Volkersberg
Nachhaltigkeit

Neue Hackschnitzelheizung auf dem Volkersberg

Beim Tag der offenen Tür wird die neue Hackschnitzelheizung auf dem Volkersberg eingeweiht. Aber auch sonst ist vieles geboten.
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Auf dem Volkersberg - auch nicht im Hochseilgarten - wird keiner hängen gelassen.  Foto: Stephanie Elm
Auf dem Volkersberg - auch nicht im Hochseilgarten - wird keiner hängen gelassen. Foto: Stephanie Elm
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Die Jugendbildungsstätte und das Lernwerk auf dem Volkersberg haben eine neue Energiequelle. Eingerahmt in einen Tag der offenen Tür weihte der "kleine Kreuzberg" seine Hackschnitzelheizung ein. Nachdem vor drei Jahren einer der Erdgaskessel ausgefallen war, mussten und wollten das Haus Volkersberg und Klaus Hofmann, Leiter der Jugendbildungsstätte, "grundsätzlich nachdenken, wie es weitergehen soll". Zusammen mit der Diözese Würzburg fiel die Entscheidung zugunsten der 660 000 Euro teuren Hackschnitzelanlage. Die Diözese übernahm die Kosten für die Wärmeverteilung, Steuerung und Pumpen. Bereits in den letzten drei Jahren waren nach Klaus Hofmann eine Million Euro von der Diözese auf den Volkersberg "geflossen". So sind nun nicht nur die Dächer dicht, auch die Glaskuppeln sind nach neuesten Standards feuerfest. Das sei "kein Pappenstiel", zeige aber: "Der Volkersberg hat Zukunft." Auch am Wochenende waren alle 160 Betten belegt, und die Rekordübernachtungszahlen aus 2012 werden voraussichtlich auch dieses Jahr erreicht werden. "Das Haus und die Arbeit wird angenommen", freute sich Hofmann.

Überwiegender Wärmeanteil

Günter Schneider von den Stadtwerken sieht in der Hack-schnitzelheizung "ein sichtbares Zeichen der regionalen Partnerschaft". Waren die Stadtwerke bisher Energielieferant, haben sie nun dem Volkersberg eine eigene Heizzentrale gebaut. Helfrich-Ingenieure aus Bad Kissingen und das Architekturbüro Richter aus Bad Brückenau sowie weitere regionale Firmen arbeiteten zusammen an der regenerativen Energiequelle. Unabhängiger und Kohlendioxyd-neutral könne der Volkersberg nun heizen und habe mit dem Bau die heimische Wirtschaft gefördert.

Die Anlage liefert nun den überwiegenden Wärmeanteil, nur für Notfälle und Spitzenlasten ist ein Gaskessel noch nötig. Für Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) liefert der Volkersberg "immer wieder Vorzeigemodelle". Pfarrer Michael Krammer segnete die neue Hackschnitzelheizung. Man müsse "der Verantwortung für den Erhalt der Schöpfung Rechnung tragen".

Nachhaltigkeit und eine Jugendbildungsstätte - für Günter Schneider "schreit das eigentlich danach, ins Programm eingebunden zu werden". Lernwerk und Jugendbildungsstätte haben den Nachhaltigkeitsgedanken bereits in ihr System übernommen. Eine computergebundene Heizungssteuerung sorgt dafür, dass nur im System belegte Zimmer beheizt werden, erläuterte Martina Reinwald, Leiterin der Katholischen Landvolkshochschule.

Einblicke in Angebote

Bei einem Rundgang bekamen die Besucher einen Einblick in den Aufbau der Häuser, den Leitgedanken sowie die vielfältigen Angebote. Schnuppern konnten Interessierte in einen Sinnesparcour, ein Rhetorik-Seminar und einen Facebook-Kurs. "Bildung verleiht Flüe." steht im Eingangsbereich des Hauses Volkersberg und das sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemäß Nikolaus von Flüe erfahren. Zirkus "Schnipp" und der Hochseilgarten tragen mit ihrer Teambildungsarbeit dazu bei.




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