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Nüdlingen
Bilanz

Aufrechterhaltung des Nüdlinger Museumbetriebs wird immer schwieriger

Ehrungen und einen Rückblick aufs (Museums)Jahr gab es bei der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Nüdlingen.
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Ehrungen für langjährige Vereinstreue, im Bild die anwesenden Geehrten mit den Vorstandsmitgliedern Werner Herterich und Peter Brust (rechts).Von links: Dietmar Hofmann (30 Jahre), Manfred Götz (40) und Günter Katzenberger (40). Foto:  Arthur Stollberger
Ehrungen für langjährige Vereinstreue, im Bild die anwesenden Geehrten mit den Vorstandsmitgliedern Werner Herterich und Peter Brust (rechts).Von links: Dietmar Hofmann (30 Jahre), Manfred Götz (40) und Günter Katzenberger (40). Foto: Arthur Stollberger

Vorsitzender Werner Herterich zeigte sich über den Besuch von 60 Mitgliedern, darunter einige Ehrenmitglieder, bei der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Nüdlingen im Museumsgasthaus "Stern" zufrieden.

Besserer Besuch bei Faschingsveranstaltungen erwünscht

Im Bericht über das vergangene Vereinsjahr ließ er die Vereinsaktivitäten nochmals Revue passieren. Der Besuch bei den geselligen Veranstaltungen war unterschiedlich; vor allem die Resonanz bei einigen Faschingsveranstaltungen hätte besser sein können, meinte der Vorsitzende. Ein "volles Haus" verzeichnete man dagegen beim Starkbierfest. Sehr gut sei wieder die Kreuzbergwanderung im April angenommen worden. Bei der Maibaumaufstellung verzeichnete der Verein guten Besuch. Unerfreulich war jedoch die geringe Zahl an Helfern. Zu den festen Terminen gehörten die Teilnahme am Dorfpokal der Kegler und der Schützen.

Erneut nahm der Heimatverein am Internationalen Museumstag teil. Führungen wurden im Heimatmuseum durchgeführt und die Gäste im "Stern" bewirtet. Zur Vorbereitung des "Hoffestes" gab es eine Mitgliederversammlung. An den Festzügen (Kilianifest, Rakoczyfest) nahm der Verein jeweils mit einer Trachtengruppe teil. Es habe bei den großen Zuschauerzahlen viel Spaß gemacht. Auch in diesem Jahr stehe die Festzugsteilnahme wieder auf dem Programm. Die Besucherzahlen beim zweitägigen Hoffest im Außenbereich des "Stern" waren zufriedenstellend. Die große Hitze hielt tagsüber wohl viele vom Besuch ab.

Zu wenig Anmeldungen für Vereinsausflug

Als sehr bedauerlich beschrieb Werner Herterich das Scheitern des Vereinsausflugs nach Bamberg, da es zu wenige Anmeldungen gab. Im September kam es zur Eröffnung der Ausstellung im Heimatmuseum mit dem Titel "Der nächste bitte". In diesem Zusammenhang bedankte sich Werner Herterich für die Unterstützung des neuen Museumskonzepts bei der Gemeinde, bei Bezirksrat Stefan Funk, bei der Kulturhistorikerin Daniela Kühnel und beim neuen Museumsleiter Dr. Bernd Hein.

Als weitere Vereinstermine nannte der Vorsitzende die Teilnahme der Trachtengruppe am Erntedankfest, eine Schlachtschüssel im November und das traditionelle Turmblasen an Silvester.

Grußworte machten Anerkennung und Wertschätzung der Vereinsarbeit deutlich. Mit der Schaffung des Museumsgasthauses "Stern" sei eine recht gute Entscheidung getroffen worden. Edgar Thomas bedankte sich vor allem beim Museumsleiter Dr. Bernd Hein und bei der Vorstandschaft.

Ehrungen für treue Mitglieder

Für 25 Jahre Mitgliedschaft ehrten Vorsitzender Herterich und Stellvertreter Peter Brust die Vereinsangehörigen Thomas Zänglein und Rosemarie Zirkenbach. Für 30 Jahre wurde Dietmar Hofmann gewürdigt, und für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Manfred Götz und Günter Katzenberger mit der Anstecknadel in Silber ausgezeichnet. Dank für ihre Unterstützung erhielten auch die Frauen der Vorstandsmitglieder sowie Bodo Beck für seine Hilfe.

