Staatsbad Bad Brückenau
Investitionen

Bad Brückenau: Weitere Bauarbeiten geplant

Neben der Großbaustelle Dorint stehen im Staatsbad Bad Brückenau weitere Sanierungsarbeiten an: Einige Zimmer stammen noch aus den 1980ern.
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Ausnahmsweise lässt Dietmar Dunkel von der Kurgärtnerei die Beregnungsanlage tagsüber laufen. Ein großer Teil des Schlossparks wird bereits künstlich genässt. Nun soll das System um rund neun Kilometer Leitungen erweitert werden. Foto: Ulrike Müller
Ausnahmsweise lässt Dietmar Dunkel von der Kurgärtnerei die Beregnungsanlage tagsüber laufen. Ein großer Teil des Schlossparks wird bereits künstlich genässt. Nun soll das System um rund neun Kilometer Leitungen erweitert werden. Foto: Ulrike Müller
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Wenn die Kühle der Nacht über das Staatsbad hereinbricht, wird der Sommer erträglich. Sanft versprüht die Beregnungsanlage ihr kostbares Nass über Rasen und Beete. Nach dem trockenem Sommer 2003 hat die Kurverwaltung eine Bewässerung für den Schlosspark ins Auge gefasst, seit 2009 läuft die Anlage. Nun sind Gelder nicht ausgegeben worden - ironischerweise waren sie für den Hochwasserschutz vorgesehen -, die doch nicht gebraucht werden. Sie fließen nun in die Erweiterung der unterirdischen Bewässerungsanlage.

"Mitte Oktober beginnen wir mit den Arbeiten", kündigt Thomas Gunkel, Technischer Leiter der Staatlichen Kurverwaltung an. Wenn das Wetter halte, könne die Maßnahme bereits Ende des Jahres abgeschlossen sein: Dann ist auch der letzte Winkel im Park versorgt. Das Wasser stamme übrigens aus Oberflächenquellen im Staatsbad, macht Kurdirektorin Andrea Schallenkammer deutlich. Heil- oder Trinkwasser werde nicht verschwendet.


Villa Schwan wird renoviert

Rund 260.000 Euro kostet der Ausbau der Bewässerung. Auch über eine weitere Umfinanzierung freut sich die Kurdirektorin: 300.000 Euro fließen in die Renovierung der Villa Schwan. In dem Gebäude, das unmittelbar neben dem Elisabethenhof liegt, befinden sich elf Appartements sowie das Büro der Kurseelsorge. "Die Zimmer sind noch auf dem Stand von 1988", berichtet Schallenkammer.

Bäder, Böden, Möbel und Tapeten - alles wird neu. Die Appartements vermietet die Staatliche Kurverwaltung selbst. Eine enge Kooperation mit den benachbarten Häusern Dorint und Badhotel sorge ebenfalls für eine gute Belegung, berichtet Schallenkammer. Ihr Anliegen ist es, dass bald alle Zimmer im historischen Ensemble einen einheitlichen Standard haben.

In der Villa Schwan wird es schon im Oktober losgehen. Ehrgeiziges Ziel: Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das hat einen guten Grund, denn ab Januar werden die Zimmer des Badhotels saniert. So können Gäste auf die Villa Schwan ausweichen. Das Gebäude sei zuletzt im Jahr 1987 umfassend saniert worden, erzählt Joachim Pfaff, der vor acht Jahren mit seiner Frau Ulrike das Hotel pachtete. Fast zwei Millionen Euro - die Finanzen sind fest im Haushalt eingeplant - investiert der Freistaat Bayern: Eine halbe Million Euro für energetische Fenster, für weitere 1,3 Millionen Euro werden die Zimmer komplett erneuert.


Auftrag wird demnächst ausgeschrieben

Für die Einrichtung zweier Musterzimmer konnte die Kurdirektorin einen heimischen Fertighausbauer gewinnen. "An so einem Objekt beteiligt zu sein, ist schon eine Herausforderung", fasst Bauleiter Lothar Johannes zusammen. Der Denkmalschutz müsse beachtet, zudem noch moderne Kriterien wie Brand- und Schallschutz oder ein barrierefreier Zugang berücksichtigt werden.

Mehr als 80.000 Euro war der Kurverwaltung das Experiment wert. "Ich wollte alles aus einer Hand", begründet Schallenkammer, denn das alte Gemäuer sei erfahrungsgemäß für die ein oder andere Überraschung gut. Nun werde der Auftrag für die anderen Zimmer öffentlich ausgeschrieben.

Die Pfaffs blicken optimistisch in die Zukunft. "Wenn die Bauarbeiten wirklich bis Juni abgeschlossen sind, ist das gut zu verkraften", sagt Joachim Pfaff. Überhaupt sei das laufende Jahr das erfolgreichste, seitdem das Paar das Haus übernommen hat. Die Zusammenarbeit mit den anderen Hotels loben beide.
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