Laden...
Bad Brückenau
Ehrungen

70 Jahre mit vollem Eifer dabei

Bei der Kolpingsfamilie läuft es rund. Daran hat Alfred Eller einen großen Anteil. Auch Josef Dörflinger und Franz Schüller sind schon lange dabei.
Artikel drucken Artikel einbetten
Seit 70 Jahren ist Alfred Eller aktiv in der Kolpingsfamilie, hier als Fahnenträger. Foto: Thomas Dill
Seit 70 Jahren ist Alfred Eller aktiv in der Kolpingsfamilie, hier als Fahnenträger. Foto: Thomas Dill
+2 Bilder
Traditionell wird zum Namenstag des heiligen Josef, des Patrons der Handwerker, bei der Kolpingsfamilie Bad Brückenau Rückblick auf das vergangene Jahr gehalten. Im Rahmen der Versammlung wurden zahlreiche Mitglieder geehrt. Dabei kam ein sehr hohes Gesamtehrungsalter von 220 Jahren für allein vier zu Ehrende zusammen.
Schon 70 Jahre ist Alfred Eller bereits bei der Kolpingsfamilie aktiv. In dieser Zeit lebte er den sozialen Gedanken Adolph Kolpings vorbildlich und unverfälscht. Viele Jahre war er dabei vor allem in der Jugendarbeit engagiert und betreute bis Anfang der 70er Jahre die Jugendgruppen der Kolpingsfamilie. Seine vielfältigen Bastelideen und deren Umsetzung sind noch heute legendär. Auch die seinerzeitigen Plattenpartys der Kolpingjugend im Pfarrheim betreute er als verantwortlicher Erwachsener viele Jahre. Auch heute noch sucht er gerne den Kontakt zur Jugend.


Als Nikolaus unterwegs

Seit über 45 Jahren bis heute ist der mittlerweile 88-jährige Unruheständler alljährlich als Nikolaus im ganzen Landkreis, bevorzugt in Kindergärten und Altenheimen, unterwegs. Vor vielen Jahren kaufte er sich gegen größte Widerstände ein eigenes Vereinsbanner, mit dem er die örtliche Kolpingsfamilie bei unzähligen Veranstaltungen in Unterfranken und Hessen als Einmann-Bannerabordnung repräsentierte.
Ganze 60 Jahre ist bereits der Gärtnermeister Franz Schüller beim Kolpingwerk eingeschrieben. Viele Jahre hat er sich als Produzent von Tischschmuck und Kränzen für die Vereinsfeierlichkeiten und für Bindekurse eingebracht. Fünf Jahre länger ist Josef Dörflinger, früher einmal Gruppenleiter und Senior der örtlichen Kolpingsfamilie, dabei. Er hat an diesem Tag nicht nur Namenstag, er ist auch - wie Verbandsgründer Adolph Kolping - Schuster von Beruf. Vor der Jahreshauptversammlung feierte Pfarrer Karl Ebner mit den Mitgliedern einen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche.
Der Jahresrückblick von einer der insgesamt drei Vorsitzenden, Elli Müller-Lummel, zeugte einmal mehr von einem immer noch regen Vereinsleben mit großem sozialen Engagement. So konnten letztes Jahr 438 süße Päckchen gerichtet und über die Kolpingsfamilie Garitz auf die Reise nach Rumänien geschickt werden.


Zusammenarbeit mit Caritas

Die angemietete Scheune im Obertor 4 wird auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten jeden ersten Samstagvormittag im Monat rege genutzt zur Anlieferung von Altkleidern, verwertbarer Wäsche, Schuhen, Brillen, alten Handys und Briefmarkenkiloware. Immer öfter wird nach Voranmeldung auch direkt zu Hause abgeholt. Die Zusammenarbeit mit der örtlichen Caritaskleiderkammer hat für beide Seiten Vorteile. Aufgrund des großen Personalaufwands und des stetig rückgängigen Sammelergebnisses wurde jedoch die seit vielen Jahren praktizierte Straßensammlung eingestellt.
Die Kasse, von Waltraud Klüber seit 1994 ohne Beanstandungen geführt, weist nach wie vor ein solides finanzielles Polster auf, so dass auch in Zukunft das ein oder andere Projekt finanziert werden kann. So beteiligt sich die Kolpingsfamilie nach wie vor am Unterhalt des Pfarrheims. Beim Pfarrfest, dem Bartholomäusfest, ist die Kolpingsfamilie für den Getränkeverkauf zuständig. Am Stadtfestsonntag wird wieder wie in den Jahren zuvor im Pfarrheim in ruhiger Atmosphäre den Stadtfestbesuchern ein gutbürgerliches Mittagessen geboten.


Maiandacht und Anbetung

Die nächsten Termine, zu denen die Kolpingsfamilie einlädt, sind am 10. April um 16.30 Uhr eine Totengedenkandacht in der Friedhofskapelle mit anschließendem Besuch der dortigen Gräber. Am Gründonnerstag, 13. April, wird die Kolpingsfamilie mit dem Frauenbund um 21 Uhr eine gemeinsame Anbetungsstunde gestalten. Am Dienstag, 9. Mai, ist wieder die traditionelle Maiandacht am Ebertskapellchen um 18 Uhr geplant mit anschließendem gemütlichen Beisammensein im Wald.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren