LKR Bad Kissingen
Personalie

Andreas Fuchs leitet den Bereich Bautechnik im Kreis Bad Kissingen

Architekt Andreas Fuchs folgt Jürgen Dobler als Leiter des Sachgebietes "Bautechnik und Liegenschaften" nach. Bei ihm sind die Aufgaben des früheren Kreisbaumeisters wieder in einer Hand, trotzdem trägt er nicht diese Bezeichnung.
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Andreas Fuchs vor dem früheren Vermessungsamt, an dessen Fassade ein Wappenstein auf die ursprüngliche Verwendung als Königliches Landbauamt hinweist: Hier hat der Kreis die Bereiche Baurecht, Hoch- und Tiefbau sowie Liegenschaftsverwaltung untergebracht.  Foto: Ralf Ruppert
Andreas Fuchs vor dem früheren Vermessungsamt, an dessen Fassade ein Wappenstein auf die ursprüngliche Verwendung als Königliches Landbauamt hinweist: Hier hat der Kreis die Bereiche Baurecht, Hoch- und Tiefbau sowie Liegenschaftsverwaltung untergebracht. Foto: Ralf Ruppert
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Der Umzug der Bauabteilung des Landratsamtes war eine Rückkehr zu den historischen Wurzeln: Ein Wappenstein mit der Aufschrift "Landbauamt Kissingen" an der Fassade weist auf die frühere Funktion als zunächst Königliches, dann Staatliches Bauamt hin. Danach zog dort das Vermessungsamt ein, wegen dessen Umzug ins Luitpoldbad kaufte das benachbarte Landratsamt die Immobilie. Eingezogen sind die Abteilungen "Baurecht" sowie "Bautechnik und Liegenschaften". "Hier sind jetzt alle Bau-Themen zusammen gefasst", sagt Abteilungsleiter Thomas Schoenwald.

Im November 2017 wurde das Haupthaus des Landratsamtes für die Generalsanierung geräumt und die beiden Sachgebiete zogen ins ehemalige Vermessungsamt. "Das hat gepasst und uns war wichtig, dass die Hochbauverwaltung die Baustelle gut betreuen kann", berichtet Schoenwald. Die endgültige Entscheidung, dass alle Mitarbeiter von Bauaufsicht bis -service in dem Gebäude bleiben, sei erst im Spätherbst 2018 gefallen, ergänzt Jürgen Metz vom Büro des Landrates: "Wir haben hier alles kompakt im Haus, und durch die Theke im Erdgeschoss haben wir auch einen eigenen Empfang."

Dobler nur kurz an der Spitze

Das Sachgebiet Baurecht, das auch für Baugenehmigungen zuständig ist, leitete bereits vor dem Umzug Andrea Hartmann. Bei der technischen Bauverwaltung dagegen gab es zwei Führungswechsel in kurzer Zeit: Nach knapp 25 Jahren schied im Juli 2016 Kreisbaumeister Günter Stammwitz aus. Sein Nachfolger als Sachgebietsleiter wurde Jürgen Dobler. Allerdings übernahm bereits damals Doblers Nachfolger als stellvertretender Sachgebietsleiter, Andreas Fuchs, etliche Aufgaben von Stammwitz, etwa den Vorsitz des Gutachter-Ausschusses oder die Begehungen mit dem Landesamt für Denkmalpflege.

Im Dezember ist der 42-jährige Andreas Fuchs nun erneut Dobler nachgefolgt, jetzt an die Spitze des Sachgebiets. Unterstützt wird er von den Bereichsleitern Ralph Katholing (Hochbau) und Andreas Röder (Tiefbau) sowie insgesamt fünf weiteren Hoch- und Tiefbautechnikern. "Jetzt ist das Aufgabengebiet wieder mit dem von Herrn Stammwitz vergleichbar", sagt Schoenwald. Trotzdem trage Fuchs nicht den Namen Kreisbaumeister: "Das hat formale Gründe." Ein Kreisbaumeister sei ein Architekt des höheren Dienstes mit Referendariat in einer Baubehörde.

Rückkehr in die Heimat

Für Andreas Fuchs war die Stelle im Landratsamt eine Rückkehr in die Heimat: Fuchs wuchs in der Kurstadt auf, studierte von 1996 bis 2001 Architektur in Würzburg und arbeitete dort zunächst in einem Büro. 2008 wechselte er ins Staatliche Bauamt Würzburg und holte die Ausbildung zum gehobenen technischen Dienst nach. 2012 zog es die Familie mit zwei Kindern zurück in die Heimat: "Wir haben das Grün vermisst und wollten zurück aufs Land." Ab dem 1. August 2012 war er in der technischen Bauaufsicht unter anderem für Brandschutz-Nachweise zuständig.

"Das ist eine spannende und vielfältige Aufgabe", freut er sich nun über die Leitung des Sachgebietes. Neben der Betreuung von großen Bauprojekte gehöre die Suche nach Pächtern für Liegenschaften zu den Aufgaben, zuletzt etwa für das kreiseigene Berghaus Rhön. Bei der Beratung von Bauherren hat er vor allem ein Ziel: "Ich würde mir wünschen, dass man die fränkische Baukultur erhält, aber auch offen ist für moderne Architektur", sagt er. Natürlich gebe es viele gesetzliche Auflagen. "Aber man kann im Kontakt mit den Bürgern auch immer wieder Anregungen geben", ist Fuchs überzeugt.

"Alle Großprojekte sind im Plan", fasst Fuchs die Lage auf den zahlreichen Baustellen des Landkreises zusammen. Die größte davon ist der Neubau des Berufsbildungszentrums Münnerstadt für rund 30 Millionen in Kooperation mit der Caritas. Aber auch die Generalsanierung und Erweiterung des Landratsamtes kostet rund 14 Millionen Euro. Sobald es milder wird, soll am Berghaus Rhön weiter gebaut werden. Vorbereitet werden andere Projekte wie die Sanierung des Telekom-Gebäudes oder des Frobenius-Gymnasiums Hammelburg.



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