Klosterkreuzberg
Sebastianstag

Auf dem Kreuzberg dem Heiligen Sebastian dienen

In Arbeitsuniform ministrierten die Auszubildenden der Forstbetriebe. Auch die Gefahr der Waldarbeit wurde auf dem Kreuzberg thematisiert
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In ihrer Arbeitsuniform ministrierten die Ausbildenden der Forstbetriebe Bad Königshofen, Bad Brückenau und Heigenbrücken anlässlich des Dank- und Bittgottesdienstes zu Ehren des Heiligen Sebastian in der Klosterkirche am Kreuzberg. Foto: Marion Eckert
In ihrer Arbeitsuniform ministrierten die Ausbildenden der Forstbetriebe Bad Königshofen, Bad Brückenau und Heigenbrücken anlässlich des Dank- und Bittgottesdienstes zu Ehren des Heiligen Sebastian in der Klosterkirche am Kreuzberg. Foto: Marion Eckert
Wie aus früherer Zeit überliefert, ruhen am Sebastianstag Säge, Axt und Beil, um dem Heiligen Sebastian für ein unfallfreies Arbeitsjahr zu danken und ihn weiterhin, um seinen Schutz für das bevorstehende Jahr zu bitten. Die Wald- und Forstleute aus Unterfranken trafen sich in diesem Jahr bereits zum 48. Mal zu diesem Dank- und Bittgottesdienst, zu Ehren ihres Schutzpatrons, auf dem Heiligen Berg der Franken.

Doch nicht nur für die Waldarbeiter und Forstleute ist der Sebastianstag auf dem Kreuzberg ein Muss. Auch viele Politiker und Behördenvertreter kamen. So konnte Gotthard Schwender zahlreiche lokale Prominenz willkommen heißen.

Seit zehn Jahren organisiert der Gräfendorfer den Sebastianstag auf dem Kreuzberg.


Auch der Hessenforst kommt

Nicht nur aus Unterfranken kamen die Waldarbeiter und Forstleute zum Kreuzberg. Seit einigen Jahren schließt sich auch der Hessenforst dem Sebastianstag auf dem Kreuzberg an.Dass nicht nur der älteren Generation die Tradition wichtig ist, stellten die Auszubildenden der Forstbetriebe Bad Königshofen, Bad Brückenau und Heigenbrücken unter Beweis. In ihrer Arbeitsuniform versahen sie den Ministrantendienst. Die Klosterkirche präsentierte sich mit ihren sechs Weihnachtsbäumen noch ganz im festlichen Weihnachtsglanz. Zugleich passten die Weihnachtsbäume auch sehr gut zur Sebastiansmesse. Die Figur des Heiligen Sebastians stand vor dem Altarraum.


Erstmals eine Kerze

In diesem Jahr gab es zum ersten Mal auch eine Kerze, die eigens für das Sebastiansfest angeschafft und von Pater Georg Andlinger gesegnet wurde. Beeindruckend war natürlich auch wieder der Gesang der vielen Forstleute, die stimmgewaltig das Sebastianslied anstimmten. Musikalisch wirkten Organist Johannes Keßler und Trompeter Michael Reinhardt mit. Auch Pater Georg, der das erste Mal bei einem Sebastiansfest auf dem Kreuzberg mit dabei war, war überrascht. "Eine so beeindruckend große Schar hätte ich nicht erwartet." In der Vorbereitung auf den Gottesdienst habe er von Gotthard Schwender erfahren, wie gefährlich dieser Beruf sei. "In Ihrem Beruf können sie einen Schutzpatron wie den Heiligen Sebastian gut gebrauchen."


30 Todesfälle

Denn trotz aller Sicherheitsvorkehrungen, aller Erfahrung und Ausbildung sei es ein Beruf in der Natur, die in all ihrer Schönheit auch gefährlich und erschreckend sein könne. 30 Todesfälle habe es allein Bayern im vergangenen Jahr bei der Waldarbeit gegeben.


Gefahr und Schönheit

Gerade mal eine Woche sei es her, dass das Sturmtief Egon über das Land fegte", erinnerte Schwender. "Dabei stellen die vielen abgebrochenen oder stark unter Spannung stehenden Bäume für jeden Holzmacher eine große Gefahr dar. Diese besonderen Situationen zeigen uns, wie gefährlich die Arbeit im Wald ist, denn bei den Aufräumarbeiten ist der Forstwirt an vorderster Front. Trotz der großen Gefahr bei der Waldarbeit, gibt es für uns nichts Schöneres, als in und mit der Natur zu arbeiten."
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