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Römershag
Büttenabend

Astronauten im dunklen Weltall

Beim SV Römershag kann man auf die Dorfjugend bauen. Zusammen mit Altbekannten hat das Team um Elke Hüfner wieder einen bunten Abend kreiert.
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Ich heb ab - Die Schwarzlichtshow entführte ins weite Weltall.  Fotos: Thomas Dill
Ich heb ab - Die Schwarzlichtshow entführte ins weite Weltall. Fotos: Thomas Dill
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Seit langem schon ist der Büttenabend des SV Römershag im Sportheim mehr als nur ein vereinsinterner Kappenabend, sondern der einzige klassische Büttenabend im ganzen Stadtgebiet. Standard ist dabei, dass man sich gegenseitig innerhalb des Ortsteils und der gesamten Stadt ordentlich auf die Schippe nahm. Treibende Kraft ist schon seit etlichen Jahren Elke Hüfner. Gibt es den Büttenabend bereits seit 31 Jahren, so führt sie seit deutlich mehr als zwanzig Jahren Regie, kreiert zahlreiche Sketche und Showdarbietungen und sorgt stets erfolgreich für das närrische Spektakel.
Mit diesem Büttenabend sollte nun ein Schlusspunkt gesetzt werden. Doch wer den Abend aufmerksam verfolgt hat, ist sicher, auch nach Elke Hüfner wird es weitergehen, denn der Bazillus Büttenabend schwelt in vielen "Römershächern".
Eine zukunftssichernde Tradition hat dabei die immer wieder gelingende Integration der Dorfjugend in das Programm, die auch heuer einen Großteil des Programms bestritt.


Bänkelsänger und Radlfahrer

Feste Größe seit 30 Jahren auch die Gäste der Brückenauer Karnevalsgesellschaft. Wie immer als Moderatoren Dieter Seban und Peter Pankerl, die Faschingsprinzessin, die Roten Funken, Tanzmariechen und Teenies. Und die Bänkelsänger Pankerl und Seban, musikalisch begleitet von Marko Wolf, brachten auch heuer wieder den Saal zum Kochen.
Statt einer Begrüßung ließ es sich Vorsitzender Erwin Miller nicht nehmen gemeinsam mit Frau Barbara als reimende Radlfahrer etwas über das Fahrradfahren im Alter, das Rad mit Selbstbewegung (E-bike) und Einparkhilfen für den Stadtverkehr nachzudenken.
Altvorsitzender Winfried Hehn sinnierte über seine letzte Kreuzfahrt. Hier sorgte sein unorthodoxer Vortrag für Lacher auch abseits des pointierten Texts. Der Riedenberger Stefan Leitsch plauderte als Faschingsprinz aus dem Nähkästchen von Terminhetze und Eskapaden der gestressten Faschingsprofis.
Ins Märchenreich entführte der Nachwuchs das Publikum. Musikalisch interpretiert wurde "Schneewittchen". Hier stachen vor allem mimisch und gestisch die Jüngsten der Truppe, die neunjährigen Zwillinge Mirko und Louis Dorn als Zwerge hervor. Manuel und Fabian Meissner, Toni Breitenbach, Linus Brust, Max Huppmann als böse Mutter und Christian Scheller als Prinzessin machten die rasante Nummer zu einem Erfolg. Als "Jäb und Jolanda" führten Lena Lochner und Maria König ein Zwiegespräch der etwas schlüpfrigen Art.
Schon Standard beim Büttenabend ist ein Sketch der beiden Macher. In Loriotmanier zeigten Elke Hüfner und Joachim Halbleib einen klassischen Feierabend auf. Der Mann macht einfach nix, die Frau kann und will das nicht begreifen. Kerstin Ziegler und Silvia Schwarz brachten diesmal die bekannte Nummer von Frau Hawlitscheck und Frau Pospischil beim Gespräch im Wartezimmer auf die Bühne.


Männerballett mit Schrubbern

Eine sehenswerte Schwarzlichtschau brachten die Jungs von Schneewittchen, unterstützt von Emilia Dorn, auf die Bühne und entführten die Zuschauer ins dunkle weite Weltall.
Als Männerballett wagten sich vier gestandene Römershäger - Mathias Kaib, Andreas Scheller, Axel Meissner und Günther Hüfner - in Latzhosen auf die Bühne, um als "die Schrubber" im Verlauf des Tanzes zunächst die Hosenträger, später dann die ganzen Hosen zu lüften.


Der feine Unterschied

Größter Sketch des Abends war die Darstellung des feinen Unterschieds. Die Männer (Wolfgang Friedrich, Axel Meissner. Thomas Dorn, Maximilian Spahn) gehen in die Kneipe und haben zackig einige Runden Bier verköstigt. Die Dorfdamen (Lena Lochner, Claudia Dorn, Simone Brust, Maria König, Elke Meissner) brauchen Ewigkeiten, bis der zunehmend gestresste Kellner Christoph Schwarz die Bestellung hat. Dann sitzen sie ewig bei einem Getränk am Tisch und tauschen sich über ihre Einkäufe aus, machen Selfies und "Prösterchen". Das Finale war das musikalisch-tänzerische Battle Boys versus Girls an Table-Dance-Stangen. Knackpunkt und Lacherfolg war dabei der Geschlechtertausch. Lena Lochner, Maria König und Claudia Dorn als robuste Boygroup, Christoph Ditzel, Maximilian Spahn und einmal mehr Christoph Schwarz als sexy aufgepuschte DancingQueens. Erst nach einer kräftezehrenden Zugabe durften sie schließlich von der Bühne.
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