Bad Kissingen
Hotel

Auf dem Weg zu den vier Sternen

Mitte Mai eröffnet das Cup Vitalis Parkhotel in der Menzelstraße. Die über zwölf Millionen Euro teure Sanierung der ehemaligen Rudolf-Wissell-Klinik kommt fast einem Neubau gleich.
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Direktor Martin Gerlach und technischer Leiter Michael Eidel (von rechts) im Treppenhaus des künftigen Cup Vitalis Parkhotels. Fotos: Mäuser
Direktor Martin Gerlach und technischer Leiter Michael Eidel (von rechts) im Treppenhaus des künftigen Cup Vitalis Parkhotels. Fotos: Mäuser
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Wer zur Zeit durch das ehemalige Rudolf-Wissell-Sanatorium in der Menzelstraße geht, vermag sich kaum vorzustellen, dass hier in wenigen Wochen ein Vier-Sterne-Hotel eröffnet wird. Überall Bauarbeiter, nackte Wände, noch nicht abgehängte Decken, Betonstaub. Doch Hoteldirektor Martin Gerlach ist sicher: "Wir eröffnen Mitte Mai."

Weit über zwölf Millionen Euro steckt die Cup Vitalis Hotel- und Betriebsgesellschaft mit Sitz in Bremen in die ehemalige Klinik, die sie im vergangenen Jahr von der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg erworben hat.


Total entkernt

Eigentlich hatte Geschäftsführer Holger Pentzke gehofft, das Haus schon im März eröffnen zu können, doch dann hat sich die Eigentümergesellschaft, die auch Betreiber sein wird, entschlossen, das Gebäude total zu entkernen. "Bis auf die tragenden Wände ist es so gut wie ein Neubau", versichern Direktor Gerlach und technischer Leiter Michael Eidel. "Alles andere wäre gewesen, als wasche sich jemand, ohne sich die Klamotten auszuziehen."

"Alle Zwischenwände sind neu, den Brandschutzbestimmungen entsprechend", sagt der Direktor bei einem Rundgang durch das Haus. Und nur dank der kompletten Entkernung sei es möglich geworden, zeitgerecht große Zimmer anzubieten. Statt zwölf Quadratmeter wie in der ehemaligen Klinik messen die Zimmer nun bis zu 42 Quadratmeter.


Komplett neu eingerichtet

Alle Gästezimmer werden komplett neu eingerichtet, erhalten neue Bäder. Die Installation im gesamten Haus ist neu, angefangen von den Heizkörpern über die Lüftung bis hin zu den Wasserleitungen.

Einen neuen Platz hat das Restaurant gefunden, einen Stock tiefer, so dass es nun neben der Küche liegen wird. Diese wird gerade auf den neuesten Stand gebracht. Auch das Schwimmbad ist noch eine einzige Baustelle.
Trotzdem, zwischen 10. und 15. Mai soll alles fetigt sein. Am aufwendigsten waren laut Gerlach und Eidel die Entkernung und der Einbau der neuen Wände. Die Verlegung der Böden, der Einbau des Mobiliars, all das gehe nun schnell.

Der gewaltige Aufwand hat auch etwas mit den Ansprüchen zu tun, die sich Eigentümer und Betreiber gesetzt haben. "Wir haben mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband vorab gesprochen, uns den Kriterienkatalog für ein Vier-Sterne-Haus geben lassen, und wir werden diese Kriterien erfüllen. Nur ein zufriedener Gast kommt wieder", weiß Direktor Michael Gerlach aus langjähriger Erfahrung.

Deshalb erhält das Hotel auch eine komplett neue Sauna-Landschaft, die im kommenden Winter eingerichtet wird, während die Therapie-Abteilung größtenteils erhalten bleiben kann und nur hergerichtet werden muss.


Vorerst 50 Arbeitsplätze

In Betrieb gehen wird das Parkhotel Cup Vitales mit 50 fest angestellten Vollzeitkräften. Bis zu 150 Gäste will man vorerst aufnehmen, damit sich der Betrieb einfahren kann. Für das kommende Jahr rechnet Hoteldriektor Martin Gerlach bereits mit einer Belegung von über 90 Prozent.

