Bad Kissingen
Technik

Alte Handys sind wertvoll

In einer gemeinsamen Aktion die beiden Kirchen und das "Eine Welt Netzwerk Bayern" Althandys und führen sie dem Recycling-Kreislauf.
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Das Projekt "HandyAktion Bayern" von den beiden großen Kirchen und den Netzwerk "EineWelt":  Charlotte Fries (von links),  die örtliche Vorsitzende von "EineWelt", Pfarrer Steffen Lübke,  Susanne Wahler-Göbel und Pfarrer Matthias Karwath. Peter Rauch
Das Projekt "HandyAktion Bayern" von den beiden großen Kirchen und den Netzwerk "EineWelt": Charlotte Fries (von links), die örtliche Vorsitzende von "EineWelt", Pfarrer Steffen Lübke, Susanne Wahler-Göbel und Pfarrer Matthias Karwath. Peter Rauch
Handy und Smartphone sind aus demAlltag nicht mehr wegzudenken. 42 Prozent der Konsumenten in Deutschland kaufen sich laut einer Studie von Stiftung Warentest alle zwei Jahre oder häufiger ein neues Gerät. So werden alleine in der Bundesrepublik jährlich mehr als 35 Millionen Mobiltelefone durch Neugeräte ersetzt, das alte verschwindet in Schubladen. Doch die kleinen "Schatzkisten" , die sich zu 5000 Tonnen Elektroschrott summieren, enthalten viele wertvolle Rohstoffe, die häufig in Schwellen- und Entwicklungsländern gefördert oder abgebaut werden. In einer gemeinsamen Aktion sammeln die beiden Kirchen und das "Eine Welt Netzwerk Bayern" Althandys und führen sie dem Recycling-Kreislauf zu.
So können nun auch in Bad Kissingen Althandys samt Ladegerät im Weltladen in der Prinzregentenstraße abgegeben werden. Dort ist eine Sammelbox für Mobiltelefone aufgestellt, denn der Eine-Welt-Laden beteiligt sich an der auf vorerst zwei Jahre befristeten "Handyaktion Bayern". Wichtig sei es, so die Verantwortlichen in Bad Kissingen, "dass Mobiltelefone lange genutzt werden und anschließend nicht in der Schublade verschwinden, sondern recycelt werden, denn so können Rohstoffe zurückgewonnen werden und auch der illegale Export von Elektroschrott ins südliche Afrika wird vermieden." Alle gesammelten Handys werden fachgerecht recycelt oder, wenn sie noch verwendbar sind, nach einer professionellen Datenlöschung weiter verwendet. Wer ganz sicher gehen will, soll vor Abgabe des Handys alle persönlichen Daten löschen und Sim- und Speicherkarten entfernen. "Wir beteiligen uns an der Handyaktion Bayern, weil wir einen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Kindern in den Erzeugerstaaten leisten wollen. Zudem möchten wir Menschen hier für die Fragen von Nachhaltigkeit und Umweltschutz sensibilisieren", erläutert Pfarrer Steffen Lübke von der Kurseelsorge. Wer möchte, kann sein Handy im Eine-Welt-Laden, Prinzregentenstraße 2, abgeben. Der Erlös kommt Bildungsprojekten über die Mission "EineWelt" und dem "EineWelt"- Netzwerk Bayern in Liberia, El Salvador und Bayern zugute.
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