Oberelsbach

Eine Gemeinde mit Aussicht

Oberelsbach ist mit der Umweltbildungsstätte in die gleichnamige Dokumentation des Deutschen Städtetages aufgenommen worden. Darin werden 31 Beispiele aus dem ländlichen Raum, aus Mittel- und Kleinstädten aufgezeigt.
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Der Markt Oberelsbach gilt mit der Umweltbildungsstätte als "Gemeinde mit Aussicht". Über die Aufnahme in die gleichnamige bundesweite Publikation freuen sich Geschäftsführer Bernd Fischer, Bürgermeisterin Birgit Erb und der Allianzmanager Dr. Christian Seynstahl.  Foto: Eckert
Der Markt Oberelsbach gilt mit der Umweltbildungsstätte als "Gemeinde mit Aussicht". Über die Aufnahme in die gleichnamige bundesweite Publikation freuen sich Geschäftsführer Bernd Fischer, Bürgermeisterin Birgit Erb und der Allianzmanager Dr. Christian Seynstahl. Foto: Eckert
"Umwelt und Natur als Standortfaktor - Wandel hin zur Umweltgemeinde", unter diesem Titel ist der Markt Oberelsbach in der neuesten Publikation des Deutschen Städte- und Gemeindetags "Gemeinden mit Aussicht" vertreten. Die Aufnahme in die bundesweite Dokumentation ist für Bürgermeisterin Birgit Erb, Geschäftsführer Bernd Fischer und den Kreuzbergallianzmanager Dr. Christian Seynstahl eine Bestätigung ihrer Arbeit und des erfolgreich eingeschlagenen Weges der Marktgemeinde.


Einzige aus Unterfranken

Als die Anfrage an die Kreuzbergallianz herangetragen wurde, mit welchem Projekt aus welcher Gemeinde ein Beitrag für "Gemeinden mit Aussicht" denkbar wäre, wurde unter anderem die Umweltbildungsstätte als ein beispielgebendes Objekt ausgewählt. Und tatsächlich, als einzige unterfränkische Gemeinde schaffte Oberelsbach mit der Umweltbildungsstätte die Aufnahme in die 40-seitige Publikation.
Die Dokumentation zeigt 31 Beispiele aus dem ländlichen Raum, aus Mittel- und Kleinstädten auf. Sie zeigen sehr deutlich, dass es unzählige "Gemeinden mit Aussicht" gibt und welch großes Maß an Kreativität in den ländlichen Räumen und ihren Bewohnern zu finden ist.
Da geht es um attraktives Wohnen auf dem Land, um Einzelhandel, neue Wege für Mobilität, surfen auf dem Dorf, Landtourismus, Energiewende, Medizinische Versorgung, Wirtschaftswunder sowie Freizeit- und Lebenskultur auf dem Land.
Oberelsbach ist in der Rubrik "Wirtschaftswunder Land" vertreten als eine Gemeinde, die mutig vorangeht und sich zukunftsorientiert aufstellt. "Wir sind sehr stolz. Es ist für die Gemeinde eine schöne Auszeichnung. Die Umweltbildungsstätte gilt bundesweit als Vorzeigeprojekt", sagte Geschäftsführer Bernd Fischer.


Rechtzeitig Gedanken machen

"Wir wollen mit unseren Projekten und Angeboten Aufmerksamkeit erzeugen und aufzeigen, dass Vieles möglich ist, dass viel in Bewegung ist und die Gemeinden in der Lage sind, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die nicht nur lokale, sondern auch regionale und darüber hinausgehende Auswirkungen haben", hob Dr. Christian Seynstahl hervor. Es sei sehr wichtig, dass sich die Gemeinden rechtzeitig Gedanken um ihre Zukunft machen, ihre Ausrichtungen definieren und - wie in Oberelsbach geschehen - den Mut haben ortsbildprägende Infrastruktur zu verändern beziehungsweise Neues zu schaffen.


Stärkung der Region

"Der Erfolg der Umweltbildungsstätte stärkt die Gemeinde, aber auch die ganze Region", hob Dr. Seynstahl hervor. Die angebotenen Bildungsmodule vor allem im Bereich Tourismus, Regionalität und Siedlungsentwicklung seien auch für die Kreuzbergallianz von großer Bedeutung.
Insgesamt sei das Thema Umweltbildung ein für die Kreuzbergallianz hochaktuelles Thema, ein Alleinstellungsmerkmal, das es herauszustellen gelte, ergänzte Bürgermeisterin Birgit Erb und verwies auf die weiteren Einrichtungen, das Haus der Langen Rhön in Oberelsbach und das Haus der Schwarzen Berge in Oberbach, einem Ortsteil der Marktgemeinde Wildflecken, die ja ebenfalls zur Kreuzbergallianz gehört.
"Fast 10 000 Übernachtungen bringt die Umweltbildungsstätte zusätzlich in die Region", zeigte Bernd Fischer auf. Hinzu komme die Einbindung in regionale und lokale Strukturen, sei es durch regionalen Wareneinsatz oder Nutzung des Kreuzbergbusses durch die Besuchergruppen.


Potential früh erkannt

Stolz ist auch Bürgermeisterin Birgit Erb, dass die Marktgemeinde bundesweit nun als "Gemeinde mit Aussicht" bekannt wird. "Es zeigt, dass es für den Markt Oberelsbach richtig ist, sich in der Umweltbildung zu positionieren." Diese Entwicklung habe bereits in den 1960er Jahren begonnen. Das Potential sei von den Verantwortlichen der Marktgemeinde bereits damals erkannt und seither stets genutzt worden. Die Zukunftsperspektive der gesamten Region liege im sanften Tourismus, in der der naturverträglichen Nutzung der Landschaft und natürlich in der Umweltbildung. Die Umweltbildungsstätte zeige diese Verbindungen auf und habe sich innerhalb von nur drei Jahren überregional hervorragend positioniert und einen Namen gemacht.


"Ein mutiger Schritt"

Auch sei es die richtige Entscheidung gewesen, in Oberelsbach einen modernen und zukunftsorientierten Lernort zu schaffen. Die Umweltbildungsstätte ist ein Beispiel für gelungene Innenentwicklung, zeigte Erb auf. Die alte nicht mehr genutzt und leerstehende Schule wurde abgerissen und stattdessen ein modernes Gebäude geschaffen. "Ein mutiger Schritt für die Gemeinde, der nun überregionale Aufmerksamkeit nach sich zieht und neue Perspektiven eröffnet", zollte Dr. Seynstahl der Gemeinde seinen Respekt.
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