Oerlenbach
Bürgerversammlung

Zebrastreifen am Übergang zum Oerlenbacher alten Friedhof nicht in Sicht

Nur eine Handvoll Oerlenbacher Bürger machte Vorschläge, gab Anregungen und stellte Fragen.
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Eine Forderung von Horst Klieber in der Oerlenbacher Bürgerversammlung: Am Übergang am Kreisel, der zum Friedhof führt, würde ein Zebrastreifen für mehr Sicherheit sorgen. Foto: Stefan Geiger
Eine Forderung von Horst Klieber in der Oerlenbacher Bürgerversammlung: Am Übergang am Kreisel, der zum Friedhof führt, würde ein Zebrastreifen für mehr Sicherheit sorgen. Foto: Stefan Geiger
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Sind die Oerlenbacher restlos zufrieden, oder interessiert sie das Geschehen in ihrer Gemeinde nicht? Diese Frage stellte sich angesichts von nur 56 Besuchern der Bürgerversammlung im Pfarrsaal. Lediglich eine Handvoll Einheimischer nutzte die Gelegenheit, Fragen, Anregungen und Anträge an Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung zu stellen.
Einer von ihnen war Horst Klieber. Das Schild an der Einfahrt in den Kreisverkehr "Rathaus/Schule" beeinträchtige die Sicht und sollte abgesenkt werden, forderte er. "Ich biege selbst oft in den Kreisel ein und empfinde keine Einschränkung", hielt Bürgermeister Franz Kuhn dagegen.


Wildes Parken

Ebenfalls am Kreisel sollte am Übergang zum Friedhof ein Zebrastreifen aufgetragen werden, so eine weitere Forderung von Horst Klieber. "Ältere und Behinderte sind beim Überqueren in großer Gefahr. Andernorts gibt es diese Lösungen, warum bei uns nicht?". Kuhn erklärte, dass die Fachbehörden bei einer Ortseinsichten einen Zebrastreifen verworfen hätten. Zudem bestehe eine Mittelinsel, und für Rollstuhlfahrer seien die Bordsteine abgesenkt.
Heftig monierte Klieber das wilde Parken auf dem Rathausplatz: "Der hat uns viel Geld gekostet. Der Unterbau ist nicht für's Parken ausgelegt. Es herrscht Zonenhalteverbot, das vielfach ignoriert wird. Ich schlage vor, die Falschparker per Faltblatt auf das Fehlverhalten hinzuweisen und öfters Polizeikontrollen vorbeizuschicken. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein großer Parkplatz", sagte Klieber.
Außerdem werde der Feldweg vom Sportheim aus über den Talgrund zur B 19 als Abkürzung von Autofahrern genutzt, trotz Sperrzeichen. "Als Spaziergänger muss man zur Seite springen, um nicht angefahren zu werden", machte Klieber seinem Ärger Luft.
Als äußerst gefährlich, ja sogar als lebensgefährlich, stufte er den schmalen Gehsteig in der Oerlenbacher Dorfmitte bei den Anwesen Zimmermann und Hofmann ein. Er regte an, dort mit einem Schild die Fußgänger auf den Ampelübergang zu verweisen. Dann könnten sie gegenüber den breiteren und damit sicheren Gehsteig benutzen.
Und als Klieber auf das Thema Ortsdurchfahrt kam, geriet er richtig in Rage. "Bad Kissingen und Oerlenbach haben beim Bau der A 71 geschlafen. Andere Orte wie Maibach bekamen eine Umgehung. Wir leiden unter Lärm und Feinstaubbelastung. Es muss endlich was geschehen, wenn nicht jetzt bei den guten politischen Kontakten zum Bundesverkehrsministerium mit Staatssekretärin Dorothee Bär, wann dann?".


Freilaufende Hunde

"Von Oerlenbacher Seite haben wir immer und bis heute eine Entlastung gefordert. Den Vorwurf können wir nicht akzeptieren", hielt der Bürgermeister entgegen und verwies auf die aktuellen Bestrebungen (wir berichteten). Außerdem sagte er zu, die verkehrstechnischen Sorgen von Horst Klieber mit in die nächste Verkehrsschau einfließen zu lassen.
Klieber machte dann noch auf frei umherlaufende Hunde in der Flur aufmerksam und bat die Halter, den Hundekot korrekt zu entsorgen.
Sven Seidl, Roland Christ und Thomas Saal wünschten Ergänzungen in der Wilhelm-Hegler-Halle. Wie der Bürgermeister versicherte, werden für die Küche Pfannen und Töpfe, für die Toiletten Handtuchspender und Hygienebehälter sowie Handtuchhalter in den Duschräumen beschafft. Das vom Gemeinderat beschlossene Essens- und Getränkeverbot auf der Tribüne werde überdacht, erklärte Kuhn.
Das Thema Bauplätze sprach Michael Kuhn an: "Es gibt zwar freie Bauplätze, aber in privater Hand und schwer käuflich. Schön wäre, wenn die Gemeinde Flächen anbieten könnte."
Der Bürgermeister zeigte Verständnis für die Anregung und verwies darauf, dass die Kommune schon mehrfach Plätze vermittelt habe. Eine neue Zone sei weder dieses noch nächstes Jahr angedacht. In Frage käme eh nur wie in Ebenhausen ein kleiner Bereich als Abrundung. Konkrete Vorstellungen gebe es nicht.
"Ich bin froh, in Oerlenbach, wo sich Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung beispielhaft für die Bewohner einsetzen, wohnen zu dürfen. Es wird sehr viel für uns getan. Wir stehen gut da und können die zielstrebige, zukunftsorientierte und verantwortungsbewusste Arbeit nur loben", erklärte Otmar Lutz zum Schluss.
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