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Oerlenbach
Befragung

Wunschliste der Jugendlichen steht

Die Oerlenbacher Jugend wünscht sich vom Gemeinderat, dass die Skateranlage erweitert wird. Das ist ein Punkt einer ganzen Liste, die der Jugendbeauftragte als Ergebnis einer Umfrage präsentierte.
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Ein beliebter Treff für Jugendliche in Oerlenbach ist die Skateranlage unterhalb der Wilhelm-Hegler-Halle (im Bild Alexander Bönisch, vorne, mit Bruder Tobias). Hier wünschen sich die Jugendlichen laut Umfrage eine Erweiterung. Jugendpfleger Felcht sagte für Frühjahr Verbesserungen zu.  Foto: Stefan Geiger/Archiv
Ein beliebter Treff für Jugendliche in Oerlenbach ist die Skateranlage unterhalb der Wilhelm-Hegler-Halle (im Bild Alexander Bönisch, vorne, mit Bruder Tobias). Hier wünschen sich die Jugendlichen laut Umfrage eine Erweiterung. Jugendpfleger Felcht sagte für Frühjahr Verbesserungen zu. Foto: Stefan Geiger/Archiv
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Über die kommunale Jugendhilfeplanung lief im Landkreis im Jahr 2013 eine repräsentative Jugendbefragung, bei der zehn Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 21 Jahren stellvertretend für alle um ihre Meinung gebeten wurden. Den ersten Teil der Auswertung mit den Schwerpunkten Kommunalpolitik und Freizeit stellte René Felcht, Jugendbeauftragter der Gemeinde, den Gemeinderäten vor. Teil zwei mit Stärken- und Schwächen-analyse wird im Sommer folgen.


Anregungen sprudeln

Wie Felcht erläuterte, kennen in Oerlenbach demnach 88,9 Prozent den Bürgermeister (damals noch Siegfried Erhard). 69,8 Prozent würden im Ort etwas verändern, wenn sie Bürgermeister wären. Darunter fielen Jugendtreffs, Freizeitsport, Infrastruktur für den täglichen Bedarf, Straßen, öffentlicher Personennahverkehr und Spielplätze. Felcht ergänzte mit vielen Einzelnennungen wie Gleichbehandlung der einzelnen Ortsteile bzw. Vereine, Erneuerung des Bahnhofs, Geld für Bauwägen, Beachvolleyballfeld, mehr Jugendräume, Badesee, mehr Einkaufsmöglichkeiten, Gelände für Mountainbiken, Internetseite für Mitfahrmöglichkeiten und Nachhilfeangebote, Straßen ausbessern und Umgehungsstraße bauen. Mit dabei war der Wunsch, die Skateranlage in Oerlenbach zu erweitern.

Kein Politikverdruss

Interesse an der Kommunalpolitik besteht fast bei allen Jugendlichen: 36,5 Prozent kreuzten drei Bereiche an, 31,7 vier und mehr Aspekte. Allerdings wären nur 15,9 Prozent bereit, in einem Jugendbeirat mitzuarbeiten. Zwei Drittel lehnten das Amt Gemeinderat ab.
Gut die Hälfte möchte in der Gemeinde später wohnen bleiben. 17,5 Prozent bevorzugen eine Großstadt, wobei Shopping, Beruf, Freizeitangebote, Cafés, Disco und Nahverkehr Hauptargumente darstellen. Zwei Drittel der Jugend verbringt ihre Freizeit im Dorf, begründet mit "weil ich kaum in einen anderen Ort komme".
Nur 10,9 Prozent haben kein Ehrenamt, während je 37,5 Prozent ein oder zwei bzw. drei oder vier Dienste anführen. 82,5 Prozent, deutlich über dem Landkreisschnitt, sind Mitglied in einem Verein. Der Alkoholkonsum hat im Vergleich zu 1999 deutlich abgenommen: 57 Prozent trinken selten, 33,3 Prozent nie.

Gespräche geplant

Felcht ergänzte, dass er bezüglich der Jugendräume mit Kirche und Schule reden werde. "Für den Skaterplatz streben wir im Frühjahr Verbesserungen an. Freizeitsport ist beliebt, da keine Verpflichtungen einzugehen sind", weiß er inzwischen aus Erfahrung. Auf Nachfrage fügte er an, dass 94 Jugendliche aus der Gemeinde befragt worden seien, ausreichend - wie es das beauftragte Institut begründete -, um repräsentativ zu sein.
Bürgermeister Franz Kuhn informierte in der Sitzung ferner über die Möglichkeit, einen Energiecoach zu engagieren. Dieser würde gemeindliche Objekte energetisch untersuchen und Verbesserungen eruieren. Kosten entfielen. Der Gemeinderat stimmte zu, sich um diesen Dienst einer Fachkraft über die Regierung von Unterfranken zu bewerben. Für die Bewohner gebe es einen eigenen Informationsabend mit dem Schwerpunkt Förderung wie für Heizung oder Fenster.
Die Feuerwehr Ebenhausen hat vor ein paar Jahren einen Defibrillator beschafft. Sieben Aktive sind ausgebildet und bereit, im Notfall schnell zu helfen. Dazu müsste die Wehr in die Han-dyalarmierung der Rettungsdienste ("First Responder") eingebunden werden. Der Gemeinderat unterstützt diesen Wunsch und billigte die laufenden Kosten für Gerätewartung und Ausbildung mit insgesamt 217 Euro pro Jahr.

Friedhof für Wettbewerb melden?

"Unser Friedhof - Ort der Würde, Kultur und Natur" - unter diesem Thema steht ein Wettbewerb. "Überlegt, ob wir mit dem Waldfriedhof Ebenhausen teilnehmen sollen", forderte Bürgermeister Kuhn die Räte auf. Über das Obere Werntal läuft bereits eine weitere Ausschreibung mit dem Ziel, als staatliche Projektregion anerkannt zu werden.
Karin Haut hakte zum Thema Bürgerbus nach. "Wir haben noch kein Vertragsangebot zu einem Siebensitzer", gab der Bürgermeister weiter. Ulrike Breuter regte an, am Hinterausgang des Waldfriedhofs Ebenhausen eine Bio- und Restmülltonne aufzustellen. Bei Baumbestattungen können Täfelchen angebracht werden. "Anfragen erhielten wir bisher nicht", informierte der Bürgermeister.
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