Nüdlingen
Kirche

Auf geht's nach Vierzehnheiligen

Unter dem Motto "Glaube - Leben - Vertrauen" starten die Nüdlinger am 7. Mai zur traditionellen Wallfahrt nach Vierzehnheiligen.
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Das ersehnte Ziel der Vierzehnheiligen-Wallfahrt: der renovierte Nothelferaltar in der Basilika von Vierzehnheiligen . Archivfoto: Arthur Stollberger
Das ersehnte Ziel der Vierzehnheiligen-Wallfahrt: der renovierte Nothelferaltar in der Basilika von Vierzehnheiligen . Archivfoto: Arthur Stollberger
Zahlreiche Nüdlinger Bürger und viele Weggefährten von auswärts, machen sich am Montag, 7. Mai, etwa um 9.30 Uhr auf die etwa 90 Kilometer lange Pilgerstrecke zur Päpstlichen Basilika am Wallfahrtsort Vierzehnheiligen. Nach dem Verladen des Gepäcks auf das große Transportfahrzeug im Feuerwehrhof erhalten die Teilnehmer in der Pfarrkirche durch Pfarrer Dominik Kesina, der selbst zum zehnten Mal dabei ist, den geistlichen Segen. Seit einem Jahr steht fest, dass der bisherige Wallfahrtsführer Michael Schäfer auf Grund einer langwierigen Verletzung sein Amt an seinen bisherigen Stellvertreter Oliver Speck überträgt. Oliver Speck ist also der neue Wallfahrtsführer und er geht seine Aufgabe voller Optimismus an.


Die Wegstrecke

Zuerst erreichen die Wallfahrer Poppenlauer. Die erste Rast wird stets an der "Grotte" eingelegt, die zwischen Poppenlauer und Thundorf erreicht wird. Nach einer "Schnaufpause" in Thundorf geht es weiter über Aidhausen nach Kerbfeld, wo die meisten Pilger zum ersten Mal übernachten. Am Dienstag starten die Wallfahrer in aller Frühe über Lendershausen und Hofheim nach Goßmannsdorf. Nach Gottesdienst und Frühstückspause erreichen die Wallfahrer über Kraisdorf und Kaltenbrunn dann ihr ersehntes Ziel, die päpstliche Basilika Vierzehnheiligen mit ihrem prächtigen Nothelferaltar. Der dritte Tag (Mittwoch) wird ganz in Vierzehnheiligen verbracht. Religiöse Höhepunkte sind die Prozession um den Nothelferaltar zwischen 12 und 13 Uhr, sowie eine abendliche Eucharistiefeier mit anschließender Lichterprozession. Am Festtag Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 10. Mai, wird nach der Heiligen Messe um 6 Uhr, sowie einem kräftigen Frühstück, der Rückweg angetreten. Übernachtet wird traditionell in Goßmannsdorf oder Kerbfeld. Am Freitag, 11. Mai werden die Wallfahrer dann von Ministranten gegen 20 Uhr am Ortsrand auf dem Wurmerich abgeholt und zur Kirche geleitet. Zuvor hatten sie die Gastfreundschaft des Pfarrgemeinderats im Pfarrheim von Poppenlauer erlebt, wo jedes Mal liebevoll zubereitete Köstlichkeiten auf die Wallfahrer warten. Groß ist die Wiedersehensfreude beim Einzug in den Heimatort, wo viele Pilger, innerlich bewegt, mit Blumensträußchen begrüßt werden. Nach dem Einzug in die Kirche bildet eine Dankandacht den offiziellen Abschluss des Pilgerwegs.


Umfangreiche Organisationsarbeit

Bereits vor Monaten hat sich der Kern des Wallfahrerteams mit zahlreichen Einzelheiten der Durchführung befasst. Vorbeterin und Mitgestalterin der Wallfahrt ist wie seit vielen Jahren Margot Freidhof. Nicht wegzudenken sind der Fahrer des schweren Traktors vor dem Gepäckanhänger, sowie sein Beifahrer. Weitere Fahrzeuge können Pilgern mit Fußschwierigkeiten zeitweise Entlastung verschaffen. Außerdem sichern ihre Fahrer - meist Franz Schäfer und Bodo Beck - die Wallfahrer bei Straßenüberquerungen. Gelegentlich hilft auch die Landespolizei.
Wie Wallfahrtsführer Oliver Speck mitteilt, sollte das Hauptgepäck in Koffern oder Taschen verpackt werden. Ein Namensschildchen sollte nicht fehlen. Keineswegs sollten Hartschalenkoffer verwendet werden, da diese auf dem Begleitfahrzeug ins Rutschen kommen würden. Empfohlen wird zusätzlich ein "kleines Handgepäck" oder ein Rucksack für die Versorgung während des ersten Tages, sowie für die Möglichkeit, sich auf ungünstige Witterungsverhältnisse einzustellen.

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