Bei seinem Kassenbericht dankte Gerhard Schmitt der Gemeinde für ihre großzügige Unterstützung.

Bericht übers Heimatmuseum

Museumsleiter Dr. Bernd Hein wies in seinem Bericht darauf hin, dass die Aufrechterhaltung des Museumbetriebs seit Jahren immer schwieriger geworden sei. Die verwaltungstechnischen, organisatorischen und rechtlichen Anforderungen und Bestimmungen in Bezug auf Förderungen und Anträge erforderten neben Gesprächen mit der Vorstandschaft Hilfe von außen. Herzlichen Dank sagte der Museumsleiter für die umfassende Hilfe durch die Gemeinde, den Gemeinderat und die Mitarbeiter der Kommune. Hein würdigte die fachlich kompetente Kulturhistorikerin Daniela Kühnel, deren Vorschläge im Gemeinderat diskutiert und einstimmig befürwortet wurden. Finanzielle Hilfe wurde mit Zuschüssen seitens der Gemeinde und des Bezirks Unterfranken ermöglicht. Durch Sonderausstellungen im Museum sollte es mit neuem Leben erfüllt werden. Viele Vorarbeiten durch Firmen und ehrenamtliche Mitarbeiter waren zu leisten, bis das stimmige Ambiente fertig war. Bei der Auswahl der Exponate, alle aus dem Heimatmuseum, wirkte Kühnel entscheidend mit. Eine umfangreiche Werbeaktion wurde dann gestartet, an der Museumsleiter Hein beteiligt war. Ein Dienstplan musste erstellt werden. An 13 Sonntagnachmittagen kamen insgesamt 129 Erwachsene und sieben Kinder. In zwei Sonderführungen wurden noch einmal 36 Erwachsene gezählt. Vor allem, was das Interesse der Vereinsmitglieder betraf, sei die Besucherzahl enttäuschend gewesen. "Von den Schulen und den Hotels kam überhaupt keine Resonanz", fügte der Museumsleiter hinzu. Immerhin, wer gekommen war, war voll des Lobes über die Ausstellung in ihrer fachlichen und räumlichen Präsentation und über die reichhaltige Ausstattung des Museums.

In seiner Zusammenstellung der Helferstunden bei den Vorarbeiten und der Durchführung der Sonderausstellung kam Hein auf 350 Stunden, die von 42 Mitgliedern aufgebracht wurden. Für den Museumsleiter ergaben sich 80 Stunden. Dankesworte richtete Museumsleiter Hein an den 1. Bürgermeister, den Gemeinderat, die Gemeindeverwaltung und den Bauhof. Außerdem bedankte er sich bei allen helfenden Vereinsmitgliedern für eine Vielzahl von Arbeiten, wozu auch die Bewirtschaftung des "Stern" und die leckeren selbst gebackenen Kuchen gehörten.

Der Versuch, das Museum mit neuem Leben zu erfüllen, sei teilweise gelungen. Um erfolgreich zu werden, sei weiterhin die aktive Mithilfe der Vereinsmitglieder nötig. Für ihre unermüdliche und überdurchschnittliche Unterstützung bedankte sich Dr. Hein besonders bei den bisherigen Museumsleitern Johann Göbbel und Horst Günter.

Die nächsten Veranstaltungstermine

Vorsitzender Werner Herterich gab abschließend die nächsten Vereinstermine bekannt. Am 9. Februar findet ein Kappenabend im "Stern" statt. Am Donnerstag, 28. Februar, folgt ein "Altweiberfasching", ebenfalls im "Stern". Am Rosenmontag geht im "Stern" sowohl ein Kinderfasching als auch ein Faschingsabend für Erwachsene über die Bühne. Zum Starkbierabend wird am 30. März in den "Stern" eingeladen. Hingewiesen wurde auf den Familienausflug nach Tripsdrill am 11. Mai (die Anmeldung muss bis 13. April erfolgen). Geplant ist weiterhin ein dreitägiger Vereinsausflug nach Berlin vom 13. bis 15. September. Die Anmeldung sollte bis 18. Juni erfolgen.

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