Oberbach
Genuss

Bierbrauen in Oberbach: Eine Frage des guten Geschmacks

Elf Teilnehmer haben sich in einem Kurs im Haus der Schwarzen Berge im Bierbrauen versucht. Und der erfahrene Leiter Michael Mihm hatte einige Tipps parat.
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Andreas Lampert (links) lässt sich bei einem Kurs im Haus der Schwarzen Berge von Michael Mihm in die Geheimnisse des Bierbrauens einweihen. Foto: Sophie Schuhmann
Andreas Lampert (links) lässt sich bei einem Kurs im Haus der Schwarzen Berge von Michael Mihm in die Geheimnisse des Bierbrauens einweihen. Foto: Sophie Schuhmann
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Das kulturhistorische Getränk einmal eigenhändig brauen. Dieses Ziel hatten sich die elf Teilnehmer des Kurses "Bier selbst gebraut" gesetzt. Die Veranstaltung fand im Haus der Schwarzen Berge statt.
Die komplizierten Vorgänge, die beim Brauen eines ober- oder untergärigen Bieres stattfinden, demonstrierte Michael Mihm. Der frühere Freizeitbrauer, der heute Mitglied der Vereinigung der Haus- und Hobbybrauer in Deutschland (VDH) ist, möchte sein mit Disziplin erarbeitetes Wissen an leidenschaftliche Biertrinker weitergeben.
Besondere Vorkenntnisse wurden für den Lehrgang nicht verlangt, jedoch reichte der Kursleiter jedem Teilnehmer eine Informationslektüre mit Tipps zum Selbstbrauen. Um das alkoholische Getränk hausgemacht genießen zu können, bekamen die elf Männer ein Brauprotokoll und einen kurzen Blick in Fachliteratur. "Das ist, aber meistens nur für Industriebier geeignet", sagt Mihm.


Wichtiger Gärungsprozess

Für private Zwecke benötige man für gewöhnlich keine besondere Ausstattung. "Meine ersten Brauerfahrungen habe ich noch am Elektroherd gemacht", ergänzt Mihm lachend mit Blick auf sein heute weitaus professionelleres Zubehör. Das Prozedere, das sich hauptsächlich aus dem Mischen der Zutaten, Aufheizen und wiederholtem Unterrühren zusammensetzt, erklärte der Leiter Stück für Stück. Ein sehr wichtiger Schritt war die Iodprobe, die zeigen sollte, ob die Maische die richtige Temperatur erreicht hat. Anschließend wurde Hopfen hinzugegeben, der für den Gärungsprozess sehr wichtig ist. "Bei obergärigem Bier kann das bis zu fünf Tage und bei untergärigem Bier bis zu 14 Tage dauern", erklärt der Kursleiter.

Deshalb fand die Bierprobe mit bereits gebrautem Getränk statt, das sich geschmacklich von industriellen Biergetränken unterscheidet. Der Vorteil, den Hobbybrauer dabei schätzen, sei die Möglichkeit Biersorten variieren zu können und sich selbst auszuprobieren.


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