Nüdlingen
Glaube

Zeit zum Nachdenken über sich selbst

Die Wallfahrt nach Vierzehnheiligen hat am Montagmorgen etwa um Viertel vor zehn Uhr mit dem Auszug der Pilger aus der Kirche begonnen.
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Die Wallfahrer sind am Montag gestartet. Sie laufen nach Vierzehnheiligen. Am Freitag werden sie zurückerwartet. Fotos: Arthur Stollberger
Die Wallfahrer sind am Montag gestartet. Sie laufen nach Vierzehnheiligen. Am Freitag werden sie zurückerwartet. Fotos: Arthur Stollberger
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Bereits fast eine Stunde zuvor sammelten sich Gruppen von Wallfahrern auf dem Feuerwehrhof, wo der schwere Traktor mit Anhänger für den Transport des Gepäcks und der Getränke bereit stand. Da etwa die Hälfte der Wallfahrer nicht aus Nüdlingen stammt, war herzliche Begrüßung angesagt. Die Mehrzahl von ihnen blickt auf eine ganze Reihe von "Pilger-Erlebnissen" zurück.


Große Aufbruchstimmung

Pfarrer Dominik Kesina freut sich genauso wie Margot Freid-hof, die Vorbeterin, oder Helga Fischer, die sich unterwegs - zusammen mit weiteren Fachkräften - um auftretende Fußbeschwerden von Wallfahrern kümmert. Wie Margot Freidhof war Helga Fischer schon fünfzehn Mal dabei. Andere Teilnehmer erinnern sich an mehr als fünfundzwanzig oder dreißig Pilgerfahrten.
Margot Freidhof sagt: "Ich spüre eine große Aufbruchstimmung und Freude in mir. Ich freue mich auf die Begegnung mit den Menschen und mit Gott. Es gibt so viele Sachen, die uns gut tun". Sie bezieht sich da auch auf das Motto der diesjährigen Wallfahrt, auf das sie und Wallfahrtsführer Michael Schäfer sich geeinigt haben. Es lautet: "Wenn es dir gut tut - dann komm". Man denke auf der Wallfahrt viel über sein Leben nach, zum Beispiel darüber, was im Mittelpunkt stehe. Das Nachdenken über sich selbst nimmt wohl bei allen Pilgern breiten Raum ein. Es geschieht inmitten der herrlichen Maien-Landschaft.
Besonders wichtige Teilnehmer sind die Mitglieder der Wallfahrtskapelle unter der Leitung von Knut Bieber. Von Umsicht und Verantwortung geprägt ist Michael Schäfer, der Wallfahrtsführer. Trotz seiner langjährigen Erfahrung gibt er zu, dass er in jedem Jahr ein wenig Aufregung verspürt. "Aber das legt sich", fügt er rasch hinzu. Heuer liegt die Zahl der Pilger bei 108. 2013 waren es ähnlich viele Teilnehmer.
Beim Auszug aus der Kirche wird die Wallfahrerkerze von Stefanie Wilm getragen. Sie wurde auserkoren, da sie heuer zum ersten Mal dabei ist. Nach dem Ortsausgang wird die Kerze wieder sorgfältig verpackt. Erst beim Einzug in die Basilika von Vierzehnheiligen wird die Kerze wieder getragen. Die Rückkehr der Wallfahrer nach Nüdlingen erfolgt am Freitag, 30. Mai, etwa um 20 Uhr. ksta

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