Bad Kissingen
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ADAC-Fahrradturnier in Bad Kissingen

Wegen schlechter Wetterprognosen hatten viele Teilnehmer kurzfristig wieder abgesagt. Dabei zeigte sich strahlender Sonnenschein.
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Gar nicht so einfach: Enge Kurven fahren und kein Klötzchen umwerfen.Jürgen Müller
Gar nicht so einfach: Enge Kurven fahren und kein Klötzchen umwerfen.Jürgen Müller
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Zum 50. Mal fand das Fahrradturnier des ADAC Ortsclubs Bad Kissingen statt. Viele Eltern und Großeltern, die ihren Nachwuchs zum Turnierplatz brachten, erinnerten sich an ihre eigene Teilnahme vor vielen Jahren. Leider konnten keine Teilnehmer für die Sondergruppe der "Altteilnehmer" gewonnen werden.

Das Fahrradturnier war auch 2019 die erste Attraktion des Ferienprogrammes der Stadt Bad Kissingen und war als offene Stadtmeisterschaft ausgeschrieben worden. Vorsitzender Jürgen Müller hatte mit seinem Helferteam wieder einen anspruchsvollen Parcours aufgebaut, wobei alle Anforderungen auch im täglichen Straßenverkehr vorkommen können.

Bei herrlichem Wetter fanden sich am Samstagmorgen 24 Jungen und Mädchen auf dem Turnierplatz ein. Wegen schlechter Wettervorhersagen sagten aber auch einige ab. Die Teilnehmer wurden von der stellvertretenden Vorsitzenden, Gaby Nürnberger, begrüßt. Dann ging es gleich zur Fahrradkontrolle, die in diesem Jahr Jürgen Müller übernahm. Ausgerechnet bei einem nagelneuen, beim Fachhändler gekauften Fahrrad, zeigten sich gravierende Mängel. So zog die Handbremse trotz vollem Kraftaufwand des Prüfers gar nicht.

Wie richtige Rennfahrer gingen die Gruppen den Parcours zu Fuß ab. Gaby Nürnberger erklärte, auf was sie achten sollten. Gleich am Start wartete die erste Herausforderung - umschauen, ob ein Fahrzeug kommt - das machten im Probelauf fast alle Kinder, doch manche schauten nach rechts, nicht nach links. Am Spurbrett gab es erste taktische Tipps. Die Kreisel mussten auch in diesem Jahr rechts und dann links herum gefahren werden - und das nur mit einer Hand am Lenker.

Später sollte sich zeigen, dass die Radler beim einhändigen Fahren extremen Nachholbedarf haben. Dies stellten auch manche Eltern fest und fragten nach Tipps, wie sie das mit ihrem Nachwuchs üben können.

Dass der rückwärtige Verkehr immer beobachtet werden muss, zeigten die jungen Radkünstler auch beim Spurwechsel, bei dem die Kinder Handzeichen geben mussten, sich umsehen und dabei sich eine Zahl einprägen, um diese am Ziel anzugeben. Diese Aufgabe überforderte einige, die gerade beim Spurwechsel extrem unsicher wurden, stehen blieben oder sich mit den Füßen abstützten.

Die S-Kurve, die es seit drei Jahren statt des schwierigen Achters gibt, wurde in vielen Fällen fehlerfrei gemeistert. Im Slalom, der sieben Tore auf 18 Metern aufwies, wurde in diesem Jahr von allen fehlerfrei bewältigt. Auch im Bremsraum wurde das ein oder andere mal mit den Füßen gebremst.

Nun kam der Wertungslauf. Christa Nürnberger dokumentierte jeden Fehler genau und schrieb die Zeiten auf. Alle Buben und Mädchen zeigten, dass sie im Allgemeinen ihr Rad im Griff hatten, nur das einhändig Fahren und der Spurwechsel bereitete erhebliche Probleme. Es gab in diesem Jahr nur vier Kinder, deren Ergebnis einstellig blieb.

Die Siegerehrung übernahmen Jürgen Müller und Gaby Nürnberger. Alle Kinder erhielten Urkunden und einen kleinen Sachpreis, die drei Erstplatzierten Medaillen und die Gruppensieger konnten sich über einen Pokal freuen.

Die Ergebnisse

Gruppe 1 Mädchen: 1. Marie Grom (7 Fehler; Zeit: 09.61); 2. Alya DÁngelo (11 Fehler; Zeit: 11,9); 3. Inka Allegra Scheel (17 Fehler; Zeit: 13.02);

Gruppe 1 Buben: 1. Jona Fuchs , 2. Jannik Schwab und 3. Felix Meyer-Natus;

Gruppe 2 Mädchen: 1. Irma Albert (5 Fehler; Zeit: 09.36); 2. Sophia Fuchs (15 Fehler; Zeit: 10.38), 3. Selina Cerny Selina (17 Fehler; Zeit: 11.05);

Gruppe 2 Buben: 1. Tizian Pahl (9 Fehler; Zeit: 08.67); 2. Anton Wieschal (16 Fehler; Zeit: 10.32);

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