt der Bagger das Erdreich aus. Straße und Feuerlöschringleitung werden neu verlegt. Foto: Ursula Lippold
Der Bau einer neuen Pflegeabteilung am Kurstift hat kürzlich begonnen. Bereits jetzt hebt der Bagger das Erdreich aus. Straße und Feuerlöschringleitung werden neu verlegt. Foto: Ursula Lippold
Da die Baupläne für die neue Pflegeabteilung im Kurstift aus Kostengründen umgearbeitet werden mussten, konnte die Baumaßnahme nicht, wie ursprünglich geplant, im Frühjahr starten. Jetzt herrscht in der Außenanlage des Seniorenstiftes reges Treiben, dem mancher Bewohner interessiert vom Balkon zuschaut.

Bagger und Laster sind damit beschäftigt, den Mutterboden abzutragen und auf der anderen Seite des Kurstiftes zwischenzulagern. Wenn der Neubau mit 16 Einzelzimmern steht, werde ein Teil für die gärtnerische Gestaltung zurückgeholt, erklärte Architekt Bernd Heinrich. Dabei betont er den ökologischen Gedanken und verweist auf die eingezäunte Magnolie, die stehen bleiben soll. "Wir wollen so wenig wie möglich fortbringen."

Insgesamt falle ein Aushub von über 10.000 Kubikmetern an. Ein guter Teil davon werde für die Terrassierung genutzt. Hier könnte laut Vorstandsvorsitzendem Walter Rundler ein Begegnungszentrum entstehen, wo die Bewohner des Kurstiftes Schach und Boccia spielen, vielleicht auch an Sportgeräten wie Bein- und Rückentrainern ihre Fitness stärken können.

Neue Feuerlöschringleitung

Rund sechs Wochen hat der Architekt für diese Aushubarbeiten eingeplant. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Derzeit laufen auch die Vorarbeiten für die Verlegung der Feuerlöschringleitung. Die Straße hinter dem Kurstift wird verlegt, so dass auch die Ringleitung komplett neu angelegt werde, so Heinrich. Sie sei alt und aus Grauguss und weise entsprechende Verschleißerscheinungen auf.

Sowohl den Kostenrahmen von vier Millionen Euro als auch den Zeitrahmen von anderthalb Jahren einhalten zu können, ist Architekt Heinrich zuversichtlich.Sobald der Neubau der Pflegestation steht, soll auf dem Dach eine Solarthermie-Anlage installiert werden. Mit der gewonnenen Energie soll die Fußbodenheizung unterstützt werden, erläuterte Geschäftsführer Karl Jünemann. Das wäre dann die vierte Solaranlage am Haus.

Die erste entstand im Jahre 2001 an der Südwand mit einer Leistungsfähigkeit von 40 kW. Diese Energie werde voll ins Netz der Brückenauer Stadtwerke eingespeist, so Jünemann. Die zweite Anlage, Solarthermie, wurde vor drei Jahren gebaut. Sie sorgt für warmes Wasser im Kurstift, von der Küche bis zum Schwimmbad. Die dritte Anlage ging vor vier Wochen in Betrieb. Sie wurde auf den Garagendächern installiert und dient ebenfalls komplett dem Eigenbedarf.

Das alles helfe nicht nur zu sparen, sondern auch die Umwelt zu schonen, sind sich Vorstandsvorsitzender Rundler, Architekt Heinrich und Geschäftsführer Jünemann einig. Inzwischen seien die Herstellungskosten für Solaranlagen um etwa ein Drittel günstiger als noch vor sechs Jahren.

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