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Bad Brückenau
Aktion

Brückenauer planen Unterfränkische Kulturtage

Im Juli wird Bad Brückenau wieder einmal zu einem überregionalen Anziehungspunkt. Die Vorbereitungen laufen bereits auf vollen Touren.
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Sie freuen sich über den Fortschritt bei den Planungen für die Unterfränkischen Kulturtage im Juli in Bad Brückenau: Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks und Dieter Sternecker (hinten) sowie Roland Heinlein und Gudrun Friedrich-Kleine (vorn). Foto: Rolf Pralle
Sie freuen sich über den Fortschritt bei den Planungen für die Unterfränkischen Kulturtage im Juli in Bad Brückenau: Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks und Dieter Sternecker (hinten) sowie Roland Heinlein und Gudrun Friedrich-Kleine (vorn). Foto: Rolf Pralle
"Das ist schon eine große Geschichte", sagt Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) nicht ohne Stolz. Die Rathauschefin lässt sich bei den Planungen zu den 29. Unterfränkischen Kulturtagen von ihrem Mitarbeiterstab regelmäßig auf den neuesten Stand bringen. "Das Programm steht, es geht nur noch um Details", konnte ihr Kulturbüroleiter Dieter Sternecker in diesen Tagen berichten. Derweil arbeitet Gudrun Friedrich-Kleine von der Tourist-Info mit Hochdruck am Layout einer 24-seitigen Broschüre zu den Kulturtagen vom 9. bis zum 17. Juli, die zeitnah in Druck gehen soll.


Rhönallianz-Aktionen einarbeiten

Denn einige zusätzliche Sachen, die von der Brückenauer Rhönallianz initiiert wurden, müssen eingearbeitet werden. Das betrifft beispielweise das Kreismusikfest in Modlos, Vorträge im Informationszentrum "Haus der Schwarzen Berge" in Oberbach und eventuelle Aktivitäten des Malkreises Schondra. "Alle Amtskollegen der Rhönallianz wollten aber, dass Bad Brückenau der zentrale Ort bleibt", erinnert sich Meyerdierks an die intensiven Gespräche im Zuge der Vorbereitung.

"Wir ringen noch um die Eröffnungsveranstaltung", spricht Sternecker einen Punkt an, der momentan ganz oben auf der Agenda angesiedelt ist. Denn man wolle schon zu Beginn des bevorstehenden Großereignisses weg von den allseits bekannten Zeremonien mit Begrüßung, Musikstück, Grußwort, Glückwünschen, Festrede und ähnlichen eingefahrenen Regularien, die für die Gäste aus nah und fern oft erfahrungsgemäß sehr ermüdend und nicht immer unbedingt interessant sind.


Stadtspaziergang

Die Bürgermeisterin kann sich stattdessen hier sehr gut eine Art Stadtspaziergang zu den üblichen Ladenöffnungszeiten vorstellen, dann wären gleich alle Orte mit den Attraktionen unterschiedlichster Art eingebunden. "Deshalb haben wir die Eröffnung der Kulturtage auch vom Abend auf den Vormittag vorverlegt", begründet Brigitte Meyerdierks die erste gravierende Änderung im ursprünglichen Programmentwurf. Denn zumindest die Bekleidungsgeschäfte sollen bei der einwöchigen Veranstaltung eine große Rolle spielen. Da sich ein Schwerpunktthema mit Trachten beschäftigt, will man diese Präsentation nicht nur an einer zentralen Stelle realisieren, sondern die historischen Stücke von der Haube bis zum Sonntagsstaat sollen in verschiedenen Verkaufsräumen zu bestaunen sein. "Das jeweilige Exponat muss natürlich zum Sortiment des Ladens passen", ergänzt Roland Heinlein vom Kulturbüro.


Regionale Lebensmittel

Ein zweites Schwerpunktthema wird die Produktion regionaler Lebensmittel in Vergangenheit und Gegenwart sein. Für diese Schau, in der auch die Historie aufgearbeitet und mit umfangreichem Bildmaterial dokumentiert werden soll, können sich die Organisatoren etliche leerstehende Geschäftsräume in der Ludwigstraße vorstellen. "Entsprechende Verhandlungen laufen", ist die Bürgermeisterin optimistisch, dass dieser Plan klappt.
Natürlich kann solch ein Großereignis wie die Unterfränkischen Kulturtage nicht allein von den hauptamtlichen Mitarbeitern in Stadt und Staatsbad geschultert werden.


Arbeitskreis Stadtgeschichte

Da trifft es sich sehr gut, dass es nach wie vor den Arbeitskreis Stadtgeschichte gibt, dessen ehrenamtliche Mitglieder sich seinerzeit schon sehr erfolgreich bei der 700-Jahr-Feier von Bad Brückenau engagiert haben. "Rund ein Dutzend Personen aus unterschiedlichen Lebensbereichen bringt sich noch regelmäßig ein", wissen Sternecker und Heinlein die Unterstützung der Ehrenamtlichen sehr zu schätzen. Nicht zuletzt durch ihr enormes Insiderwissen sei so manche neue Idee geboren und auch realisiert worden. Und auch bei der Bewerbung seien sie behilflich gewesen. Denn die Kulturtage, die einmal jährlich wechselnd in einem anderen Landkreis stattfinden, seien durchaus kein Selbstläufer. Offiziell verlaute zwar nichts, so Sternecker, er will aber in Erfahrung gebracht haben, dass mindestens noch zwei weitere Gemeinden an der Ausrichtung 2016 interessiert gewesen sein sollen.