Bad Brückenau
Konzert

Ein ungewöhnliches Fernduell bei Brückenaus Hochschulpodium

Es kommt nicht so oft vor, dass sich die Planer der Kammermusikreihe "Hochschulpodium" in einem Jahr mehrmals für die gleiche Besetzung entscheiden.
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Silke Augustinski (Oboe) gastiert mit ihren Kollegen vom Bläserquintet am Samstag in der Hartwald-Klinik. Foto: Hochschulpodium
Silke Augustinski (Oboe) gastiert mit ihren Kollegen vom Bläserquintet am Samstag in der Hartwald-Klinik. Foto: Hochschulpodium
Aufgrund zahlreicher interessanter Bewerbungen von klassischen Bläserquintetten für 2016 haben sie jedoch diesmal eine Ausnahme gemacht und damit ein ungewöhnliches Fernduell ermöglicht: Während am Samstag, 26. März, 20 Uhr, im Vortragssaal des Reha-Zentrums Klinik Hartwald ein Bläserquintett von der Hochschule für Musik Würzburg sein Können unter Beweis stellt, wird drei Monate später - Ende Juni - ein Bläserquintett von der konkurrierenden Musikhochschule aus Nürnberg im Staatsbad gastieren. Im ungewöhnlichen Fernduell legen die Unterfranken in der Besetzung Hannah Liebler (Querflöte), Silke Augustinski (Oboe), Jochen Link (Klarinette), Stefanie Rahm (Fagott) und Dominik Gruber (Horn) vor. Ihr Programm bildet einen schönen Querschnitt durch die Musikliteratur für Bläserquintette.


Joseph Haydn zur Eröffnung

Der Abend wird mit einem Divertimento von Joseph Haydn eröffnet, dessen langsamer Satz ausgerechnet jener Choral St. Antoni ist, den Johannes Brahms später als Thema seiner Haydn-Variationen unsterblich machte. Mit ihrer musikantischen Urwüchsigkeit zeigt die Kleine Kammermusik für fünf Bläser op. 24/2 den Komponisten Paul Hindemith nicht als befürchteten musikalischen Revolutionär, sondern als "Spielmann".


Hohe technische Ansprüche

Ein Arrangement des Sextetts Es-Dur op. 71 von Ludwig van Beethoven für Bläserquintett unterstreicht in der zweiten Konzerthälfte die hohen technischen Ansprüche an alle Instrumente, ansonsten gibt sich das Stück aber als eine typische Serenade, mit der in Wien um 1800 auf Bestellung diverse Bläserensembles von Haus zu Haus zogen. Den Schlusspunkt setzt Jacques Ibert, der Musik stets als "Ausdruck eines inneren Abenteuers" begriff. In den "Trois pièces brèves" von 1930 setzte er die konzertanten Qualitäten der Bläser mit französischem Esprit gekonnt in Szene. Der Eintritt ist frei.

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