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Wildflecken
Gemeinderat

Kernzonen wieder Thema in Wildflecken

Eigentlich ist das Thema Kernzonen längst durch, doch beim jüngsten Treffen des Gemeinderates Wildflecken gab es doch noch Redebedarf. Grund war eine Antwort der Regierung von Unterfranken.
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Die Idee von Kernzonen ist es, einzelne Gebiete im Biosphärenreservat Rhön komplett der Natur zu überlassen. Foto: Sebastian Schmitt-Mathea
Die Idee von Kernzonen ist es, einzelne Gebiete im Biosphärenreservat Rhön komplett der Natur zu überlassen. Foto: Sebastian Schmitt-Mathea
Der Markt hatte noch im vergangenen Jahr erneut in einer Stellungnahme auf die Situation in Wildflecken hingewiesen. Darin hatte die Gemeinde das Konzept grundsätzlich abgelehnt.

Die Regierung verwies darauf, dass rund um die Gemeinde bereits große Flächen aus dem ursprünglich geplanten Naturschutzgebiet herausgenommen worden sind. Für den Zeltplatz in Oberwildflecken und die Rhönklub-Hütte Oberbach seien beispielsweise Lösungen gefunden worden. Weiter wolle die Regierung nicht auf die Gemeinde zugehen. "Alles nichts Neues, aber zumindest haben sie unseren Standpunkt zur Kenntnis genommen", sagte Bürgermeister Alfred Schrenk (SPD) im Gemeinderat. Gegenüber der Saale-Zeitung machte er klar: "Ich muss diese Entscheidung akzeptieren".

Illek kritisiert Ilek

Des Weiteren informierte Schrenk das Gremium über das integrierte ländliche Entwicklungskonzept aus der Bad Brückenauer Rhönallianz (Ilek). Von der Marktgemeinde Wildflecken wurde die Sanierung "Haus des Gastes" in Oberbach in das zukunftsweisende Konzept aufgenommen. Weitere Projektvorschläge betreffen die Neugestaltung des Parkplatzes am "Haus der Schwarzen Berge" und die Veranstaltung eines Gemeinde-Festes rund um das Thema Elvis Presley.

Wolfgang Illek (CSU) indes vermisste im Konzept eine detaillierte Projektbeschreibung zum Thema Radweg entlang der verwaisten Bahnlinie. "Ich hätte mir eine eindeutige Stellungnahme gewünscht", führte er aus. "Das hätte man doch mal nutzen können, um zu zeigen, dass die betroffenen Gemeinden an einem Strang ziehen. Das wäre eine echte Chance gewesen." Noch nicht entschieden ist, ob die Rhönallianz in die Gründung eines eigenen Vereins mündet. "Die Schwierigkeit wird wohl darin bestehen, alle Gemeinden zu einem gemeinsamen Handeln zu bewegen", sagte Schrenk. Da werde es sicher auch an der ein oder andere Stelle Differenzen geben.

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