Bad Brückenau
Konzertfahrt

In der Hauptstadt dabei sein

Eine Gruppe des Freundes- kreises des BKO war wieder beim Charity- Konzert des Orchesters in Berlin dabei und erlebte zwei ereignisreiche Tage.
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Im Lichthof der Senatsverwaltung besichtigten die Brückenauer das Berliner Stadtmodell. Foto: Matthias Hopp
Im Lichthof der Senatsverwaltung besichtigten die Brückenauer das Berliner Stadtmodell. Foto: Matthias Hopp
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Bad Brückenau/BerlinSie können erzählen von einem Klassik-Vergnügen in der Philharmonie Berlin, die Mitglieder des Freundeskreises für das Bayer. Kammerorchester Bad Brückenau, von einem wunderbaren Charity-Konzert des Bad Brückenauer Orchesters zu Gunsten der Siftung Gute Tat"Heute ein Engel". Musikerinnen und Musiker des Kammerorchesters unter der Leitung von Johannes Moesus und Solisten spielten miteinander. Alle auf der Bühne waren sozusagen "Heute die Engel", denn sie spielten und sangen ohne Gage. Die Initiative "Heute ein Engel" soll dazu beitragen, dass ein breitgefächertes Angebot an sozialen Kurzzeitprojekten ermöglicht wird (www.gute-tat.de).


Prominente Solisten

Mit dem Staats- und Domchor Berlin (Leitung Kai-Uwe Jirka) begann ein berührender und erfüllter Konzertabend. Zusammen mit dem Orchester aus Bad Brückenau spielten die Flötistin Dorothee Oberlinger, der Pianist William Youn, die Geigerin, Nemanja Radulovic, der Bratscher Nils Mönkemeyer, der Trompeter Tamás Pálfalvi, und Pietro di Bianco glänzte als Bassbariton. Mit kräftigem Applaus würdigte das Publikum die hervorragenden Vorträge der Sänger und Instrumentalisten.

Holger Wemhoff, Chefmoderator von Klassik Radio, führte durch das Programm. Zu allen Künstlern hatte er aktuelle Informationen, und die Gespräche auf der Bühne zu Lebenslauf und Engagement gefielen dem Publikum. Am Ende äußerte Holger Wemhoff seine Freude über die erneute Bereitschaft des BKO, am Charitykonzert mitzuwirken. Organisatorin Ines Brüggemann dankte den Solisten, dem Orchestern und Johannes Moesus für die vielen konstruktiven Ratschläge in der Vorbereitung und den Einsatz aller bei den zwei arbeitsintensiven Probentagen, bei denen sich das Orchester mit den Solisten einspielte.


2017 gibt's ein Wiedersehen

Einige von ihnen haben bereits mit dem Brückenauer Orchester zusammengearbeitet, andere werden 2017 als Solisten mit dem BKO in Bad Brückenau zu hören sein. Am Ende gab es auch einen Extra-Dank von den Organisatoren an die Freundeskreismitglieder im Publikum, die zusammen mit dem Orchester dieses Projekt der "Guten Tat" schon zum zweiten Mal unterstützen.

Zusammen mit den Musikern aus Bad Brückenau fuhr der Bus zum Hotel. In einer Tapas-Bar wurde gemeinsam gefeiert. "Hier konnte man spüren, dass die Mitglieder des Freundeskreises zusammenstehen, gemeinsam Kultur genießen und Spaß haben können, die Musiker das auch schätzen und wir alle zusammengehören - wie echte Freunde eben", nennt es Dr. Karin Ott, Mitglied des Vorstands.

"Ein ganz besonderes Erlebnis in der Vorweihnachtszeit" war diese Reise, und viele freuen sich schon jetzt auf die nächste gemeinsame Fahrt zum Gastspiel "ihres" BKO, dann zu den Nymphenburger Schlosskonzerten im Juli 2017 in München."


Umfangreiche Stadtrundfahrt

Höhepunkt des Rahmenprogramms war eine Stadtführung mit Matthias Hopp, der bereits 2014 die Freundeskreismitglieder bei ihrem Besuch im Kanzleramt mit seinem Wissen begeistert hatte. Bei einer Bustour durch die Stadt zeigte Matthias Hopp an einzelnen Beispielen deren vielfältige und an allen Ecken erlebbare städtebauliche Entwicklung. Die Stadtmodelle im Lichthof des Informationszentrums der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt fanden großes Interesse bei den Reisenden aus Bad Brückenau. Hier werden Modelle und aktuelle Projekte zur Stadtentwicklung präsentiert. Das Stadtmodell zeigt die Berliner Innenstadt von der historischen Mitte bis zur City West. Kiez für Kiez wurden den Teilnehmern die Eigenheiten der Bezirke erklärt, gewürzt mit Berliner Anekdoten und hauptstädtischer Sichtweise politischer Umstände.


Erinnerungen an früher

Bei einigen der Mitreisenden, die früher in Berlin lebten, kamen Erinnerungen auf beim Bummel durch die Marheineke Markthalle im Bergmannkiez oder bei Betrachtung der Spuren der Berliner Mauer. "In dieser Markthalle habe ich früher immer Gemüse gekauft, und kaputte Obstkisten haben wir erbettelt, um sie zuhause verheizen zu können."


Rundgang für Unermüdliche

Nachmittags schloss sich für einen kleineren Kreis der Unermüdlichen ein Rundgang mit Matthias Hopp durch die Spandauer Vorstadt an mit ihrer jüdischen Prägung, den malerischen Innenhöfen, auch hier stets gespickt mit vielen Informationen zur Entwicklung des Kiezes. Clärchens Ballhaus konnte durch die detaillierten Schilderungen genauso "erlebt" werden wie die Hackeschen Höfe, in denen das Berliner Credo "Wohnen, Arbeiten und Kultur auf engstem Raum" sichtbar wird, das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt oder die jüdische Synagoge.

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