Probleme, das neue Cup Vitalis Parkhotel in der Menzelstraße zu füllen, sieht Holger Pentzke nicht. Er ist nicht nur Geschäftsführer der Cup Vitalis Hotel- und Betriebsgesellschaft, sondern auch der Cup Touristik GmbH mit Sitz in Bremen. Diese Gesellschaft ist seit 30 Jahren auf dem Markt und verfügt laut Pentzke über einen Stamm von einer Viertelmillion Kunden.

Das Haus in der Menzelstraße ist kein Neuland für die Cup Touristik. Schon als hier noch die Medis-Vitalis-Klinik residierte, wurde es von der Gesellschaft mit Gästen bedient. Und die waren so begeistert von dem Haus, dass die Entscheidung reifte, die ehemalige Klinik zu erwerben und als eigenes Hotel zu beschicken.


Gäste aus ganz Deutschland

Die von Cup Touristik angebotenen Reisen werden in Zusammenarbeit mit zahlreichen Busunternehmen bundesweit angeboten. Die Gäste kommen aus ganz Deutschland. Im Programm finden sich im Wesentlichen Aufenthalte mit sieben, neun oder 14 Übernachtungen.

"Unser Publikum ist ab 50 aufwärts", sagt Hoteldirektor Martin Gerlach und spricht von gehobenem Mittelstand. Bus-Touristik sei nicht mit Sauftouren gleichzusetzen. Angesprochen seien Menschen, die sich eine Auszeit gönnen und relaxen wollen - aber nicht unbedingt auf Mallorca. Auch Leserreisen für Printmedien bietet Cup Touristik an.


Eigene Programme

Wie bei den bisherigen Reisen, die unter anderem auch in die tschechischen Bäder führen, werden den Gästen in Bad Kissingen Programme angeboten. Unter anderem in den Bereichen Spa, Wellness und Schönheit, aber auch in der Sparte Touristik.

"Wir werden eine hauseigene Gästebetreuung haben", sagt Hoteldirektor Gerlach, die spezielle Arrangements entwickelt. Zum Beispiel in Zusammenhang mit dem Rakoczyfest, aber auch der gesamte Umkreis Bad Kissingens soll mit in die Programme eingebunden werden. So will die Hotelleitung eng mit der Staatsbad GmbH und der Stadt zusammenarbeiten.


Werbung für und mit Kissingen

Neben all den eigenen Angeboten setzen das Hotel und Cup Touristik auf den Charme Bad Kissingens. Im aktuellen Internet-Auftritt werden die Vorzüge der Kurstadt voll ins Licht gerückt. Die Sehenswürdigkeiten werden ausführlich vorgestellt, mit Freizeittipps und ausführlicher Bebilderung. Auch der Ort, in dem das Hotel steht, müsse positiv verkauft werden Laut Holger Pentzke gibt es in Deutschland nur wenige vergleichbar schöne Kurorte.Da ein Großteil der Gäste mit dem Bus anreisen wird, ist ein hauseigener Shuttle-Service geplant. Doch auch Individualreisenden soll das Cup Vitalis Parkhotel offen stehen. Man habe nichts gegen Gäste, die nur ein oder zwei Übernachtungen buchen, versichert Martin Gerlach.

Zimmer Das Parkhotel Cup Vitalis wird 174 Zimmer mit 288 Betten haben, samt und sonders komplett neu.

Unterhaltung Zur Gäste-Infrastruktur des neuen Hotels zählen unter anderem ein Restaurant mit 280 Plätzen, ein à la Carte-Restaurant mit 26 Plätzen, Café, Bar, Sonnenterrasse, Lehrküche, Kegelbahn, Billard, Outdoor-Schach und Boccia.

Gesundheit Der Spa- und Gesundheitsbereich wird sich auf 2000 Quadratmeter erstrecken. Geboten werden unter anderem Hallenbad, Fitnesscenter, Anwendungen und eine Sporthalle mit 2000 Quadratmetern. Außerdem klassische Anwendungen wie Moorbäder und Fango. Im kommenden Winter wird das Hotel noch einmal zwei Monate geschlossen und um eine Sauna-Landschaft ergänzt.

Heizung Beheizt wird das Hotel durch ein eigenes Blockheizkraftwerk. Betrieben wird es mit Gas.

Park Das Hotel verfügt über eine 35.000 Quadratmeter große eigene Gartenanlage, Vor dem Haus stehen 80 Parkplätze bereit.
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