Bad Brückenau
Konzert

Fünffache Rhöner Klänge in Bad Brückenau

Beim "Rhöner Musikantentreffen" im Staatsbad präsentieren fünf Gruppen vor ausverkauftem Haus ihre vielfältige Musik. Am Ende steht ein großes Finale aller Musiker.
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Am Ende eines genussvollen Klangabends kamen alle auf die Bühne, und ein ausgelassener "Schlussgesang" begann. Fotos: Brigitta Kempe-Wolf
Am Ende eines genussvollen Klangabends kamen alle auf die Bühne, und ein ausgelassener "Schlussgesang" begann. Fotos: Brigitta Kempe-Wolf
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Zu einem "Wirtshaus" wurde die Wandelhalle im Staatsbad am Ostersonntag für das "Rhöner Musikantentreffen". Ausverkauftes Haus und viele spontane Besucher freuten sich über die vielfältige Musik der fünf verschiedene Gruppen. Gemütlich waren sogar die Festzeltgarnituren mit Polstern und Hussen, dazu alles festlich geschmückt.

Priska Kolbeck und Gerhard Vieres moderierten den Abend und stellten die Musikgruppen vor, wobei dann die Aktiven so manche Anekdote und Geschichte seit der Gründerzeit zum Besten gaben.

Mit den "Alphornbläsern Schwarze Berge" startete der Abend, und die wundervollen Klänge dieses Instrumentes waren auch bis zum Ende des langen Gebäudes zu hören. Priska Kolbeck ist Ansprechpartnerin dieser Gruppe und musiziert zusammen mit sieben Männern. "Wir, die Alphornbläser der Schwarzen Berge, haben diese Musik von den Gipfeln der Schweizer Berge in die Rhön geholt", sagte sie zur Begrüßung.

Die "Akustik Combo Erdgeschoss" kommt aus Sinntal-Altengronau, und auch hier ist Priska Kolberg aktiv dabei mit dem Kontrabass. "Es ist ganz toll, dass ich da mitspielen darf, sogar im Dirndl", freute sie sich, denn sie selbst ist die Schneiderin ihrer Rhöner Dirndl. Akkordeon, Gitarre, Fiddel, Saxophon, Waschbrett und Drums sind die Instrumente - und dazu Sängerin Annie. Die Musik war anders als die "Rhöner Melodien", fügte sich aber gut in den Abend ein.

Die "Hoibüche Muisig" gibt es seit 1993 und fand ihren Anfang beim Hutbuchenfest in Frauenroth. Mit zwei Klarinetten, Akkordeon, Kontrabass und Gitarre erfreuten die drei Damen und zwei Herren an diesem Abend im Staatsbad. "Mir singe wos für und ihr sengt einfach mit", war die Einladung. Und es ging los mit dem Lied über die Paprika, die in Afrika drei Meter hoch wächst. Mit Hackbrett, Zither, Gitarre und Gesang stellte die "Stubenmusik Geisa" aus der thüringischen Rhön ihr Liedgut vor - etwas leiser, die Töne aber mit wunderschönem Klang, wie die "Stubenmusik" eben ist.

Rockige Rucksackmusikanten

Und dann rockte die Halle, als die "Rhöner Rucksackmusikanten" mit ihrer handgemachten Musik loslegten. Wir sind "Ableger der Bergmusikanten aus Waldfenster", stellte einer sich vor, und auch die beiden ersten Lieder mit der Erklärung: "die Texte sind vom Berthold und seine Fraa, denn die sin ziemlich musikalisch."
Mit je zwei Musikstücken in drei Durchgängen bewiesen die Musikgruppen ihr Können und wurden mit reichlich Applaus belohnt. Am Ende eines genussvollen Klangabends kamen alle zusammen auf die Bühne und ein ausgelassener "Schlussgesang" begann, wobei alle Besucher zum Mitsingen eingeladen waren , und sehr viele dies auch taten. Die Spielorte waren auf der großen Bühne der Wandelhalle ganz vorne und an zwei kleineren Bühnen seitlich. Dort im direkten Umfeld waren die "leisen Musikstücke" gut zu genießen, doch durch die bauliche Gegebenheit der langen Wandelhalle war leider "der Empfang" auf den Bankplätzen etwas eingeschränkt.

"Ein wirklich schöner Abend"

Dadurch entstand so manche Unterhaltung, und diese wiederum war dann eher ein Störfaktor. Aber es war "ein wirklich schöner Abend", war von vielen Besuchern zu hören.

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