Bad Kissingen
Großprojekt

Am Bad Kissinger Fürstenhof wird weiter geplant

Sprecherin Anne Cheseaux kündigt die baldige Vorlage eines Zeitplans für den Bau des geplanten Fünf-Sterne-Hotels an. Die Vorbereitungen im Hintergrund laufen nach ihren Worten "sehr gut und intensiv".
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Überblick über das Gelände der "Fürstenhof SA": Links vorne der denkmalgeschützte Fürstenhof, dahinter die frühere Eigentümer-Villa Gordon und rechts das "Cafè Schweizerhaus" sollen saniert werden. Zwischen Fürstenhof und Schweizer Haus entsteht entlang des Ochsenweges ein moderner Neubau mit Glasfront, dahinter sind zwei Appartment-Häuser vorgesehen. Foto: Saale-Zeitung
Überblick über das Gelände der "Fürstenhof SA": Links vorne der denkmalgeschützte Fürstenhof, dahinter die frühere Eigentümer-Villa Gordon und rechts das "Cafè Schweizerhaus" sollen saniert werden. Zwischen Fürstenhof und Schweizer Haus entsteht entlang des Ochsenweges ein moderner Neubau mit Glasfront, dahinter sind zwei Appartment-Häuser vorgesehen. Foto: Saale-Zeitung
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Auch wenn vor Ort nichts davon zu sehen ist, laufen die Vorbereitungen für den Bau des Fünf-Sterne-Hotels "Fürstenhof" laut Anne Cheseaux, der Aufsichtsrats präsidentin der Fürstenhof SA, im Hintergrund weiter. Auf Anfrage teilte Cheseaux mit, "dass wir das Vorhaben selbstverständlich verfolgen, es gab nie einen Unterbruch". Und weiter: "Die Vorbereitungen laufen sehr gut und intensiv, im Hintergrund finden häufige Arbeitssitzungen mit allen involvierten
Parteien statt." Die Sprecherin der schweizerischen Gesellschaft kündigte zudem an, "demnächst" über den Zeitplan zu informieren. Keine Antwort gab sie jedoch auf die Frage, ob auch die Finanzierung des Projektes gesichert ist.

Seit 2013 rechtskräftig

Die Baugenehmigung für das auf 80 Millionen Euro veranschlagte Projekt "Neubau, Umbau und Sanierung des Fürstenhofes mit Hotel, Medical-Spa-Bereich, Appartementhäusern und Tiefgarage sowie Schweizerhaus" war bereits im September 2011 erteilt worden. Nach einer abgewiesenen Klage wurde die Baugenehmigung im März 2013 rechtskräftig. Die 2008 gegründete "Fürstenhof SA" mit Sitz in Pully in der Schweiz hatte sich dazu verpflichtet, innerhalb von eineinhalb Jahren mit dem Bau zu beginnen. Das wäre im Herbst 2014 gewesen, der Stadtrat verlängerte die Frist jedoch bis 31. Oktober 2015.
Der denkmalgeschützte Fürstenhof, die Villa Gordon und das "Cafè Schweizerhaus" sollen saniert werden. Entlang des Ochsenweges ist ein gläserner Hotelneubau mit 158 Betten in rund 80 Zimmern geplant. Insgesamt sind auf dem Gelände 220 Betten vorgesehen. Cheseaux und Projektmanager Harald Dau hatten im Herbst die Verzögerung damit begründet, dass die Absprache mit zwei verschiedenen Betreibern ein ganzes Jahr gekostet habe: Die US-amerikanische WTS soll die medizinische Abteilung und die Accor-Tochter "MGallery" das eigentliche Hotel betreiben.

Nichts Neues bei den Behörden

Auf der Homepage des geplanten "Grand-Hotel Fürstenhof" www.fuerstenhof-resort.com wird die Eröffnung nach wie vor für 2015 angekündigt, in der Stadtratssitzung dagegen sprachen Cheseaux und Dau von einer möglichen Eröffnung Anfang 2018. Noch vor Beginn der Bauarbeiten sollten zudem Musterzimmer angelegt und öffentlich vorgestellt werden.
Das Landratsamt ist am Umbau der ehemaligen Diabetes-Reha-Klinik Fürstenhof und der Neugestaltung des Umfeldes über das Wasserrecht beteiligt: Für das Projekt müssen rund 30 000 Kubikmeter Erdreich bewegt werden, dazu ist eine Ausnahme von den Verboten zur Grabungstiefe im quantitativen Heilquellenschutzgebiet nötig, eine so genannte "wasserrechtliche Gestattung". "Diese Gestattung wurde bereits am 21. November 2011 erteilt und ist nach wie vor gültig", teilte das Landratsamt auf Nachfrage mit. Und: "Eine Baubeginnsanzeige ist bisher nicht eingegangen. Auch ansonsten haben wir seither nichts mehr vom Antragsteller, der Fürstenhof SA, gehört." Für alle anderen Genehmigungen verweist das Landratsamt auf die Zuständigkeit der Stadt. Laut Stadtverwaltung liegen dort bislang keine Anträge zur Vorbereitung des Baubeginns - etwa für die Zufahrten - vor. "Es gibt von unserer Seite nichts Neues", heißt es aus dem Rathaus.
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