Oberleichtersbach
Fest

Eine lange Liste an Oberleichtersbacher Kuriositäten

Viele Oberleichtersbacher Kuriositäten gab Michael Rienecker bei seinem Kirmesspruch zum Besten.
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Michael Rienecker (rechts) trug in seinem Kirmesspruch manch' illustres Ereignis aus dem Oberleichtersbacher Geschehen vor, wohlbeschirmt von seinem Assistenten.Foto: Wolfgang Saam
Michael Rienecker (rechts) trug in seinem Kirmesspruch manch' illustres Ereignis aus dem Oberleichtersbacher Geschehen vor, wohlbeschirmt von seinem Assistenten.Foto: Wolfgang Saam
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Mit dem Aufstecken des Kirmesstraußes und dem Kirmesspruch erreichte das Festgeschehen in Oberleichtersbach seinen Höhepunkt.

Michael Rienecker stieg mit dem Kirmesstrauß die Leiter zum Vordach des Rhönhofs hinauf und steckte ihn auf. Unterstützt wurde er dabei von Daniel Fell. Die Spannung im Publikum stieg langsam an. Wer würde wohl in diesem Jahr alles im Kirmesspruch erwähnt werden? Routiniert und humorvoll glossierte Michael Rienecker das Dorfgeschehen im vergangenen Jahr. Es sei schon schlimm genug gewesen, dass im letzten Jahr die Spitze des Kirmesbaums heimlich über Nacht mit Zinkfarbe besprüht worden sei und die Kirmesburschen am nächsten Morgen kurzfristig eine neue beschaffen mussten. Auch die Felgen des Unimogs von Daniel Fell hätten plötzlich silbrig geglänzt.

Noch schlimmer gekommen

Aber es sei noch schlimmer gekommen. In der Nacht von Sonntag auf Montag hätten unbekannte Übeltäter den Kirmesbaum geschält. Aber die Kirmesburschen hätten aus der Not eine Tugend gemacht und die Jubiläumszahl 1200 in den Baum geschnitzt. Das Schälen des Baumes hätte eh keine große Bedeutung mehr gehabt, da die Plopaare schon am Sonntagmittag um den Baum getanzt waren.

Und Michael Rienecker hatte noch mehr parat: Eine Kanufahrt der Jugendfeuerwehr hätte für einige im Wasser geendet, da ein Boot kenterte. Glücklicherweise habe sich keiner der Teilnehmer ernsthafte Schäden zugezogen. Heute könne man darüber lachen.

Seltsame Dinge hätten sich auch auf dem Parkplatz des Rhönhofs zugetragen. Das Fahrzeug des "Hausmeisters" hätte sich auf geheimnisvolle Weise vom Parkplatz direkt vor die Hoteltüre bewegt. Es sei kein Durchkommen mehr möglich gewesen. Es gab zwar viele Verdächtige, aber es konnte kein konkreter Täter ermittelt werden.

Michael Rienecker trug in seinem Kirmesspruch noch so manches lustige Ereignis vor. Es möge sich keiner, der sich in dem einen oder anderen Ereignis wieder erkenne ärgern, sondern das Ganze mit Humor ertragen.
Einige Tage vorher hatten die Kirmesburschen bereits ihre Kirmesmädchen "gestrichen". Daniel Fell steigerte mit Larissa Dunkel das teuerste Kirmesmädchen.

Bereits am Freitag schmückten die Mädchen beim Oberleichtersbacher Ortssprecher Karl Ziegler den Kirmesstrauß mit bunten Bändern. Ein Kirmesbaum wurde in diesem Jahr nicht aufgestellt, da das nur alle fünf Jahre vorgesehen ist - erst nächstes Jahr wäre es dann wieder soweit. 2013 wurde zwar auch ein Kirmesbaum gestellt, allerdings außerhalb des Turnus, anlässlich des 1200-jährigen Jubiläums von Oberleichtersbach.

Am Samstagabend zogen die Kirmespaare zum Hotel Rhönhof, wo sie bei Musik und Tanz ausgiebig ihre Kirmes feierten. Am Sonntagmorgen zur Kirchenparade sah so manch einer dann auch etwas übernächtigt aus.
Die Kirmespaare zogen zu Karl Ziegler, um den Kirmesstrauß abzuholen. Nach einem längeren Zwischenstopp am Pfarrhaus ging es weiter zum Rhönhof. Allen voran die Leichtersbacher Musikanten, die für die musikalische Begleitung beim Tanz der Kirmespaare sorgten.

Am Sonntagabend traf sich die ganze Kirmesgesellschaft wieder bei Musik und Tanz.

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