Klosterkreuzberg

Alphorn, Blech und zarte Saiten auf dem Kreuzberg

Urlaubsvertretung Pater Leonardo aus Brasilien und die Zuhörer erleben auf dem Kreuzberg ein ganz besonderes Konzert. Der Hingucker waren natürlich die acht etwa 3,60 Meter langen Instrumente im Altarraum.
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Nicht nur musikalisch beeindruckten die Alphornbläser in der Klosterkirche auf dem Kreuzberg. Foto: Regina Rinke
Nicht nur musikalisch beeindruckten die Alphornbläser in der Klosterkirche auf dem Kreuzberg. Foto: Regina Rinke
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Mehr passten wirklich nicht hinein in die Barock-Kirche auf dem Kreuzberg. Das zehnte Konzert des neuen kulturellen Angebotes in der Klosterkirche wurde zu einem vollen Erfolg. Darüber freute sich auch Pater Leonardo aus Brasilien, der in jedem Jahr auf dem Kreuzberg seelsorgerisch in den Urlaubswochen aushilft. In seiner Begrüßung erinnerte er an seine brasilianische Heimat, in der es diese großen Alphörner auch in den Bergen gebe. Sie jedoch in einem Konzert mit dem interessanten Titel "Alphorn, Blech und zarte Saiten" live zu erleben, sei etwas ganz Besonderes.


Gewaltige Klänge

Drei Instrumental-Gruppen hatten sich vor dem Altarraum platziert. Der Hingucker waren natürlich die acht etwa 3,60 Meter langen Alphörner, welche die musikalische Stunde mit einem sehr feierlichen "Hirtenruf" aus dem Allgäu eröffneten. Fast alle Beiträge der Alphörner stammten kompositorisch aus den alpenländischen Bergen, aus Österreich, der Schweiz sowie dem Allgäu. Verbreitet ist dieses gewaltige Instrument jedoch über die gesamte Erde.

Da dem Alphorn nur elf Naturtöne zu entlocken sind, war es sehr erstaunlich, dass das bekannte "Trumpet volutary" aus England, nur verstärkt durch Kesselpauken, so sauber, klar und majestätisch zu Gehör gebracht werden konnte. Als Kontrapunkt spielte die Stubenmusik "auf zarten Saiten" anschließend "Deutsche Tänze" von Josef Haydn. Der "Andachtsjodler" fügte sich, einfühlsam von den Blechbläsern vorgetragen, ins Programm ein.


Ohne Verstärker

Gespannt waren die Zuhörer auf das "Zwiegespräch" zwischen Orgel und Alphorn. Die Entfernung zwischen beiden Instrumenten (Empore - Altarraum) forderte von den Interpretinnen Priska Kolbeck (Alphorn) und Britta Heim (Orgel) volle Konzentration. Dass auch ein Gesangs-Duo völlig ohne Verstärker das Gotteshaus mit zarten Stimmen auszufüllen in der Lage ist, bewiesen anschließend Michaela Atzler und Gerhard Vieres mit dem Lied "Schwarze Madonna".


Viel Abwechslung

Die Abwechslung der ganz unterschiedlichen Gruppen in der Programm-Abfolge machte den Reiz des einstündigen Konzertes aus. Alle Akteure wurden mit großem Beifall belohnt.
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