Volkersberg
Geschichtenerzählerin

Barbara Stamm gestaltet die Bergweihnacht mit

Die Landtagspräsidentin Barbara Stamm gestaltete die Bergweihnacht auf dem Volkersberg mit als Geschichtenerzählerin.
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Viele sprachen die Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) in ihrer "alten Heimat" an, wie hier Hildegard Schöbel-Bossinger, die Vorsitzende der Senioren-Union Bad Brückenau.Foto: Steffen Standke
Viele sprachen die Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) in ihrer "alten Heimat" an, wie hier Hildegard Schöbel-Bossinger, die Vorsitzende der Senioren-Union Bad Brückenau.Foto: Steffen Standke
Wo Barbara Stamm auftritt, sind die Menschen. Die CSU-Politikerin ist beliebt. Wegen ihrer Herzenswärme. Und weil sie für soziale Gerechtigkeit eintritt. Bei der Bergweihnacht in ihrer "alten Heimat" Volkersberg war die Präsidentin des Bayerischen Landtags in einer ganz ungewöhnlichen Rolle zu erleben - als Erzählerin von besinnlichen Gedichten und Geschichten.

Ein Glühwein wäre jetzt nicht schlecht. Gerade ist das letzte Lied des Advents- und Weihnachtskonzerts in der rappelvollen Wallfahrtskirche verklungen. Die Besucher strömen in ei nen Nebenraum. Barbara Stamm will ihnen folgen. Eigentlich. Denn weit kommt die 69-Jährige nicht. Nur wenige Meter von dem Pult, an dem sie gerade mit Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks Weihnachtsgedichte gelesen hat, wird sie aufgehalten. Freunde, Bekannte aus früheren Tagen oder einfach nur Menschen, die sie kennenlernen wollen - sie treten an Stamm heran.

Für die Landtagspräsidentin nichts Ungewöhnliches. Sie ist ein Zugpferd der CSU - weil sie mit den Menschen spricht, ihnen zuhört, Verständnis für sie aufbringt. Und weil sie solche volksnahen Termine macht wie den auf dem Volkersberg, ihrer "alten Heimat", wie sie selbst sagt.

Schöne Erinnerungen

Barbara Stamm hat Erinnerungen an die Jugendbildungsstätte, "schöne Erinnerungen". Von 1966 bis 1970 wirkte sie in der Jugendarbeit der Diözese Würzburg, koordinierte die Ausbildung der Jugendleiterinnen. Von den jährlichen Zeltlagern an Pfingsten und im Sommer am Fuße des Volkersbergs erzählt sie. Nicht halb so komfortabel sei das gewesen wie heute. Auch an "ein reichliches Jahr" im Kinderdorf erinnert sich Stamm. Das war 1972.

Es war die Zeit, als Stamms politische Karriere begann. 1969 trat sie in die CSU ein, schaffte es zwischenzeitlich zur Bayerischen Sozial- und Gesundheitsministerin und auch zur stellvertretenden Ministerpräsidentin.
Jetzt kehrt die in Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) geborene Stamm als Landtagspräsidentin in die Rhön zurück. "Immer mal wieder sporadisch" besuche sie die Gegend.

Sie hat Verwandtschaft in Bad Brückenau. Herbert Stamm, der Bruder ihres Mannes, wohnt an der Grenze zwischen Stadt und Staatsbad. Das Konzert auf dem Volkersberg, dessen eigentliche Stars Sängerin Bärbel Kunz und Jonathan Böttcher an der Gitarre sind, steht am Ende eines "hektischen politischen Jahres", sagt Stamm. Das sei die Bergweihnachten zum Herunterkommen. Mal was anderes. Bis Freitag arbeitete Stamm noch in München und Nürnberg.

"Meist bin ich ja in politische Themen eingebunden, in Vorträge und Diskussionen. Da ist es etwas Besonderes, so ein Konzert mitzugestalten. Das tut gut." Inzwischen hat jemand Barbara Stamm einen Glühwein gebracht. Mit der Tasse in der Hand spricht sie mit Hildegard Schöbel-Bossinger, der Vorsitzenden der Bad Brückenauer Frauen-Union. Die kennt Stamm von deren Arbeit in Würzburg. "Ich freue mich, wenn sie immer mal da ist."

Nicht der letzte Termin

Jonathan Böttcher beginnt wieder zu spielen; das Konzert geht weiter. Für Stamm nicht der letzte offizielle Termin vor Weihnachten. Den Heiligen Abend wird sie gemeinsam mit Einsamen und Alleinstehenden in Würzburg verbringen. Erst danach feiert sie privat mit ihrem Mann. Und die drei Kinder samt sechs Enkeln kommen ein paar Tage später. Vielleicht erzählt sie ihnen dann auch eine besinnliche Geschichte.

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