Klosterkreuzberg

Heiliger und Imker auf dem Kreuzberg Mittelpunkt

Erstmals fand ein Gottesdienst zum Gedenken an den Heiligen Ambrosius auf dem Kreuzberg statt. Alte und moderne Imkergeräte waren vor dem Altar aufgebaut. Der Pfarrer weist in der Predigt auch auf den Fleiß und die Ausdauer hin.
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Der Imker-Kreisverband Rhön-Grabfeld veranstaltete den ersten Ambrosius-Gottesdienst in der Klosterkirche am Kreuzberg (von links): Hubert Arnold, Frank Wehner (stellvertretender Vorsitzender), Annette Seehaus-Arnold (Kreisvorsitzende), Pfarrer i. R. Bernold Rauch und Reinhold Arrighy. Die Fahne stellte der Imkerverein Münnerstadt und zeigt den Heiligen Ambrosius.  Foto: Marion Eckert
Der Imker-Kreisverband Rhön-Grabfeld veranstaltete den ersten Ambrosius-Gottesdienst in der Klosterkirche am Kreuzberg (von links): Hubert Arnold, Frank Wehner (stellvertretender Vorsitzender), Annette Seehaus-Arnold (Kreisvorsitzende), Pfarrer i. R. Bernold Rauch und Reinhold Arrighy. Die Fahne stellte der Imkerverein Münnerstadt und zeigt den Heiligen Ambrosius. Foto: Marion Eckert
Die Imker und der Heilige Ambrosius - seit jeher haben sie eine enge Verbindung, erzählt doch die Legende, dass der große Kirchenvater als Kind von Bienen mit Honig genährt wurde. Der Heilige Ambrosius von Mailand ist der Schutzpatron der Imker, Wachszieher und Lebkuchenbäcker. Sein Gedenktag ist der 7. Dezember. Der Kreisverband der Imker lud am Samstag zum ersten Ambrosius-Gottesdienst in die Klosterkirche auf den Kreuzberg ein.
Der ehemalige Dekan und Stadtpfarrer von Bad Neustadt, heute Pfarrer i. R. Bernold Rauch, war zum Kreuzberg gekommen, um mit den Imkern den Gottesdienst zu feiern. Dass die Imker Gottesdienst und geselliges Beisammensein auf dem Kreuzberg in Einklang bringen, freute Pfarrer Rauch.


Gott für die Honigernte danken

Alte und moderne Imkergeräte waren vor dem Altar aufgebaut, unter anderem auch ein alter Bienenkorb und eine Figur des Heiligen Ambrosius. Hubert Arnold und Reinhold Arrighy standen in alter Tracht der Zeitler als Ministranten am Altar. Der Gottesdienst sei auch eine gute Gelegenheit, Gott für die Honigernte des Jahres zu danken, machte Pfarrer Rauch aufmerksam. Ebenso wurde der verstorbenen Imkerkollegen gedacht. Pfarrer Rauch, der in Rödelmaier lebt, berichtete vom Deckengemälde der dortigen Kirche, das unter anderem den Kirchenvater Bischof Ambrosius im prächtigen Ornat zeigt.


Ambrosius ein Imker?

Neben ihm ein Bienenkorb und Bienen, die ihn umschwirren, in Anlehnung an die Kindheitslegende. Ob Ambrosius Imker gewesen sei, dass lasse sich heute nicht mehr herausfinden. Als 374 eine Bischofswahl anstand, ging der beliebte und geachtete Präfekt in die Basilika, wo die Wahl stattfinden sollte, um einen wahrscheinlichen Aufruhr zu verhindern.


Noch nicht getauft

Seine Ansprache wurde der Überlieferung nach durch den Zwischenruf eines Kindes "Amprosius episcopus"! (Ambrosius soll Bischof werden) unterbrochen, woraufhin er einstimmig zum Bischof gewählt wurde. Die Überlieferung berichtet, dass er sich gegen die Wahl gewehrt habe, war er doch noch überhaupt nicht getauft, sondern erst ein Katechumene, in der Vorbereitung auf die Taufe. Der Legende nach habe sich dem späteren Kirchenmann, als er noch ein Kind war, ein Bienenschwarm auf seinem Gesicht niedergelassen. Die Bienen seien gar in den Mund des Kindes gekrochen und hätten es mit Honig genährt. All dies wurde als ein Zeichen Gottes und ein Hinweis auf die große Zukunft des Kindes gedeutet, erklärte Pfarrer Rauch.
Die Bienen seien Inbegriff des Fleißes und der Honig als ein Bild für das Wort Gottes, das den Menschen nähren soll.


Fleiß und Ausdauer

Mit Fleiß und Ausdauer habe sich Ambrosius seiner Aufgabe als Bischof gewidmet, habe die Heilige Schrift, die Kirchenväter des Westens und des Ostens studiert, er sei ein überzeugter und überzeugender Verkündiger des Glaubens gewesen. "Der Bischof Ambrosius hatte die Gabe des Wortes. Seine Worte waren wie wohlschmeckender und nährender Honig."


Wertvolle und wichtige Arbeit

Den Imkern des Kreisverbandes gab er seinen Dank mit auf den Weg für ihre wertvolle und wichtige Arbeit, in der die Liebe zur Schöpfung zum Ausdruck komme, verbunden mit Wünschen für guten Ertrag und Erfüllung in der Arbeit. "Sie leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Natur und schenken uns wertvollen Honig. Und schließlich können wir alle vom Fleiß der Bienen und ihrer Ordnung lernen."
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