Wildflecken
Kommunalwahl

Gerd Kleinhenz siegt in Wildflecken

Wildflecken hat einen neuen Bürgermeister. Gerd Kleinhenz aus Oberbach wird in den kommenden sechs Jahren die Geschicke des Marktes lenken. Sein Herausforderer Wolfgang Illek gehörte zu den ersten Gratulanten.
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Ein Händedruck unter Herausforderern: Wolfgang Illek und seine Frau gratulieren dem neuen Bürgermeister Gerd Kleinhenz. Foto: Ulrike Müller
Ein Händedruck unter Herausforderern: Wolfgang Illek und seine Frau gratulieren dem neuen Bürgermeister Gerd Kleinhenz. Foto: Ulrike Müller
Es bleibt spannend bis zur letzten Sekunde. 18.03 Uhr, die Wahllokale schließen, da stehen ein paar Leute vor der Pizzeria To Go. Schulterzucken. "Es ist alles offen." Im Rathaus zählen die Wahlhelfer fieberhaft die Stimmen aus. "Die Wahlbeteiligung liegt bei 69,2 Prozent", weiß Wahlleiter Dieter Feller schon jetzt. 18.20 Uhr. Musiker aus Wildflecken und Oberbach stellen sich vor dem Rathaus auf. 18.35 Uhr. Auf den Tischen der Wahlhelfer kehrt Ordnung ein. "241, 196, ich hab elf" - Zahlen fliegen nur so hin und her.

Im Erdgeschoss sitzen Heike Kettemer und Martina Kimmel und stellen die ersten Ergebnisse online. Um 18.45 Uhr ist die Briefwahl der Wildfleckener ausgezählt. Nun fehlen nur noch die Ortsteile. "Furchtbar spannend", sagt Kettemer und tippt das nächste Ergebnis ein. 18.47 Uhr. "Es wird Kleinhenz", stellt Feller fest. Doch noch ist das Ergebnis nicht amtlich.

Die Ahnung vom Sieg

"Es wird der Gerd". Rudolf Müller, Dirigent der Blaskapelle Oberbach, ist sich sicher. Neben ihm steht Frank Lohmüller. Die linke Hand hält die Klarinette, die rechte das Smartphone. "Noch nichts", sagt er. "Es wird auf jeden Fall 'ne knappe Geschichte." Ganz hinten steht Wolfgang Illek (CSU) mit seiner Frau und den beiden Kindern. Dreimal ist er heute mit dem Hund gegangen, "um die Zeit zu überbrücken". Von Gerd Kleinhenz (PWW) keine Spur.

Um Schlag 19 Uhr tritt Dieter Feller vor die Bürger. "Gerd Kleinhenz hat mit 953 Stimmen gewonnen", verkündet er. Stille. Dann Applaus. Aufrecht und mit erhobenen Kopf hört Illek das Ergebnis. "Der Wähler hat entschieden und fertig", sagt der Mann, der einen fairen Wahlkampf hingelegt hat. Die Enttäuschung ist spürbar. Vor sechs Jahren hatte Illek bereits eine Niederlage einstecken müssen.

Emotionen und Dank

Dann kommt der Mann, der ebenfalls einen fairen Wahlkampf hingelegt hat, und auf den hier alle warten. Vereint spielen beide Kapellen das Frankenlied. Gerd Kleinhenz dankt seinem Konkurrenten und nimmt seine Frau in den Arm. "Ich bin jetzt auch ein bisschen gerührt", sagt er. Dann greift Dirigent Ralf Gundelach wieder zum Taktstock und der Musikzug Wildflecken spielt auf.

Am Rand steht Rudolf Müller und schunkelt mit. Da haben sie ihren Präsidenten, die Oberbacher. Er hatte es ja gewusst.


Und so hat Wildflecken gewählt:

Von 2431 Wahlberechtigten gaben 1647 ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag somit bei 67,75 Prozent. Gerd Kleinhenz von den Parteifreien Wählern Wildflecken (PWW) siegte mit 58,39 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Wolfgang Illek (CSU) unterlag mit 41,61 Prozent.






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