Burkardroth
Zwischenstand

Am Jahresende ist Burkardroths Mittelschule "fast wie neu"

Die Sanierungsarbeiten an der Mittelschule in Burkardroth sind weit fortgeschritten. Noch müssen Lehrer wie Schüler in beengten Räumlichkeiten arbeiten und lernen. Doch die Vorfreude auf die "neue" Schule steigt.
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Schulleiterin Heidrun von Schoen und Bürgermeister Waldemar Bug freuen sich auf das Ende der Sanierungsarbeiten in ihrer Mittelschule. Foto: Sigismund von Dobschütz
Schulleiterin Heidrun von Schoen und Bürgermeister Waldemar Bug freuen sich auf das Ende der Sanierungsarbeiten in ihrer Mittelschule. Foto: Sigismund von Dobschütz

Noch bis Jahresende werden die Sanierungsarbeiten an der Mittelschule in Burkardroth andauern. "Dann ist sie fast wie neu", freuen sich Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) und Schulleiterin Heidrun von Schoen auf das Ende eines seit über zwei Jahren währenden Provisoriums in beengten Räumlichkeiten.

Als die Burkardrother Mittelschüler am ersten Unterrichtstag nach den Sommerferien mit dem Bus hinter dem Schulgebäude ankamen, wurden sie schon draußen vor der Baustelle von ihrer Schulleiterin begrüßt. Sie wollte ihren 107 Schülerinnen und Schülern persönlich den Umweg zu dem nun provisorisch als Haupteingang zu nutzenden Nebeneingang des erhöht liegenden Schultraktes zeigen, da der Verbindungsbau zwischen dem gegen Ende der 1960er Jahre errichteten Altbau-Trakt und dem zehn Jahre später gebauten, höher am Hang gelegenen Schultrakt wegen der laufenden Sanierungsmaßnahmen unpassierbar war. Doch die Schüler sind das Lernen und Leben auf der Großbaustelle inzwischen gewöhnt. "Wenn die Schüler den vorgeschriebenen Weg gehen, besteht keine Gefahr", versichert die Schulleiterin.

Gestiegene Preise und zusätzliche Maßnahmen

Ende November sollen die Arbeiten des im August 2018 begonnenen zweiten Bauabschnitts abgeschlossen sein, der nahtlos dem genau ein Jahr zuvor begonnenen ersten Bauabschnitt folgte. Mit den Planungen, die noch auf einer Ende 2015 vorgelegten Kostenschätzung von 3,3 Millionen Euro basierten, wurde 2016 begonnen. Bis jetzt sind die Gesamtkosten einschließlich der Baunebenkosten allerdings auf knapp fünf Millionen Euro gestiegen, wovon etwa die Hälfte der Freistaat zuschießen wird. Grund für die Teuerung sind nach Aussage des Bürgermeisters nicht nur die in letzter Zeit gerade im Bausektor enorm gestiegenen Preise, sondern auch zusätzliche Maßnahmen, die erst im Laufe der Sanierung ersichtlich wurden.

Hauptgrund Erneuerung der Elektrik

Hauptgrund für die Generalsanierung war die allein eine Million Euro teure Erneuerung der noch aus den 1960er Jahren stammenden Elektrik. Bug: "Wenn man die Elektrik austauschen will, muss man alle Wände aufreißen." Außerdem war eine energetische Sanierung überfällig. Die WC-Anlage wurde aus dem Verbindungsbau in das höhere Schulgebäude verlegt, um im Zwischengebäude Platz für schulische Veranstaltungen zu haben. Überhaupt wurde die Gelegenheit der Generalsanierung genutzt, anschließend die Raumaufteilung zu optimieren und dem in letzten Jahren entstandenen Mehrbedarf zu entsprechen. So wurde zum Beispiel mehr Platz für die Mittagsbetreuung der Grundschüler und der Offenen Ganztagsschule benötigt, aber auch ein zweiter Computerraum fehlte.

Keine Container

Momentan müssen Schüler wie Lehrer wegen der Baumaßnahme auf extrem beengten Raum arbeiten. Heidrun von Schoen: "Wir machen alles möglich, um keine Container zu brauchen." Vor allem in ihrer Verantwortung als Schulleiterin freut sie sich auf das Ende der Baumaßnahme und scherzt: "Unser Hausmeister hat jetzt seinen Sitz im Heizungskeller. Der muss auch mal wieder ans Tageslicht." Aber auch Lehrer und Verwaltung werden es bald besser haben: Hatten sie früher ihre Büros im Untergeschoss des Altbaus, werden sie bald vom Erdgeschoss aus eine bessere Sicht über den weiten, neu gestalteten Eingangshof haben, der aus Gründen der Barrierefreiheit um 50 Zentimeter auf das Niveau der Gebäude angehoben wurde. Bisherige Treppen wurden abgebaut. Bug: "Barrierefreiheit ist nicht nur wichtig in Zeiten der Inklusion, sondern eine Voraussetzung für staatliche Zuschüsse." Die freie Sichtmöglichkeit für Lehrer und Verwaltungsmitarbeiter auf den Eingangshof dient auch der Sicherheit. Aus demselben Grund haben alle Türen neue Sicherheitsschlösser bekommen, und die Fenster haben jetzt bruchsicheres Glas.

Gute Abstimmung

Dass die unter Leitung des Bad Kissinger Architekturbüros Messerschmitt & Gessner von überwiegend heimischen Handwerksbetrieben ausgeführten Arbeiten störungsfrei laufen, ist auch der guten Abstimmung mit Schulleitung, Lehrern und Verwaltung zu verdanken: Lärmende Arbeiten wurden möglichst in die Ferien oder auf Nachmittage verlegt. Die lautesten Maßnahmen sind jetzt nach den Sommerferien vorbei, nur hin und wieder kreischt noch eine Motorsäge. "Wir fühlen uns kaum gestört", bestätigt Schulleiterin Heidrun von Schoen einen reibungslosen Unterricht.

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