Bad Brückenau
Bürgermeisterwahl

Bad Brückenau: Die Spannung steigt

In zwölf Wochen werden die Kandidaten bekannt gegeben. Schon jetzt werden Namen gehandelt, Gerüchte gestreut. Doch wer kann eigentlich Bürgermeister werden?
Artikel drucken Artikel einbetten
Dokumente vergangener Wahlen: Standesamtsleiter Hans-Joachim Bauer behält den Überblick. Foto: Ulrike Müller
Dokumente vergangener Wahlen: Standesamtsleiter Hans-Joachim Bauer behält den Überblick. Foto: Ulrike Müller
Es ist der Name, auf den alle warten. Er fällt nicht. Noch nicht. "Wir haben noch keine Zusage", sagt Jonathan Kirchner, seit April Vorsitzender der Parteilosen Wählergruppe (PWG). Die größte Oppositionsfraktion im Stadtrat hat angekündigt, unbedingt einen Gegenkandidaten aufstellen zu wollen. Bisher jedoch steht steht Amtsinhaberin Brigitte Meyerdierks (CSU) unangefochten auf weiter Flur. Der Gerüchteküche indes tut das keinen Abbruch. Namen werden gehandelt, Gerüchte gestreut.

"Die Stadt wird sich an den Spekulationen nicht beteiligen", sagt Geschäftsleiter Michael Worschek. Deshalb verrät er auch nicht, wie viele Mappen mit Informationsmaterial die Stadtverwaltung schon herausgegeben hat. Klar nennt er aber die Kriterien, die der mitbringen muss, der auf dem Chefsessel Platz nehmen möchte. Die deutsche Staatsangehörigkeit und Volljährigkeit sind Plicht. Der Bewerber zur Wahl eines berufsmäßigen Ersten Bürgermeisters muss zur Zeit der Wahl keine Wohnung in der Gemeinde haben. Des Weiteren kann zum Ersten Bürgermeister nicht gewählt werden, wer am Tage des Beginns der Amtszeit - hier ist nicht der Wahltag maßgeblich - das 65. Lebensjahr bereits vollendet hat. (Dieser Absatz wurde am 6. Mai 2016 auf Grund einer Richtigstellung der Stadtverwaltung korrigiert; Anm. d. Red.)

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, sich zu bewerben: Erstens über eine Partei oder auch eine Wählergemeinschaft, zehn Unterschriften von Unterstützern sind da völlig ausreichend. Oder aber zweitens als Einzelkämpfer über eine eigene Liste. "Die Unterstützungsliste für neue Wahlvorschlagsträger wird bei der Gemeinde aufgelegt, in der sich die Wahlberechtigten persönlich eintragen können", gibt Worschech Auskunft. Insgesamt 120 Unterschriften benötigt ein Kandidat, um zur Wahl zugelassen zu werden. (Dieser Absatz wurde am 6. Mai 2016 auf Grund einer Richtigstellung der Stadtverwaltung korrigiert; Anm. d. Red.)


Die Frage nach der Pension

Ein Name, der immer wieder fällt, ist Matthias Jost. Er sei für die FDP/FB im Gespräch, heißt es. "Ich äußere mich nicht zu Gerüchten", sagt deren Sprecherin Adelheid Zimmermann. Ihre Fraktion sei noch auf der Suche, momentan sei aber kein Kandidat in Sicht. "Für diese Wahl nicht", sagt Jost selbst. "Ich würde vielleicht erst einmal für den Stadtrat kandidieren", äußert er sich zurückhaltend. Auch auf eine Partei möchte er sich nicht festlegen. Ein anderer hält sich ebenfalls sehr bedeckt. "Wer weiß, was in sechs Jahren noch passiert", sagt Benjamin Wildenauer, Fraktionssprecher der SPD. Für heuer bleibe die SPD dabei, keinen Gegenkandidaten aufzustellen.

Ein kleines Detail, das die Brückenauer interessieren dürfte, ist die Regelung der Pension. Das Führen eines Wahlkampfs spiele für Bezüge im Alter keine Rolle, erklärt Hans-Joachim Bauer, Personalratsvorsitzender der Stadtverwaltung. Manche sagen dem Vorgänger der amtierenden Bürgermeisterin nach, nur deshalb ein drittes Mal kandidiert zu haben - ohne die Unterstützung der PWG über eine eigene Liste. Da ist nichts dran, sagt Bauer und klärt auf: Für den vollen Anspruch auf Pensionsleistungen reiche es aus, zehn Jahre im Amt zu sein.

Die Wahl selbst findet am 11. September statt. Die Verwaltung rechnet mit einer hohen Wahlbeteiligung. Alle Wahllokale werden in Bestbesetzung geöffnet sein. Es ist ebenfalls davon auszugehen, dass die Zahl der Briefwähler wieder steigt. Auch darauf bereit sich die Stadtverwaltung vor. Deshalb werden intern gleich zwei Briefwahllokale eingerichtet.


Die wichtigsten Termine im Überblick:

21. Juli Wahlvorschläge können noch bis zum 21. Juli eingereicht werden. Die Bekanntgabe der Kandidaten erfolgt am 22. Juli. Die Stadtverwaltung überprüft die Angaben. Die heiße Phase des Wahlkampfs beginnt.

1. August Anfang August endet die Frist für die Kandidaten, ihre Wahlunterlagen zu vervollständigen. Am 2. August entscheidet der Wahlausschuss über die Gültigkeit der eingereichten Wahlvorschläge.

11. August Bis spätestens einen Monat vor der Wahl werden die Wahlbenachrichtigungskarten an alle Bürger verschickt. Damit können die Unterlagen für die Briefwahl beantragt werden. Wer im Wahllokal abstimmt, muss die Wahlkarte und seinen Personalausweis vorlegen.

11. September Die Wahl findet in allen Ortsteilen statt.

1. November Die Amtszeit des Bürgermeisters beginnt.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren