Bad Bocklet
Beschluss

Bad Bocklet nimmt an "Grüngitter"-Projekt teil

In der jüngsten Gemeinderatssitzung Bad Bocklet ging es darum, ob sich der Markt an dem geplanten Naturschutzgroßprojekt "Grüngitter" beteiligt.
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Einstimmig beschlossen die Marktgemeinderäte, sich an dem geplanten Naturschutzprojekt "Grüngitter" zu beteiligen. Hierzu werden pro Jahr 1750 Euro bereit gestellt.Annett Lüdeke
Einstimmig beschlossen die Marktgemeinderäte, sich an dem geplanten Naturschutzprojekt "Grüngitter" zu beteiligen. Hierzu werden pro Jahr 1750 Euro bereit gestellt.Annett Lüdeke
Bürgermeister Andreas Sandwall erläuterte, dass in dessen Rahmen besonders Insekten die Möglichkeit geboten werden soll, blühende Flächen zu finden. "Für dieses Projekt hat sich der Landkreis eingesetzt und hier Fördermittel bekommen", so Sandwall. Derzeit sei es leider immer noch so, dass Grünstreifen gemulcht und Gräben ausgebaggert würden. "Dies führt beim Lebensraum der Insekten zu einem großen Aderlass", betonte er. Es gelte, solche Arbeiten nur noch in einem absolut notwendigen Rahmen durchzuführen, um den Lebensraum zu erhalten. Ein Kümmerer muss für diese Aufgabe gefunden werden, der von den teilnehmenden Gemeinden finanziert wird.

"Ich finde es sehr gut, dass man sich in diese Richtung bewegt", führte Antje Kopp aus. Dennoch forderte sie weitergehende Maßnahmen von der Gemeinde. So wäre es beispielsweise überlegenswert, dass man den Einsatz von Glyphosat auf gemeindlichen Flächen verbietet. "Die Teilnahme am Naturschutzgroßprojekt darf nicht lediglich ein Deckmäntelchen sein, sondern es muss eine Maßnahme unter vielen sein", forderte sie. "Ich bin gespannt, wie man die Landwirte hier ins Boot holen will", gab Simone Götz zu bedenken. "Die Ausarbeitung eines Konzepts kann etwas dauern, hier müssen die Interessen zahlreicher Personengruppen einbezogen werden", so Thomas Beck. Einstimmig beschlossen die Marktgemeinderäte, sich an dem geplanten Naturschutzprojekt "Grüngitter" zu beteiligen. Hierzu werden pro Jahr 1750 Euro bereit gestellt.


Ladestationen am Parkplatz

In der Gemeinderatssitzung wurden auch die Aufträge für die Errichtung von Ladestationen für Elektromobilität verteilt. Im Rahmen des Förderprojekts "Neuaufbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bad Bocklet" wurden drei Firmen angeschrieben, die die Lieferung und die Montage von zwei Elektroladesäulen auf dem Parkplatz in Bad Bocklet übernehmen sollen. Hier soll jeweils ein Ladepunkt mit 22 KW und einer mit 11 KW entstehen, Geschäftsleiter Thomas Beck erläuterte, dass hier vier Autos gleichzeitig geladen werden können. Das preisgünstigste Angebot hat die Firma "charge on" zum Preis von rund 24 000 Euro brutto gemacht. Hierzu wurde ein Zuschuss von knapp 10 000 Euro vom Freistaat Bayern bewilligt.
"Weiterhin hat die Firma "charge on" einen Vertrag für den Betriebsservice der beiden Ladestationen angeboten", so Beck. Dieser beinhaltet den Entstörungsdienst, sowie Inspektion, Wartung, Tarifmanagement und die Bereitstellung für das Direct Payment. Bezahlt werden soll hier mit einer App, durch die auch die Stromsäulen freigegeben werden. Die monatlichen Kosten für den Betriebsservice belaufen sich auf brutto 128 Euro im Jahr. Bürgermeister Andreas Sandwall hatte außerdem vorgeschlagen, den Ladevorgang kostenpflichtig zu gestalten - dies wird wohl über das Smartphone geschehen. "Über den genauen Ablauf sollten noch Informationen eingeholt werden", informierte der Geschäftsleiter. "Ich finde es gut, dass man für diesen Service Geld verlangt. Das tut keinem weh", äußerte Jürgen Reuß seine Meinung. Einstimmig erfolgte die Auftragsvergabe an die Firma "charge on", ebenso wird ein entsprechender Betriebsservicevertrag abgeschlossen werden.


Teilsanierung der Zehnthalle

Gesprochen wurde auch über die Teilsanierung der Zehnthalle in Aschach. Hier informierte Kämmerer Patrick Könen über die Vergabe der Gewerke Elektroinstallation sowie Wand- und Bodenbelagarbeiten, für die gerade Angebote eingeholt werden. "Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren bittet die Verwaltung darum, nach formaler, rechnerischer, fachtechnischer und wirtschaftlicher Prüfung und Wertung der Angebote den wirtschaftlichsten Bieter mit der Durchführung der Arbeiten betrauen zu dürfen", so Könen. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, Bürgermeister Andreas Sandwall zur Vergabe der Angebote zu ermächtigen. Die Ergebnisse müssen dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung bekannt gegeben werden.

Unter anderem standen auch Bauanträge auf der Tagesordnung. Einstimmig wurde der Ausbau des bestehenden Dachgeschosses mit Errichtung einer Wohnung in der Balthasar-Neumann-Straße in Bad Bocklet genehmigt. In der Raiffeisenstraße in Aschach kann der Anbau eines Geräteraumes am bestehenden Garagengebäude sowie die Errichtung einer Einfriedungsmauer erfolgen. Positiv beschieden wurde auch ein Tekturantrag, der eine Geländeauffüllung und Stützmauern auf einem Grundstück im "Kleinfeldlein" in Bad Bocklet vorsieht. Ebenso wurde dem Antrag auf isolierte Befreiung stattgegeben. Am "Sechsäcker" in der Gemarkung Hohn soll ein Gartenhaus mit integrierter Sauna errichtet werden. Der Antrag auf eine isolierte Befreiung, die die Errichtung einer Einfriedung auf einem Grundstück in der Straße "Am Stück" in Roth vorsieht, wurde zurückgestellt.
Der Tekturantrag zur Änderung der Dachform vom Satteldach zum Walmdach in der Rhönstraße in Bad Bocklet wurde positiv beschieden.

Um die Bestätigung von Feuerwehrkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Roth ging es in einem weiteren Punkt. Bei der Dienstversammlung am 5. Januar diesen Jahres wurden dort Jörg Marschner zum Kommandanten und Thomas Wehner zu seinem Stellvertreter gewählt. Einstimmig bestätigte der Marktgemeinderat die beiden bis zum 31. Januar 2024.
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