Bad Bocklet
Gemeinderat

Bad Bocklet: Das Festival war eine tolle Werbung

Bürgermeister Andreas Sandwall blickte auf das Jahr zurück. Das Sommerfestival des Senders Bayern 1 war das Highlight im Veranstaltungskalender des Marktes.
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Die Besucher füllten im sommer beim Sommerfestival des Radiosenders Bayern 1 den Kurpark von Bad Bocklet.  Fabian Gebert
Die Besucher füllten im sommer beim Sommerfestival des Radiosenders Bayern 1 den Kurpark von Bad Bocklet. Fabian Gebert

In seinem traditionellen Jahresrückblick fasste Bad Bocklets Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU) in der vergangenen Gemeinderatssitzung die Höhepunkte des Jahres 2019 aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur in einer Bilderschau zusammen. Dies alles wäre ohne eine konstruktive Zusammenarbeit nicht zu leisten gewesen, dankte er abschließend dem Ratsgremium und den Mitarbeitern der Verwaltung.

Die größte Außenwirkung hatte zweifellos das zweitägige Sommerfestival des Heimatsenders Bayern 1 mit der deutschen Pop-Band Alphaville und der britischen Sängerin Kim Wilde. Der Bürgermeister dankte allen beteiligten Vereinen, den Feuerwehren und ehrenamtlichen Helfern, ohne deren tatkräftige Unterstützung "das für den Markt Bad Bocklet einmalige Großereignis" kaum zu organisieren gewesen wäre. Bad Bocklet hatte sich im Wettbewerb möglicher Austragungsorte gegen Großstädte wie Erlangen durchsetzen können. "Anfangs hatte ich nicht an die 20 000 Besucher glauben wollen", gab Sandwall offen zu und freute sich nun über eine landesweite Werbung, "die wir als kleine Gemeinde gar nicht hätten bezahlen können".

Im auslaufenden Kalenderjahr habe es viele Veranstaltungen gegeben, ergänzte Sandwall und nannte als Beispiele den Open-Air-Auftritt des Kabarettisten Michl Müller, die zweiteilige Livesendung "Musik & Xang" des Bayerischen Rundfunks, das alljährliche Traktor-Treffen der Fendt-Freunde Bocklet und letztmalig das feierliche Gelöbnis der Hammelburger Offizieranwärter mit Ehrengast Berthold Schenk Graf von Stauffenberg, dem heute 85-jährigen Sohn des von den Nazis ermordeten Widerstandskämpfers.

Weichen für Bauprojekte gestellt

Für Bauprojekte kommender Jahre wurden heuer notwendige Voraussetzungen geschaffen. Als wichtigstes Beispiel nannte Sandwall die Planungen zur Errichtung des Rewe-Supermarktes am Aschacher Kreisel durch Änderung des Flächennutzungsplans "Herrenfeld" und die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans, über dessen endgültige Fassung der Gemeinderat im Januar beschließen wird. Auch der Bebauungsplan für ein vor allem für die Ansiedlung junger Familien gedachtes Wohngebiet in Roth sowie die im November begonnene Erschließung des Steinacher Neubaugebiets "Am Salzforst" stand 2019 auf der Tagesordnung des Gemeinderats.

Insgesamt 145 Tagesordnungspunkte hatte der Gemeinderat heuer in 18 Sitzungen abzuarbeiten, darunter 41 Bauanträge. Als Beispiele kommunalen Bauens nannte der Bürgermeister die mit Vereinen besprochene Planung zur Umgestaltung des alten Rathausplatzes zum neuen Dorfmittelpunkt, über die der Gemeinderat demnächst zu beschließen hat, die Fortsetzung der Schlagloch-Offensive mit einem Investitionsvolumen für Straßenreparaturen in Steinach, Aschach und Bad Bocklet sowie die Modernisierung der Spielplätze in Großenbrach und ab kommendem Frühjahr in Nickersfelden. Als praktische Unterstützung für das heimische Gewerbe sieht Sandwall den Umbau alter Zimmer im zweiten Obergeschoss des früheren Hotels Laudensack in Appartements für Azubis aus anderen Heimatregionen sowie die vom Jugendverein organisierte erfolgreiche Premiere der Azubi-Messe, die im Januar ein zweites Mal stattfinden wird. Sandwall: "Ich finde es toll, dass sich unsere Jugend so stark einbringt."

Zum Jahresschluss dankte der Bürgermeister allen Mitgliedern des Bad Bockleter Gemeinderats für deren ehrenamtliches Engagement und zeigte sich zuversichtlich, auch im kommenden Jahr mit einem ab Mai personell veränderten Gremium ebenso gut zusammenarbeiten zu können. Dritter Bürgermeister Norbert Borst (CSU, Nickersfelden) erwiderte den Dank des Gemeinderats und schloss in seine Worte zugleich die Mitarbeiter der Verwaltung ein: "Macht weiter so."

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