Motten
Konzert

"Döllautaler" und "Liederkranz" musizieren gemeinsam in Motten

Der Musikverein "Döllautaler Motten" und der Gesangverein "Liederkranz Motten" feierten ein gelungenes Experiment. Auch das Publikum hielt es nicht mehr auf den Plätzen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die "Döllautaler Motten" und der Gesangverein "Liederkranz Motten" musizierten erstmals gemeinsam im Konzert. Foto: Birgit Will
Die "Döllautaler Motten" und der Gesangverein "Liederkranz Motten" musizierten erstmals gemeinsam im Konzert. Foto: Birgit Will
+12 Bilder
Das Debüt ist gelungen: Erstmals gaben der Musikverein "Döllautaler Motten" und der Gesangverein "Liederkranz Motten" ein gemeinsames Konzert. Mehr als hundert Aktive zeigten einem begeisterten Publikum, dass "Singen Spaß macht und Musik das Leben erfüllt".

Den Auftakt gestalteten die Musikanten unter der Leitung von Leander Eismann. Diese hatten sich zum Konzerteinstieg für den energischen Marsch "Raiders March" aus Star Wars entschieden, einer der bekanntesten Filmtitel des Meisters John Williams. Passend dazu wünschten sich die beiden Vorsitzenden der Vereine, Jörg Wirsing und Martina Müller, gegenseitig Glück für ihr Vorhaben: "Möge die Macht mit uns sein!"

Wie schön doch die Welt ist, besangen anschließend der Gemischte und Junge Chor unter Leitung von Josef Link in "Oh Happy Day". Der Junge Chor trat erstmals unter seinem neuen Namen "CHORios" auf.

In die Welt quietschender Ventile und Geschwindigkeit entführte der Musikverein alsdann das Publikum mit Andrew Lloyd Webbers Titelmusik aus "Starlight Express". Jetzt waren die jüngsten Sängerinnen an der Reihe. Einen Hauch von Afrika zauberte der Kinderchor "Blue Sky" mit "Hakuna matata". Geleitet wird er von Lisa Kraft, die auch am Klavier begleitete. Mit dem zeitlosen "Über den Wolken" von Reinhard Mey unterhielten "Blue Sky" und "CHORios" gemeinsam. Was für ein imposanter Klang, als alle kleinen und großen Sänger und Sängerinnen in Michael Jacksons und Lionel Richies Ballade "We are the World" einstimmten. Der ganze Saal sang mit und war "atemlos", als sich der Kinderchor mit Helene Fischers Ohrwurm für den Abend verabschiedete.

Dass auch der Musikverein Nachwuchsarbeit großschreibt, zeigte er mit seiner Kinderbläserklasse, die seit zwei Jahren besteht, unter Leitung von Manuela Möller und der Erwachsenen Bläserklasse. Hier gibt Alexander Wirsing seit einem Jahr den Ton an. Tosenden Beifall erhielten die kleinen und großen Nachwuchsmusiker für "Oh when the Saints", "Pomp and Circumstances", "Do wah diddy" und "Accidentally in Love".

Böhmen und Musical

Gutes Essen, schäumendes Bier und gute Blasmusik - dafür steht Böhmen. Man merkte dem Publikum an, dass es auf solche Klänge gewartet hatte - entsprechend groß war der Beifall für "Wenn Böhmen erzählt" und "Unter Erlen". Diese fränkische Volksweise wurde von Rudi Fischer speziell für seine "Hergolshäuser Musikanten" arrangiert. Musicalmelodien bestimmten nachfolgend das Programm. "Liederkranz" und "CHORios" interpretierten gemeinsam "Sister Act", "Let the Sunshine in" (aus Hair) und "Cats Memory". Stimmgewaltig war auch ihre Version von Whitney Houstons "One Moment in Time". Die glänzenden Schlusspunkte eines abwechslungsreichen Konzerts setzten Chor und Musikanten gemeinsam. Eine schöne Hommage an die Landschaft der Rhön ist das Stück "Geheimnis der Rhön". Es stammt von Wolfgang Hohmann, Dirigent des Musikvereins Lütter. Den Text hat Carlo Schleicher geschrieben.

Zugaben gefordert

Es folgte "Thank you for the Music", das Lied der schwedischen Popgruppe Abba - passender hätte das offiziell vorletzte Stück des Abends nicht gewählt werden können. Gänsehautfeeling kam schließlich beim "Frankenlied-Marsch" auf. Schluss mit dem offiziellen Teil des Konzerts bedeutete aber noch lange nicht, dass auch schon der Konzertabend zu Ende war. Natürlich erklatschten sich die Zuhörer noch eine Zugabe.

Diesen Wunsch erfüllte der Chor gerne mit "Bye, bye, my Love". Der Musikverein legte mit "Country Roads" und der böhmischen Polka "Wir Musikanten" noch zwei Stücke nach.

Als ganz großes Dankeschön an das Publikum hatte sich Dirigent Leander Eismann etwas Besonderes überlegt. "Das letzte Stück ist nur für euch. Ich weiß, hier in Motten wird er gelebt", verkündete er. Beim "Böhmischen Traum" hielt es auch den Letzten nicht mehr auf seinem Platz.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren