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Oberbach
Bilanz

Die Oberbacher Feuerwehr ist gut gerüstet

99 aktive Feuerwehrler in einer 900-Seelen-Gemeinde, darüber freuen sich die Oberbacher und Wildfleckens Bürgermeister Gerd Kleinhenz. Auch die Altersstruktur stimmt.
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Zahlreiche Ehrungen gab es bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberbach (von links): Robert Hüther (60 Jahre Mitglied), Anton Schaab (50), Sigmund Gleißner (50), Rudolf Martin (50), Hermann Lößer (50), Alfred Schrenk (50), Winfried Kirchner (40), Rudolf Plobner (50) und Lothar Bühner (40). Foto: Diana Leitsch
Zahlreiche Ehrungen gab es bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberbach (von links): Robert Hüther (60 Jahre Mitglied), Anton Schaab (50), Sigmund Gleißner (50), Rudolf Martin (50), Hermann Lößer (50), Alfred Schrenk (50), Winfried Kirchner (40), Rudolf Plobner (50) und Lothar Bühner (40). Foto: Diana Leitsch
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"Ein arbeitsreiches Jahr 2014 liegt hinter uns. Würde man die Dienste der Freiwilligen Feuerwehr entsprechend entlohnen, käme die Gesellschaft sehr schnell an den Rand ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit." Der Kommandant der Oberbacher Freiwilligen Feuerwehr Christoph Schmitt blickte in der Jahresversammlung auf das vergangene Jahr zurück.

Er ist stolz, eine so starke Truppe zu haben: 99 aktive Kameraden, 92 passive und zwei fördernde Mitglieder. Auch Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW) zeigte sich damit mehr als zufrieden, bei knapp 900 Einwohnern sei das eine beachtliche Zahl, und auch die Altersstruktur sei eine sehr solide Grundlage. Danach sind drei der Feuerwehrdienstleistenden zwischen zwölf und 17 Jahren, 46 zwischen 18 und 26 Jahren, 30 zwischen 27 und 49 Jahren und 20 zwischen 50 und 63 Jahren. Er schloss sich Schmitt an: "Diese Bereitschaft und das Engagement sind unbezahlbar."

Im letzten Jahr war die Feuerwehr achtmal im Einsatz, davon waren fünf Einsätze Verkehrsregelungen und Absicherung von Prozessionen und drei technische Hilfeleistungen wie das Abbinden von Ölspuren und Unterstützung der Wildfleckener Feuerwehr beim Absturz eines Gleitschirmfliegers.

Ein wichtiges Thema sei wie immer die Aus- und Weiterbildung gewesen. 15 Gruppenübungen sowie zwei gruppenübergreifende Übungen mit Stationsausbildung wurden durchgeführt, die überörtliche Ausbildung beschränkte sich auf Lehrgänge am Atemschutzzentrum Oberthulba.

Feuerwehr übt mit Kindern

Im Mai wurde wieder die Brandschutzerziehung im Gemeindekindergarten Oberbach vorgenommen. "Es ist wichtig, dass Kinder die Feuerwehrleute in ihren Uniformen und mit dem Atemschutz nicht beängstigend finden. Sie sollen sich im Ernstfall nicht vor ihnen verstecken, sondern wissen, dass sie ihnen helfen", erklärt Christoph Schmitt den Hintergrund.

Im November wurde wieder die Feuerlöscherprüfung für die Bürger angeboten, die wieder sehr gut angenommen wurde. Die nächste Prüfung ist im Herbst 2016 geplant.

Kreisbrandrat Benno Metz nennt die Segnung des neuen Gerätewagens im Mai als Highlight des Jahres. "Es war eine sehr gelungene Feier", erinnert er sich. Auch Schmitt blickt auf ein erfolgreiches Fest zurück: "Besonders gefreut hat mich die Resonanz aus der Bevölkerung und die zahlreichen Besucher der umliegenden Feuerwehren. Manche Besucher haben den ganzen Sonntag bei uns verbracht, das ist doch ein gutes Zeichen."
Gewählt wurden in der Versammlung neue Kassenprüfer; die ehemaligen sind Georg Fuchs und Helmu
t Keßler. Beide hatten nach langjähriger Tätigkeit ihre Posten aufgegeben. Einstimmig gewählt wurden Sebastian Kehm und Klaus Rest. Auch die Vertrauensleute wurden gewählt. Timo Fuchs und Tobias Hüther hatten den Posten zuletzt inne. Jetzt sind es Andreas Fuß und Stefan Dziadek.

2015 schon vier Ernstfälle

Ein großes Thema für das begonnene Jahr sei die Umstellung von Analog- auf Digitalfunk, sagte Schmitt. Wichtig ist ihm auch die rege Teilnahme an den Übungen: "Bitte nehmt die Übungen wahr, es ist notwendig, alle Abläufe immer wieder zu proben, um im Ernstfall sicher handeln zu können." Das Jahr 2015 begann turbulent, schon vier Ernstfalleinsätze gab es in den ersten beiden Monaten. Er wünschte sich, dass auch weiterhin alle Kameraden heil aus den Einsätzen zurückkommen und sie die vor ihnen liegenden Aufgaben anpacken können. Gemäß dem Motto "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr".




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