Bad Kissingen

Zeitreise durch das Bäderland Bayerische Rhön

Die fünf Bäder der Arbeitsgemeinschaft Bäderland Bayerische Rhön haben ein zukunftsweisendes Projekt auf den Weg gebracht. Es soll die Schönheiten und Kompetenz der Gesundheitsregion dem Gast von morgen in einer außergewöhnlichen Ausstellung präsentiert.
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Die Kurdirektoren des Bäderlandes Bayerische Rhön sind begeistert von der Ausstellung: (von links) Thomas Beck (Bad Bocklet), Anja Hildmann (Bad Neustadt), Werner Angermüller (Bad Königshofen), Andrea Schallenkammer (Bad Brückenau) und Frank Oette (Bad Kissingen). Foto: Werner Vogel
Die Kurdirektoren des Bäderlandes Bayerische Rhön sind begeistert von der Ausstellung: (von links) Thomas Beck (Bad Bocklet), Anja Hildmann (Bad Neustadt), Werner Angermüller (Bad Königshofen), Andrea Schallenkammer (Bad Brückenau) und Frank Oette (Bad Kissingen). Foto: Werner Vogel
Unter dem Titel "Zeitreise" ist die Wanderausstellung noch bis 11. November in der Wandelhalle in Bad Kissingen zu sehen und wird nach den weiteren Stationen im Bäderland auf Deutschlandtour geschickt.

Die Szene erinnert irgendwie an Jules Verne's Nautilus Romane oder einen Science Fiction Film, als sei in der ehrwürdigen Wandelhalle ein futuristisches U-Boot gestrandet.
Funkelndes Neonlicht umläuft in Wellen das begehbare Halbrund.

Eine heitere Note

Bewegte Bilder schauen die Besucher aus Bullaugen an. Wie technische Apparaturen wirken die Kopfhörer an den wasserblauen Wänden. Die kleinen gelben Plastikenten, die außen in einem Wasserlauf schwimmen, geben der Projektion eine heitere, zugängliche Note, sind der Schlüssel mit dem der Besucher auf Zeitreise gehen und dabei die fünf Bäder im Jetzt, in der Vergangenheit und fiktiv in der Zukunft erleben kann. Im Inneren des Fünfecks laden Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein.

Neue Ideen für neue Gäste

So weit weg vom Image des traditionsbewussten, betulich-romantischen Fleckchens Erde hat man sich in der Werbung für unsere Region noch nicht gewagt. Allein: "Nur mit der heilen Welt von früher, wird der Gast von morgen nicht zu begeistern sein", meint Uwe Neuhold, Geschäftsführer und kreativer Kopf der Salzburger Agentur "Verdandi", die für dieses Projekt verantwortlich zeichnet.

Die Projektverantwortlichen haben bewusst den Blick von außen gesucht, meint der Tourismusexperte: "So schön diese Wandelhalle auch ist, und so gefällig das Kurorchester die Salonmusik von Peter Kreuder auch intonierte, der Kunde wird kein Kurgast mehr sein, er ist Gesundheitstourist, der die Angebote kritisch vergleicht". Das hatte auch Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) in seiner Begrüßung ähnlich formuliert: "...wir müssen erkennen, was der Gast will". Und Kurdirektor Frank Oette hatte ergänzt, "dass die Region mit so vielen Glanzpunkten aufwarten kann", die man mit dieser Ausstellung eindrucksvoll zeige.

Blick zurück aus dem Jahr 2050

Der Ausstellungsbesucher tritt eine Zeitreise an. Ein Imagefilm zeigt die Geschichte eines Geschwisterpaares aus der Zukunft, das mit einer Zeitmaschine die Region erkundet. In 20 Kapiteln kann der Besucher die Gesundheitsoase Bäderland erforschen. Er erfährt, woher die Heilquellen kommen, dass Gäste aus München heute in vier Stunden hier sind, während sie vor 200 Jahren vier Tage brauchten. Es gibt ein Wiedersehen mit historischen Persönlichkeiten, die regionale Küche und edle Tropfen werden schmackhaft gemacht und das Wechselspiel aus Vergangenheit und Zukunft wird in vielen Facetten bespielt.

Vor vier Jahren begonnen

Peter Weidisch, Kulturreferent der Stadt, hatte 2009 das Projekt angeschoben, das die Entwicklung der fünf Bäder nach vorne bringen sollte. Die Kosten von 250 000 Euro für das Projekt werden mit 60 Prozent vom Landwirtschaftsministerium und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds "ELER" bezuschusst. Außer den beteiligten Kommunen haben auch die Sparkassen beider Landkreise das Projekt mitgetragen.
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