Bad Brückenau
Lesewettbewerb

Atmosphäre eines Textes richtig erfassen

Rund 600 000 Schüler nehmen jedes Jahr am Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels teil.
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Sie sind echte Leseratten (vorne, von oben): Ann-Christin Umkehr, Hannah Kraus und Christian Brust, (hinten, von oben): Emilia Wichary, Anna Bratke und Julius Schipper.  Foto: Leonie Schneider
Sie sind echte Leseratten (vorne, von oben): Ann-Christin Umkehr, Hannah Kraus und Christian Brust, (hinten, von oben): Emilia Wichary, Anna Bratke und Julius Schipper. Foto: Leonie Schneider
Auch die Sechstklässler des Franz-Miltenberger-Gymnasiums sind wieder mit dabei. Zusammen mit ihren Deutschlehrern Barbara Libner und Christoph Althaus hatten die beiden Klassen im Unterricht jeweils die drei besten Vorleser aus ihren Reihen ausgewählt, die sich nun beim Schulentscheid einer Jury stellten.

Unterstützt von ihrer Klasse, trugen die Kandidaten selbst ausgewählte Textstellen vor, eine bunte Mischung von einer Esel-Entführung aus dem Buch der "Maxie und ein Fisch mit Fernweh" über spannende Szenen aus der "Fear Street"-Reihe bis zu einer gefundenen Nudel in "Rico, Oskar und die Tieferschatten".

Gutes Vorlesen lebt davon, dass die Atmosphäre des Textes richtig erfasst und dem Publikum vermittelt wird. Dabei kommt es besonders auf die richtige Technik an, also auf sicheres und flüssiges Lesen mit sinngemäßer Betonung und deutlicher Aussprache in einem angenehmen Tempo. Wer die Jury aus Aaron Kinalele als Schülersprecher, Lehrer Dirk Hönerlage und der ehemaligen Schülerin Leonie Schneider überzeugen konnte, durfte sich in der zweiten Runde einer weiteren Herausforderung stellen: dem spontanen Vorlesen eines fremden Textes aus dem Jugendbuch "Letzten Donnerstag habe ich die Welt gerettet" von Antje Herden.


Textsicherheit

Besonders viel Textsicherheit und Spontaneität bewies dabei Ann-Christin Umkehr, sie konnte damit den Wettbewerb für sich entscheiden. Schulleiter Stefan Bub überreichte den drei besten Vorlesern Urkunden und einen Buchpreis, Ann-Christin wird außerdem ihr Gymnasium beim Vorlesewettbewerb auf Landkreisebene in Bad Kissingen vertreten.

Besonders viel Übung wird dafür nicht nötig sein, Ann-Christin Umkehr ist sowieso schon eine richtige Leseratte und weiß, worauf es ankommt. Für den Wettbewerb hatte sie sich eine Szene aus Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf" ausgesucht, dem Lieblingsbuch ihrer Mutter.

Zuhause liest sie ihren Geschwistern gerne vor dem Schlafengehen etwas vor, aber mit so viel Publikum und vor einer Jury ist das noch einmal eine ganz andere Situation. "Meine Hände haben richtig gezittert, aber eigentlich war ich ganz gut drauf", erzählt Ann-Christin. Genau diese Lesefreude steht im Mittelpunkt des Vorlesewettbewerbs. Er gibt den Schülern die Möglichkeit, ihre eigenen Lieblingsgeschichten vorzustellen.
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