Bad Brückenau
Bildung

Abitur bestanden in Bad Brückenau

Mit einer klassischen Abiturfeier und etwas Wehmut verabschiedeten sich die jungen Leute von ihrer Schule.
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Wurden als Beste ausgezeichnet (von links):  Laurine Kohlhepp,  Maria Ziegler, Franziska Gottwalt, Moritz Seidl, Felix Opitz, Gina  Martin und Isabell Amrhein.  Marion Eckert
Wurden als Beste ausgezeichnet (von links): Laurine Kohlhepp, Maria Ziegler, Franziska Gottwalt, Moritz Seidl, Felix Opitz, Gina Martin und Isabell Amrhein. Marion Eckert
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Geschafft! Das Abi in der Tasche geht es nun hinaus in die Welt. 40 Abiturienten des Franz-Miltenberger-Gymnasium in Bad Brückenau haben die Reifeprüfung abgelegt. Die Verabschiedung fand in der Aula der Schule statt, es war eine familiäre, humorvolle und trotzdem klassische Feierstunde, die mit einem ökumenischen Gottesdienst von Pfarrer Armin Hass und Pfarrer Gerd Kirchner eröffnet wurde.

Das Motto der  Abschlussfeier: "Abiletten - Zwölf Jahre durchgeschlappt" wurde aber nicht konsequent durchgezogen. Niemand kam in "Abiletten", die Schülerinnen und Schüler waren edel gekleidet, dem Anlass der allgemeinen Hochschulreife entsprechend und schon vorbereitet für den anschließenden Abiball, der sie ins hessische Gersfeld führte.

Glückwünsche zum bestandenen Abitur gab es viele. Eltern, Freunde, Familie aber auch der stellvertretende Landrat Jürgen Englert, der Vorsitzende des Schulvereins Stefan Richter und der Elternbeirat gratulierten. Die musikalische Gestaltung ihrer Feierstunde übernahmen die Abiturienten zum Teil selbst. Mit einer brillanten Rede von Michael Eisfeld und Manuel Helfrich verabschiedete sich der Abiturjahrgang von seiner Schule, die ihnen neue Horizonte eröffnet und die Sehnsucht nach dem Neuem, Unbekannten geweckt habe. In einem humorvollen Rückblick erinnerten sie an Ereignisse, die unvergessen bleiben , doch vorsichtshalber verzichteten sie auf eine "Präsezierung  der Sachverhalte - aus rechtlichen Gründen" und hatten damit die Lacher auf ihrer Seite.

Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks wurde vermisst, war sie es doch, die sonst den jungen Frauen zurief: "Ihr seht fantastisch aus". Das übernahmen, ganz Gentlemen, die beiden Schüler in ihrer Abschlussrede.

Studiendirektor Dirk Hönerlage übernahm die Würdigung der Abiturienten und überreichte die Buchpreise an die besten Schülerinnen und Schüler. Das Abitur mit der Note 1,0 legte Maria Zieger ab, Franziska Gottwalt erreichte 1,1 ebenso wie Moritz Seidl. Die Note 1,3 schaffte Felix Opitz und jeweils 1,4 Gina Martin und Isabell Amrhein. Sie wurden für ihre Leistungen und  auch für ihr Engagement in verschiedenen Gremien an der Schule ausgezeichnet. Für ihr Engagement am Franz-Miltenberger-Gymnasium erhielt Laurine Kohlhepp eine Auszeichnung.

Auch Hönerlage brachte einen Ausspruch der Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks in die Abschlussfeier. Er freute sich, ihr sonst übliches Schlusswort nun selbst sprechen zu dürfen: "Geht in die Welt hinaus, aber vergesst uns nicht", sagte Dirk Hönerlage - ein Satz, der sonst der Bürgermeisterin vorbehalten war.

Von einem großen Erfolg und großartigen Leistungen sprach der stellvertretende Landrat Jürgen Englert, der den Abiturienten zu ihrem Durchhaltevermögen und ihrer Nervenstärke gratulierte. Nun mögen sie, mit dem Reifezeugnis in der Hand und mit Optimismus hinaus ins Leben gehen.

Stefan Richter vom Schulverein riet den Abiturienten, vor dem Studium eine Ausbildung zu absolvieren, um die Arbeitswelt kennen zu lernen, und raus aus dem behüteten Umfeld von Schule und Familie zu gehen. Eine Ausbildung helfe bei der Entscheidungsfindung für ein späteres Studium und sei keine verlorene Zeit.

Die Stadt Bad Brückenau vertrat stellvertretender Bürgermeister Jürgen Pfister, der den Abiturienten zurief: "Machen Sie etwas draus." Er bat sie, sich in die Gesellschaft einzubringen, sich einzumischen, kritisch zu sein und mit zu gestalten.

Und Oberstudiendirektor Dr. Stefan Bub als Schulleiter betonte, dass die Schüler am Franz-Miltenberger-Gymnasium nicht nur Faktenwissen erworben, sondern auch Engagement im sozialen Bereich, Musik, Theater oder Sport sowie Haltung und Überzeugung entwickelt hätten, was kein Notenschnitt erfassen könne.

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