Geroda

Achtung Übungsalarm: Von Heuballen eingequetscht

Rund 100 Einsatzkräfte haben bei einem initiierten Scheunenbrand geprobt, worauf es im Ernstfall ankommt.
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Was lernen wir daraus? Wichtig für eine erfolgreiche Übung: die Nachbesprechung. Kreisbrandmeister Volker Hägerich beobachtet, wie die Einsatzkräfte vorgehen. Foto: Theresa Kohl
Was lernen wir daraus? Wichtig für eine erfolgreiche Übung: die Nachbesprechung. Kreisbrandmeister Volker Hägerich beobachtet, wie die Einsatzkräfte vorgehen. Foto: Theresa Kohl

Als am Montagabend die Sirene erschallte, wusste noch fast keiner der Feuerwehrleute und Rettungskräfte, was sie am Einsatzort der Alarmübung erwarten würde. Im Rahmen der Aktionswoche hatte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Geroda, Achim Kohlhepp, mithilfe des Schönderlinger Feuerwehrmanns Bastian Markert den Übungsrahmen geplant und dafür eine brennende Scheune mit fünf Verletzen darin vorbereitet.

Zuerst betraten die Atemschutzträger die Scheune. Solche Feuerwehrleute müssen jedes Jahr eine Ernstfallübung vorweisen. Die Rettung der Verletzten forderte großen Einsatz, denn eine zwischen Strohballen eingequetschte Puppe musste mittels eines Hebekissensatzes gerettet werden. Dazu kam: Ein von einem Kupferrohr durchbohrtes Opfer konnte nur mithilfe von Trennschleifer und Säbelsäge aus der Scheune befreit werden. Außerdem wurde den Einsatzkräften eine Erwachsenen- und eine Baby-Reanimationspuppe der Geröder Helfer vor Ort zur Verfügung gestellt. Um die Wasserversorgung an der Einsatzstelle sicherzustellen, musste von der nächstgelegenen Zisterne eine 250 Meter lange Schlauchstrecke aufgebaut werden.

Beteiligt an dieser Übung waren neben den Wehren aus Geroda und Platz auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Schondra, Schönderling, Waldfenster und Oehrberg, sowie der RKT aus Oberthulba, die SEG des BRK Bad Brückenau und der Einsatzleiter Rettungsdienst. Die Einsatzleitung übernahm Achim Kohlhepp selbst, und das Vorgehen der Einsatzkräfte wurde von Kreisbrandmeister Volker Hägerich beobachtet und bei der anschließenden Nachbesprechung erörtert.

Übung in privater Scheune

Die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen hat sehr gut geklappt. Achim Kohlhepp betonte abschließend noch mal: "Egal welche Blaulichtorganisation, am Ende haben alle das gleiche Ziel: Menschen in Not zu helfen. Konkurrenzdenken ist hier fehl am Platz." Außerdem bedankte er sich bei Luzian Beck, der sein Anwesen für die Übung zur Verfügung stellte und bei der Integrierten Leitstelle in Schweinfurt, die den Einsatz begleitete.

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