Ebenhausen
Gemeinderat

Auch in Ebenhausen geht der Trend zu Urnenbestattungen

Auf dem Friedhof in Ebenhausen reichen die drei bestehenden Urnenwände bald nicht mehr aus, fürchtet die Gemeindeverwaltung.
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Bürgermeister Franz Kuhn (zweiter von rechts) mit einigen Gemeinderäten vor einer der drei Urnenwände.
Bürgermeister Franz Kuhn (zweiter von rechts) mit einigen Gemeinderäten vor einer der drei Urnenwände.
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Der Trend zu Urnenbestattungen zeigt sich nicht nur in deutschen Großstädten, sondern auch in ländlichen Regionen wie in der Gemeinde Oerlenbach. Doch auf dem Friedhof in Ebenhausen reichen die drei bestehenden Urnenwände bald nicht mehr aus, fürchtet die Gemeindeverwaltung. Deshalb beschloss der Gemeinderat am Dienstag nach einer Ortsbesichtigung, künftig auch Urnenbestattungen in seit langer Zeit ungenutzten Grabfeldern künftig zuzulassen.

Drei Urnenwände stehen schon jetzt kreisförmig angeordnet auf dem Friedhof in Ebenhausen. "Momentan sind nur noch sieben Plätze frei", informierte Oerlenbachs Bürgermeister Franz Kuhn (CSU) die Gemeinderäte zu Beginn des abendlichen Rundgangs. Deshalb stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, zusätzlich noch eine vierte Urnenwand zu errichten oder stattdessen an anderer Stelle Erdbestattungen für Urnen zuzulassen.

Bisher sei es bereits erlaubt, Urnen in bestehenden Familiengräbern zu bestatten, wies der Bürgermeister auf diese Möglichkeit hin. Doch in Ebenhausen hat man hiervon noch nie Gebrauch gemacht. Mit einer vierten, zusätzlich zu bauenden Urnenwand in der einzigen noch verbliebenen Lücke würde die Urnen-Abteilung optisch von der restlichen Friedhofsanlage getrennt, gab Kuhn zu bedenken.

Mehr freie Grabstellen

Andererseits hat die Zahl freier Grabstellen auf dem in fünf Abteilungen halbkreisförmig angelegten Friedhof über Jahre zugenommen. Davon konnten sich die Gemeinderäte auf ihrem Rundgang selbst ein Bild machen. Sinnvoller wäre es deshalb, so der Vorschlag des Bürgermeisters mit Blick auf die Kosten für eine Urnenwand, zuvor diese Lücken mit Urnengräbern aufzufüllen. Nachdem die Gemeinderäte vor Ort ihre Zustimmung zur Neuzulassung von Urnengräbern signalisiert hatten, blieb noch die Frage zu klären, ob Urnenbestattungen verteilt über alle fünf Abteilungen erlaubt sein sollen oder ob damit nur in einer begonnen werden soll. Auch hier folgten die Räte der Empfehlung des Bürgermeisters, zunächst die Abteilung 4 mit den meisten Leerfeldern durch Urnengräber wieder zu füllen. In der Gemeinderatssitzung im Rathaus stimmte das Gremium dieser neuen Regelung einstimmig zu. Begonnen werden soll mit jenen Grabfeldern, die schon die längste Zeit ungenutzt sind.

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