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Bad Brückenau
Schulprogramm

Eltern verköstigen Brückenauer Grundschüler mit Gesundem

Mütter oder Väter schneiden für neun Grundschulklassen insgesamt 20 große Schüsseln mit Äpfeln, Birnen, Kiwis, Salatgurken und Paprika in handliche Stücke.
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Die Tabletts für die Schulklassen füllen sich. Foto: Regina Rinke
Die Tabletts für die Schulklassen füllen sich. Foto: Regina Rinke
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Kein Laut ist aus der schmucken Schulküche der Grundschule Bad Brückenau zu vernehmen, dennoch schnippeln und schneiden mit voller Konzentration drei Frauen und ein Mann eifrig am soeben vom Schulobstlieferant Porzelt gebrachten Obst und Gemüse.

"Wir müssen uns voll konzentrieren, denn die Messer sind sehr scharf", sagt der Elternbeiratsvorsitzende Wolfgang Weller.

Schulfrucht-Programm

Seit Januar 2014 ist das vom bayerischen Staat und von der EU mit je 50 Prozent geförderte Schulfrucht-Programm an bayerischen Schulen möglich. Kenntnis davon hatten die Brückenauer Eltern durch Barbara Jäger, der Mutter des halbseitig gelähmten Maximilian Jäger, erhalten. Deren Sohn war übrigens in Sotchi bei den Paralympics dabei.

Sehr gut angenommen

Seit Anfang des Jahres treffen sich nun jeden Montag um 8.30 Uhr vier Mütter oder Väter - auch Großmütter können sich einbringen - und schneiden für neun Grundschulklassen insgesamt 20 große Schüsseln mit Äpfeln, Birnen, Kiwis, Salatgurken und Paprika in handliche Stücke. Ziel dieses Programms ist, die Kinder an den Verzehr von frischem Obst und Gemüse heranzuführen.

Kurz vor der großen Pause kommen die Klassensprecher der einzelnen Klassen in die Küche, holen sich ihre hygienisch gut verschlossenen Schüsseln ab und eilen mit strahlenden Gesichtern zurück in die Klassenräume.

Verständigung über E-Mail

Die Eltern, die sich ehrenamtlich zum Schnippeln zur Verfügung stellen wollen, werden von den Klassen-Elternsprechern angefragt, wann sie zur Verfügung stehen könnten. Es geht reihum und klappt vorzüglich. An diesem Montag waren außer Wolfgang Weller, dessen zwei Kinder die Grundschule besuchen, drei Frauen anwesend, darunter zwei mit Migrationshintergrund.

Anna Wichary kam vor acht Jahren aus Königshütte in Polen. "Ich habe einen Sohn hier in der Schule und helfe sehr gerne, denn es macht auch Spaß." Die Frauen haben Apfelschneider von daheim mitgebracht, damit alles schneller geht.

Petra Wiesner-Molitor steht als Selbstständige im täglichen Arbeitsprozess, kann sich diese freie Zeit für den Einsatz daher leicht nehmen. "Ich freue mich, hier für die Kinder etwas tun zu können", sagt diese junge Mutter.

Schulhof-Gestaltung

"Unser Elternbeirat arbeitet sehr zur Zufriedenheit aller", bestätigt Wolfgang Weller. Der Umsetzung dieses Schulfruchtprogramms ist sofort zugestimmt worden, ebenso wie der Spenden-Aktion für Spielgeräte auf dem Pausenhof. Der gesamte Pausenhof soll noch in diesem Schuljahr umgestaltet und mit vielerlei Spiel- und Sportgeräten ausgestattet werden. "Kinder brauchen außer frischem Obst und Gemüse auch viel Bewegung", sagt Wolfgang Weller.

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